Asurini do Tocantins-Mann, Pará, Brasilien

Im heutigen Brasilien leben rund 900.000 Indigene in circa 240 verschiedenen indigenen Völkern. Sie machen 0,4 Prozent der brasilianischen Bevölkerung aus. In den 514 Jahren seit erstmals Europäer in Brasilien landeten, haben indigene Völker Völkermord und den Raub ihres Landes erlebt. Heute, wo Brasilien seine aggressiven Pläne zur Erschließung und Industrialisierung des Amazonasgebietes vorantreibt, sind auch die abgelegensten Regionen bedroht

Tarahumara-Kind, Chihuahua, Mexiko

Ein Tarahumara-Indigener in der Kleidung eines Matachines Tänzers im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Das Bild entstand während der San-Guadalupe-Pilgerfahrt im Dorf Nararachi

Igorot-Frauen, Baguio City, Philippinen

In der Bergkette Cordillera Central auf den Philippinen ist das Erzählen von Geschichten alltäglich. Es bietet eine Gelegenheit zum Teilen und Staunen und es stärkt die einzigartige Lebensweise indigener Völker

Adi-Mann, Arunachal Pradesh, Indien

Ein älterer Adi-Mann überquert vorsichtig eine Bambus-Brücke

Tibeterin, Serxu, Kham-Region, Tibet

Zu Beginn des Herbstes, mitten auf einem abgelegenen Hochplateau in Tibet, bereitet eine Tibeterin das Heu für einen langen Winter vor

Surma-Kinder, Omo-Tal, Äthiopien

Das Untere Omo-Tal im Südwesten Äthiopiens ist die Heimat von unterschiedlichen indigenen Völkern, darunter die Surma, die zusammen rund 200.000 Angehörige zählen. Viele dieser Gemeinden werden von Äthiopiens Regierung mit Gewalt von ihrem Land vertrieben, um Platz für Agrotreibstoff-Plantagen sowie Zuckerrohr- und Baumwoll-Plantagen zu schaffen. Am Omo-Fluss entsteht derzeit auch der riesige Staudamm Gibe III. Wenn er vollendet ist, wird er das Gleichgewicht der Umwelt und die Lebensweise der Völker zerstören, die eng mit dem Fluss und seinen jährlichen Überflutungen verbunden ist

Santal-Mann, Shilabati-Fluss, Westbengalen, Indien

In Indien werden indigene Völker aufgrund ihrer anderen Lebensweise von Medien, Wirtschafts- und Regierungsvertretern noch immer offen als "rückständig" und "primitiv" bezeichnet. Viele Misshandlungen wie Völkermord, Gewalt und Landraub, denen indigene Völker ausgesetzt werden, gründen sich in diesen Vorurteilen

Mentawai-Männer, Siberut, Mentawai-Inseln, Indonesien

In den Wäldern der Insel Siberut, Indonesien, macht eine Gruppe von Mentawai mit Bogen und Giftpfeilen Jagd auf Affen

Kondh-Frau, Kucheipadar, Odisha, Indien

Die Kondh sind die größte indigene Gruppe im indischen Bundesstaat Odisha. Sie sind bekannt für ihr kulturelles Erbe und ihr Werte, die den Respekt für ihre Umwelt widerspiegeln. Die Niyamgiri-Berge in Odisha sind die Heimat der Dongria Kondh. Seit Jahren leben die rund 8.000 Dongria Kondh mit der Angst, dass der Rohstoffkonzern Vedanta Resources ein Bauxit- Vorkommen im Wert von 2 Milliarden US-Dollar unter ihrem heiligen Berg heben wird. Obwohl die Dongria die Pläne für eine Mine 2013 entschieden ablehnten, versucht Vedanta noch immer eine Aluminium-Raffinerie am Fuße ihrer Berge zu vergrößern

Hamar, Omo-Tal, Äthiopien

Im Omo-Tal in Äthiopien nehmen Männer vom Volk der Hamar an einer Zeremonie teil, bei der sie über die Rücken von Rindern springen müssen

Innu-Zelt, Lake Natuashish, Newfoundland und Labrador, Kanada

Die Mushuau-Innu waren 1967 eines der letzten indigenen Völker des Landes, das von der kanadischen Regierung gezwungen wurde sich in Dörfern anzusiedeln. Viele Familien ziehen noch heute für mehrere Monate durch Nutshimit, ihr Land, um Rentiere zu jagen, zu fischen und Beeren zu sammeln. Die Zelte bieten ihnen ein Zuhause

Willoq-Gemeinde, Cusco, Peru

In den peruanischen Anden werden traditionelle Quechua-Textilien an einem tragbaren Webstuhl aus der Wolle von Alpakas und Schafen hergestellt. Die Webkunst in den Anden ist eine vielfältige Tradition und Muster werden von einer Generation von Webern an die nächste weitergereicht. Die Designs greifen Motive aus der Landwirtschaft, der regionalen Tier- und Pflanzenwelt, astronomische Phänomene, menschliche Formen, Wasser und geometrische Muster auf

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