Simien Mountains Afrikas spektakuläre Bergwelt

Was macht die Simien Mountains so besonders? Und wann sollten Sie die Berglandschaft in Äthiopien am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Simien Mountains, Äthiopien

Artenreich und mit vielen Viertausendern: So präsentieren sich die Simien Mountains im Norden Äthiopiens

Wo liegen die Simien Mountains?

Die eindrucksvolle Berglandschaft liegt im Norden Äthiopiens. Der gleichnamige Nationalpark erstreckt sich über knapp 200 Quadratkilometer. Die meisten Touren durch das Gebiet starten ab der alten Kaiserstadt Gondar oder dem Ort Debark, wo auch das Nationalparkbüro sitzt.

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Was macht die Berglandschaft in Äthiopien so besonders?

Mehr als ein Dutzend Viertausender auf einer Fläche von knapp 200 Quadratkilometern - was man in den Alpen vermuten würde, liegt in diesem Fall im östlichen Afrika. Äthiopiens gewaltige Bergwelt wartet mit dramatischen Felsvorsprüngen und Klippen, Wasserfällen, weiten Ebenen, Vulkankegeln und Bergplateaus auf. Moosbehangene Wälder und Getreidefelder dominieren die Talebenen. Der Simien-Nationalpark, zu deutsch auch Sämen-Nationalpark, beheimatet mit dem 4533 Meter hohen Ras Daschän auch den höchsten Berg Äthiopiens. 

Doch es ist die Mischung aus spektakulärer Szenerie und der reichhaltigen Flora und Fauna, die das Gebiet im Norden das afrikanischen Landes so sehens- und schützenswert macht. Viele endemische Arten wie der Erzrabe, der Äthiopische Steinbock und Wolf sowie der Blutbrustpavian sind hier beheimatet. Zu ihrem Schutz wurden die Sämen-Berge 1969 zum Nationalpark und 1978 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Damit sollte vor allem dem vorhersehbaren Siedlungsdruck in der Region vorgebeugt werden. Und tatsächlich haben sich einige der Artenbestände seitdem erholt. Vor allem in den Höhenlagen ist es in den Sämen-Bergen überraschend grün. Hier herrscht subalpines Grasland vor, in dem Riesen-Lobelie, Baumheide, Fackellilie, Abessinische Rose, die Afrikanische Strohblume, Alpen-Frauenmantel sowie Unterarten der Brennnessel und der Flechte Usnea vorkommen. 

Wer diese afrikanische Bergwelt erleben möchte, kann dies ab Gondar in Form eines geführten Tagesausfluges tun. Die meisten entscheiden sich für eine mehrtägige angeleitete Wanderung. Diese sind auch für nicht erfahrene Wanderer machbar. Ambitionierte versuchen sich an dem Gipfel des Ras Daschän.

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Wann ist die beste Reisezeit für Simien Mountains?

Der Norden Äthiopiens hat zwei Regenzeiten: von Februar bis März und von Juli bis September. Dann fällt der Hauptanteil der jährlichen Niederschlagsmenge und insbesondere Wanderungen sind dann nur selten möglich. Die Tageshöchsttemperatur liegt in der Region bei 18 Grad, nachts können die Temperaturen ganzjährig unter 0 fallen, auf dem Gipfel des Ras Daschän ist auch Schnee möglich.

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