Trinkwasser

Naja, dass Trinkwasser unverzichtbar ist, merkt man gleich am ersten Tag nach wenigen Stunden in der Knallsonne. Wir haben einfach das Wasser aus den Wassertanks zehn Minuten abgekocht - auf unserem Solarkocher, den wir extra mitgebracht hatten.

Satellitentelefon

Das haben wir zum ersten Mal dringend gebraucht, als ein Zyklon über unsere Insel gefegt ist. Auch in anderen Situationen überlebenswichtig. Als wir zum Beispiel 40 Fischer zu Besuch hatten, die illegal ein Camp aufschlagen wollten, war das Satellitentelefon unsere letzte Rettung. Wir riefen den Honorarkonsul an, der wiederum die Navy verständigte - und wenige Tage später standen Soldaten mit Uzis an unserem Strand.

Solarpanels

Ganz wichtig für uns, um den Akku des Satellitentelefons aufzuladen. Aber auch für Kamera-Akkus oder den Laptop, an dem wir monatlich eine Kolumne für mehrere Tageszeitungen geschrieben hatten.

Campingkocher

Immer gut, wenn man nicht weiß, was man auf der Insel vorfindet. Und man will ja auch bei Regen etwas Warmes essen können und nicht ausschließlich auf Feuer angewiesen sein.

Angelhaken

Gleich an einem der ersten Tage war ich sehr froh darüber, jede Menge Angelhaken in unterschiedlichen Größen mit auf die Insel genommen zu haben. Damit lässt es sich doch deutlich einfacher fischen als mit einem Speer. Ich hab's gemacht wie die Einheimischen. Angelleine um eine leere Plastikflasche gewickelt, den Haken etwas beschwert mit einem Korallenstückchen - und dann ausgeworfen. Lecker Snapper schwimmen da herum!

Taucherbrille

Warum die vonnöten ist, dürfte klar sein. Auf der einsamen Insel gibt es ein Paralleluniversum, das unverstellbar schön ist: die Unterwasserwelt. Und gehen Sie mal Schnorcheln ohne Taucherbrille

Sonnenschutz

Spätestens beim Fischen in der Mittagszeit stellt man doch recht schnell fest, wie bedeutend es ist, Sonnenschutz dabei zu haben. Damit ist nicht nur Creme gemeint, sondern am besten auch UV-Kleidung oder ein zusätzliches Shirt, das ich mir gerne um den Nacken gelegt habe.

Medizin

Wer ohne genügend Medizin einen abgeschiedenen Platz wie eine einsame Insel bezieht, der ist selber schuld - und echt dumm. Wir hatten einiges an Antibiotika dabei, das auch nach wenigen Monaten zum Einsatz kam. Ich hatte eine ekelhafte Eiterinfektion, der ich nur mit ausreichend Tabletten beikommen konnte. Fast hätten wir die Insel verlassen müssen; ohne Medizin auf jeden Fall. So hatten wir noch einmal Glück.

Taschenlampe

Bei Vollmond unnötig, aber ansonsten doch sehr wichtig. Vom Lagerfeuerplatz zurück zur Hütte zu laufen, das kann schmerzhaft sein ohne Licht. Muscheln, scharfe Steine, Korallen. Und Wunden verheilen in den Tropen sehr schlecht, dann doch besser mit einer einfachen Taschenlampe vorsorgen.

Duct Tape

Das Duct Tape wurde für uns echt zu einem Allzweckmittel. Dinge befestigen, wie zum Beispiel eine Machete an einem langen Ast - als verlängertes Erntemesser für Papayas und Bananen. Aber genauso als Pflasterersatz für Wunden an Beinen und Armen bei der Arbeit auf unseren Dschungelpfaden.

Eine Insel nur für uns

Zwölf Monate lebten Nina und Adrian Hoffmann auf einer einsamen Insel im Königreich von Tonga. Ihre abenteuerlichen Erlebnisse hat das Ehepaar in dem Buch "Eine Insel nur für uns" aufgeschrieben.

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