Alkaff Bridge

Die farbenreiche Brücke war nicht immer ein solcher Blickfang. Sie wurde 1997 in Anlehnung an die Form eines traditionellen Frachtbootes, auch Tongkang genannt, entworfen und gebaut. Sie spannt sich über den Singapore River und wurde ebenso wie das Ufer nach der wohlhabenden Familie Alkaff benannt, die 1852 aus dem Jemen nach Singapur kam und zu den reichsten der Stadt zählte. Erst 2004 verwandelte der philippinische Künstler Pacita Abad die Brücke zu einem knalligen Kunstwerk. Dafür verbrauchte rund 900 Liter Farbe in 55 verschiedenen Farbtönen.

Haji Lane

Freunde von Streetart dürfen sich die Haji Lane, die sich durch das hippe Viertel Kampong Glam zieht, nicht entgehen lassen. Denn hier beweist die Löwenstadt, dass sie nicht nur sauber, sondern auch kreativ kann. An den Wänden der eher traditionellen, kleineren Häuser haben sich Künstler aus der ganzen Welt mit ihren bunten, aber auch gesellschaftskritischen Bildern verewigt. Streetart ist stets im Wandel, und so verändert sich auch das Gesicht der Haji Lane stetig. Kunstwerke verschwinden, andere kommen hinzu. Hinter den bemalten Fassaden verstecken sich lokale Independentlabels, Cafés und Restaurants.

Victoria Street

Ebenfalls im arabisch geprägten Stadtviertel Kampong Glam liegt die Victoria Street. Sie ist vor allem durch die Künste des litauischen Streetartisten Ernest Zacharevic bekannt geworden. Insgesamt drei seiner Werke hat er an verschiedenen Hauswänden der Straße auf dem Abschnitt zwischen Jalan Klapa und Jalan Pisang platziert. Seine Bilder sind inzwischen in der ganzen Welt bekannt und meist neben Farbe auch mit Gegenständen wie in diesem Fall mit Einkaufswagen versehen.

Koon Seng Road

Bevor sie sich im frühen 20. Jahrhundert zum Vorstadtwohnviertel entwickelte, war die Nachbarschaft Joo Chiat im Stadtviertel Katong mit Kokosplantagen bedeckt. In dem damaligen Außenbezirk ließen sich vor allem die sogenannten Peranakan nieder, eine Volksgruppe, die aus malaiischen Frauen und chinesischen Männern besteht. Ihre fein verzierten Shop- und Reihenhäuser sind auch heute noch zu bewundern. In schillernden Pastellfarben liegen sie mittlerweile nicht mehr vor den Toren Singapurs, sondern mittendrin. Die Bauten verfügen über große Eingangstore sowie Fensterläden aus Holz. Ihre kunstvollen Fassaden sind mit aufwendigen Motiven und Keramikfliesen versehen.

Gardens by the Bay

Wie überdimensionale Blüten und Bäume ragen die sogenannten Supertrees in der Parkanlage Gardens by the Bay in den Himmel. Ein besonders farbenfrohes Spektakel bieten sie am Abend, wenn die Abertausenden kleinen Lämpchen, mit denen die Supertrees versehen sind, sich vom dunklen Himmel abheben. Die pflanzenbewachsenen Stahlgerüste sind zwischen 25 und 50 Metern hoch und dienen unter anderem der Aufzucht von seltenen Pflanzen.

Little India

Indien selbst ist bunt, chaotisch und grell. Einen kleinen Einblick in dieses fesselnde Leben bietet das Stadtviertel Little India, das sich rund um die Serangoon Road erstreckt. In dem einstigen Sumpfgebiet entstand 1820 die erste Ziegelbrennerei Singapurs, die von einem indischen Geschäftsmann geführt wurde. Seinem Ruf folgten Arbeiter aus Madras, Kolkata und Delhi. Gewürzhändler, Schmuckgeschäfte, Blumengirlanden und bunte Saris bestimmen bis heute das Straßenbild in den kleinen Gassen. Wer sich hier einfach vom bunten Straßenleben treiben lässt, wird viele farbenreiche Ecken entdecken!

Tan Teng Niah House

Nur wenige Schritte von der MRT-Station Little India entfernt, liegt das exzentrische Haus von Tan Teng Niah. Der chinesische Geschäftsmann war einer der wenigen nicht aus Indien stammenden Bewohner des Viertels und erbaute die Villa um 1900 für seine Frau. Inzwischen wurde das Haus aufwendig restauriert und erstrahlt wieder in den schillernsten Farben. Tan Teng Niah House ist die letzte noch stehende Villa dieser Bauweise in Singapurs Little India. Das Gebäude mit der Adresse 37 Kerbau Road kombiniert die Architektur von China und Europa Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Dach bestand in seiner Ursprungsform beispielsweise aus Bambus. Hingucker sind auch die diversen buntgefärbten Schwingtüren, die teilweise keine weitere Funktion als Dekoration haben. Das Tan Teng Niah House ist besonders als Foto-Kulisse beliebt.

Old Hill Street Police Station

Die Fensterläden der Old Hill Street Police Station leuchten in Regenbogenfarben und machen angestrahlt auch in den Abendstunden auf sich aufmerksam. Im neoklassischen Stil erbaut, galt das Gebäude in den 1930er-Jahren als hochmodern. Bereits 1933 fuhren hier elektrische Aufzüge. Inzwischen beherbergt das Haus an der Hill Street aber nicht mehr die Polizei Singapurs, sondern das Ministerium für Kommunikation und Kultur. Die insgesamt 927 Fensterläden des Hauses bilden zusammen den wohl größten Regenbogen der Millionenmetropole.

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