Mit dem selbstgebauten Floß durch Schweden

Sei es als Paar, unter Freunden oder als Familie, dieses Outdoor-Abenteuer stärkt die Gemeinschaft und die Kräfte. Auf dem Klarälven in der schwedischen Region Värmland geht es mit dem eigenhändig gebauten Floß flussabwärts. Tagsüber lässt man sich treiben, zählt die Biberburgen am Ufer oder hält nach Elchen Ausschau, abends legt man am Ufer an und erbaut ein Nachtlager mitten in der Wildnis. Es ist die Lebensweise der alten Flößer, die einst auf diesem Wege die Baumstämme aus den Wäldern zur nächsten Papierfabrik oder Sägewerk brachten, die hier nachempfunden wird. Bereits der Floßbau ist kräftezehrend und unterwegs können immer mal wieder Hindernisse in Form von Ästen oder Sandbänken auftauchen, die das Team selbstständig umschiffen muss. Denn nach der Abfahrt sind die modernen Flößer auf sich allein gestellt. Im Tempo des Flusses geht es rund vier Tage mit dem Holzfloß vorbei an der skandinavischen Tierwelt und Natur, ganz ohne Handyempfang oder Zugang zur Zivilisation.

 

Angeboten wird der Trip von Vildmark. Die Kollegen von GEO Special haben diesen Trip bereits ausprobiert. Ihre Erfahrungen gibt es in der Reportage "Floßfahrt auf dem Klarälven".

 

Mit Seatrekking eine neue Sportart ausprobieren

Für wahre Wasserratten dürfte sich Seatrekking nach einem gelungenen Urlaub entpuppen. Was aus einer Idee unter Freunden 2005 begann, hat inzwischen immer mehr Anhänger gefunden. Seatrekking bedeutet sich eine zuvor festgelegte Route durch Schnorcheln, Freitauchen und Wandern zu erschließen. So entdecken die Seatrekker entlegene Buchten, rasten in natürlichen Höhlen und schlafen unter freiem Himmel mit dem Rauschen des Meeres im Ohr. Es ist das Gefühl von absoluter Freiheit, dem sie nacheifern. In wasserdichten Rucksäcken transportieren sie nur das Nötigste und haben so die Chance die umliegende Natur und Unterwasserwelt zu entdecken. Aus Respekt vor den Orten, die sie unterwegs aufsuchen, hinterlassen sie keine Spuren außer ihren Füßen im Sand. Seatrekking ist zu einer Art Lebenseinstellung herangewachsen.

 

Erfahrene Schwimmer mit guter Kondition können sich für die Fortgeschrittenen-Trips beispielsweise in der Andamanensee anmelden. Wer Seatrekking erst antesten möchte, bucht ein Einsteiger-Camp in Kroatien: http://www.aetem.de.

Zipline-Abenteuer Wales

Im Norden von Wales, wo einst die Schieferindustrie blühte, erwachen die verlassenen Mienen zu neuem Leben. Unterirdische Netztrampoline sowie ein Kletterparcours und Europas längste Zipline befinden sich beispielsweise auf dem Gelände der Llechwedd Slate Caverns. Hier kann man sich einen gesamten Tag vergnügen. Besonders viel Adrenalin setzt dabei die Zipline über der frei. Sie führt in drei Etappen über eine Gesamtlänge von acht Kilometern über Schafweiden und die Kleinstadt Blaenau Ffestiniog zurück ins Tal. Wer auf der Suche nach noch mehr Geschwindigkeit ist, findet sie auf der Anlage von Velocity. Über einen gefluteten Steinbruch geht es liegend, ebenfalls an einer Seilrutsche mit bis zu 125 Stundenkilometer dem Tal entgegen. Bei diesem Tempo ist der Spaß allerdings auch schnell wieder vorbei.

 

Alle Angebot in Nordwales gibt es unter: www.zipworld.co.uk.

Schnorcheln zwischen zwei Kontinenten

Mitten im isländischen Nationalpark Thingvellir, rund eine Autostunde von Reykjavik entfernt, driften die europäische und die nordamerikanische Kontinentalplatten auseinander. Entstanden ist über Jahrtausende der Silfra Crack. Genährt wird er von dem klaren Wasser des Gletschers Langjökull. Die Sichtweite kann bis zu 100 Meter betragen, weswegen die Spalte bei Tauchern sehr beliebt ist. Wer keinen entsprechenden Schein hat, kann auch hindurch schnorcheln. Bei einer maximalen Wassertemperatur von vier Grad geht das allerdings nur im Trockeneisanzug. Kaum ist der Kopf im Wasser, zeigt sich die Unterwasserwelt: Fische verirren sich nur selten in den steil abfallenden Spalt, dafür sorgen diverse Algen für eine bunte Landschaft – tief Grün bis rostig Rot überziehen die Unterwasserpflanzen die Steine, das Wasser schimmert hellblau im Hintergrund. Bis auf den eigenen Atem ist nichts zu hören. Rechts liegt Amerika und links Europa, nur wenige Kraulschläge voneinander entfernt.

 

Tauchgang oder Schnorcheltour sind zum Beispiel buchbar über Arctic Adventures, allgemeine Informationen zu der Spalte gibt es unter www.silfra.org.

 

Bridgewalking in Dänemark

Hoch hinaus geht es bei dieser einzigartigen Attraktion in Dänemark: Bridgewalking nennt sich der Nervenkitzel in schwindelerregenden Höhen, der Abenteuerlustige von Fünen nach Jütland führt. So weht einem in 60 Metern über dem Wasser teilweise gehörige Böen entgegen, es quietscht hier und da und die Brücke wackelt beim Vorbeifahren der Bahnen oder Autos. Spätestens, wenn der Tourguide „Point of no Return“ ruft, muss der gesamte Weg über die Stahlträger beschritten werden. Die Belohnung: Ein so in Europa einzigartiger Ausblick, die nächste Bridgewalking-Attraktion ist die Harbour Bridge in Sydney.

