Allein reisen

Was lange Jahre eher bemitleidend wahrgenommen wurde, ist inzwischen ein gekanntes Bild: Alleinreisende. Orte nur für sich entdecken zu können, hat durchaus Vorteile. Anstatt Kompromisse mit den Mitreisenden schließen zu müssen, besitzt der Alleinreisende die absolute Freiheit über seinen Trip: Lange schlafen und in den Tag hineinleben, statt halbherzig das Sightseeing-Programm der Reisebegleitung mitzumachen - ist schlichtweg kein Problem. Wer allein unterwegs ist und es nicht über die gesamte Reise hinweg bleiben möchte, tendiert außerdem dazu sich öfter auf kleinere Abenteuer einzulassen oder eher mal einer spontanen Idee zuzustimmen. So kann aus dem netten Plausch mit dem Kellner am Mittag spontan eine Führung durch die coolsten Bars der Stadt am Abend werden, die so in keinem Reiseführer zu finden ist, ganz ohne sich um die möglichen Bedenken der Mitreisenden kümmern zu müssen. Genau das scheint das Alleinreisen inzwischen salonfähig gemacht zu haben: Nur weil man alleine losfliegt, bleibt man nicht die gesamten drei Wochen allein und sammelt ganz nebenbei Eindrücke und Erfahrungen, die als bereits geformte Reisegruppe vielleicht nicht möglich gewesen wären.

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