Kleinod: der Süder Leuchtturm auf Hiddensee

Ein Tipp von Karola Kostede, GEO.de-Autorin

Mein Lieblingsort zum Entspannen: Hiddensee

Die Insel westlich vor Rügen ist etwa 16,8 Kilometer lang. Sie liegt mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Autos sind auf Hiddensee nicht erlaubt. Nur der Arzt und der Postbote haben eins, der Rest geht zu Fuß, fährt Rad oder nimmt die Pferdekutsche.

Wer erholt sich hier besonders gut?

Wer reif für die Insel ist, fährt hierher. Naturfreaks, Sonnenanbeter und Leute, die einfach mal ihre Ruhe haben wollen. Allein die Anreise über Rügen und dann weiter mit der Fähre von Schaprode nach Vitte ist schon eine halbe Weltreise, doch der Weg lohnt sich.

Das gibt's es nur hier:

Die Seebühne, das Gerhart Hauptmann Haus, das Asta-Nielsen-Haus… Hiddensee steckt voller Attraktionen. Langweilig wird es eigentlich nie. Doch am Schönsten ist für mich eine Zeesbootfahrt mit Eckehard Friese auf der "Sophia Theresa". Unterm roten Segel liegen und später bei Pellkartoffeln mit Kräuterquark einen Plausch halten – perfekt zum Runterkommen. Abends den Sonnenuntergang am Süder Leuchtturm, der etwa 2,5 km von Neuendorf entfernt liegt, genießen. Nur hier versinkt die Sonne so schön orangerot im Meer.

Nicht verpassen:

Die Seebühne Hiddensee ist ein Muss. In der Hauptsaison immer eine Karte reservieren, denn dieses maritime Puppentheater ist jeden Abend ausverkauft. Gegeben wird neben „Froschkönig in der Karibik" auch „Faust" von Johann Wolfgang von Goethe. Wer meint, Puppentheater sei nichts für Erwachsene, kennt einfach die Seebühne Hiddensee nicht. Karl Huck ist Kartenabreißer, Puppenspieler, Intendant und Regisseur in einem. Charmant und urig zugleich. Wer da nicht hingeht, ist selber Schuld!

Entspannungsgrad:

Eine glatte Eins, denn nirgends sonst ist es so ruhig und still.

GEO Reise-Newsletter