 

Alle weiteren Informationen und Tickets gibt es unter: www.bridgewalking.de.

 

Eistauchen am Plansee

Es verlangt definitiv eine ordentliche Portion Mut und Taucherfahrung, um in die Welt unter der bis zu 45 Zentimeter dicken Eisschicht des Tiroler Plansees einzutauchen. Jenseits der Oberfläche, sie selbst erst auf 1000 Metern über Normalnull beginnt, wartet eine bis zu 77 Meter tiefe Welt, die sich über drei Quadratkilometer erstreckt. Das Besondere: Im Winter beträgt die Sichtweite bis zu 25 Meter. Nicht zu übersehen sind also Schiffswracks, verlorengegangene Schlitten und die atemraubende Natur. Nach dem eiskalten Abenteuer bietet eine Sauna das perfekte Kontrastprogramm an der „Tauchbasis Planseecamp“. Und wer früh genug bucht, hat die Möglichkeit das Camp-Baumhaus mit Blick über den See zu mieten.

 

Diverse Pakete und weitere Informationen gibt es unter: www.planseecamp.de

Rafting auf dem Vorderrhein in der Schweiz

Wer nicht davor scheut ordentlich nass zu werden und den eigenen Adrenalin-Spiegel zu heben, der ist auf dem Rafting-Boot genau richtig. Die Strecke zwischen Illanz und Reichenau in der Schweiz zählt zu den landschaftlich schönsten Strecken in Europa. Sie führt mitten durch die Rheinschlucht, auch als Swiss Grand Canyon bekannt. Steil aufragende Klippen, weitläufige Kiesbänke und grünes Hinterland machen die Strecke aus. Es ist die erste Passage nach der Quelle des Rheins und das Boot ist die einzige Möglichkeit diese zu erkunden, denn eine Straße gibt es hier nicht. Aufregende Stromschnellen wechseln sich auf dem Vorderrhein mit ruhigen Flussabschnitten ab, die genügend Zeit bieten die umliegende Natur auf sich wirken zu lassen.

Mögliche Touranbieter wären www.kanuschule.ch und www.swissriveradventures.ch.

 

Durch die Höhlen von Budapest

Ungarns Hauptstadt ist gleichzeitig die größte Kurstadt Europas. Durch die über 120 heißen Quellen strömen täglich über 30.000 Kubikmeter mineralstoffreiches Wasser an die Oberflächen der unzähligen Thermalbäder. Doch das heiße Wasser hat noch ein ganz anderes Phänomen hervorgebracht: Unter der Millionenstadt hat es ein riesiges Höhlensystem in den Kalkstein gegossen. Die längste Höhle erstreckt sich dabei über 20 Kilometer im Untergrund von Budapests Wohnbezirk. Auf mehreren Ebenen können Teilnehmer der geführten Höhlentour zwei bis drei Stunden lang in kleinen Gruppen durch das Labyrinth klettern, krabbeln, robben und an ganz heiklen Stellen auch kriechen. Overall, Helm und Licht werden gestellt. Dennoch ist dieser Ausflug nichts für schwache Nerven, abgeraten sei allen mit bereits latenter Platzangst.

 

Wer sich traut, findet auf diesen Seiten Infomaterial, Termine und Preise: http://welovebudapest.com

 

Der spanische Höhenrausch

Der Steg entlang der senkrecht abfallenden Steinwände ist dünn, der Blick schwindelerregend.  Der Caminito del Rey war nach tödlichen Unglücken 14 Jahre lang geschlossen und galt zu Recht als einer der gefährlichsten Wanderpfade weltweit. Arbeiter eines nahegelegenen Wasserkraftwerkes mussten bereits seit 1905 den angsteinflößenden Weg beschreiten, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Nachdem neues Holz und Metall in 100 Metern Höhe an den Wänden befestigt wurde, hat man sich 2015 entschieden den Weg wiederzueröffnen. Vier bis fünf Stunden dauert die gesamte Tour über die Schluchten des Flusses Guadalhorce in der spanischen Provinz Málaga.

 

Mehr Informationen und Eintrittskarten gibt es unter www.caminitodelrey.info. Das Ticket ist immer mit einer Haftpflichtversicherung gekoppelt (mit Einschränkungen). Nicht unwichtig: Vor dem Aufbruch unbedingt den Wetterbericht prüfen.

Wintertaugliche Unterkunft selbst bauen

Einmal in der winterlichen Umgebung der Alpen übernachten, wie ein Eskimo, diesen Traum hegen viele Schneefans. Und die dürfen sich nun freuen, denn immer mehr Gemeinden bieten Iglu-Hotels und – Dörfer an. Vom Allgäu bis nach Andorra sind in den letzten Jahren sieben solcher saisonalen Unterkünfte entstanden (http://www.iglu-dorf.com/de/standorte/uebersicht). Wem die einfache Übernachtung in einem Iglu nicht reicht, der kann sich sein Schneehaus selbst erarbeiten. Diese Kurse werden beispielsweise im Raum Oberstdorf in den Allgäuer Alpen angeboten. Hier wandern die Teilnehmer mit Schneeschuhen in ein abgelegenes Gebiet, indem sie dann ihr Iglu errichten und nächtigen. Zwei Optionen bieten sich bei Hittisau im Bregenzerwald: Iglu-Bau mit einer Übernachtung oder nur die Übernachtung in einem bereits bestehenden Schneehaus mit Abendessen. Ein ähnliches Angebot gibt es je nach Schneelage in verschiedenen Orten der Deutschschweiz.

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