Þingvellir-Nationalpark Das Naturwunder im Herzen Islands

Was macht den Þingvellir-Nationalpark so besonders? Und wann sollten Sie das UNESCO-Welterbe am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Þingvellir-Nationalpark, Island

Atemberaubende Natur und viel Geschichte: der Þingvellir-Nationalpark im Herzen Islands

Wo liegt der Þingvellir-Nationalpark?

Der bekannteste Nationalpark Islands liegt in einer Grabenbruchzone im Südwesten der Insel, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Reykjavík entfernt. Mit dem Auto ist Þingvellir von der isländischen Hauptstadt in gut einer Dreiviertelstunde zu erreichen.

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Was macht den Þingvellir-Nationalpark so besonders?

Geysire, Vulkane, Wasserfälle: Auf Island folgt ein Naturwunder auf das Nächste. Die Natur des Landes ist geprägt von einem Nebeneinander von Feuer und Eis, von vulkanischer Aktivität und gletscherbedeckten Bergen. Besonders spektakulär wird es im Þingvellir-Nationalpark, kein anderer Ort verkörpert besser die Naturgewalten und die Geschichte Islands.

Der Þingvellir-Nationalpark, auch Thingvellir genannt - was so viel bedeutet wie "Ebene der Volksversammlung" - ist der meistbesuchte Nationalpark des Landes und steht seit 2004 auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Für die Bewohner Islands ist Þingvellir mehr als "nur" ein Nationalpark - es ist eine nahezu heilige Stätte. Beladen mit Geschichte und Geschichten, nimmt der berühmteste Ort des Landes im kollektiven Bewusstsein der Isländer eine Sonderstellung ein. Nach der Besiedlung der Insel tagte hier im Jahr 930 das erste Parlament - der Þing, die gesetzgebende Vollversammlung der Isländer. Dessen Gründung ist gleichzusetzen mit der Gründung der Nation Island selbst. Noch heute kann man einen Blick auf die historische Versammlungsstätte werfen.

Auch geologisch ist das Gebiet des Þingvellir-Nationalparks, das vor Millionen von Jahren entstand, von großer Bedeutung: Genau hier wird die Erde im Zeitlupentempo auseinandergerissen, die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte driften auseinander. Jedes Jahr verbreitert sich die so entstandene Grabenbruchzone um etwa drei Zentimeter, gleichzeitig sinkt die Ebene stetig ab.

Überall im Park sind tiefe Spalten und Furchen sichtbar. Die berühmteste unter ihnen, die Almannagjá erlangte sogar weltweite Berühmtheit. Als "Bloody Gate" ist sie in der erfolgreichen Serie "Game of Thrones" der schwer bewachte Zugang ins Grüne Tal von Arryn.

Nicht auf den ersten Blick zu sehen, da unter der Wasseroberfläche eines schmalen Flusses versteckt, ist die Silfra-Spalte - einer der schönsten Tauchspots der Welt. Mitten im Nationalpark gelegen, ermöglicht die mit dem glasklaren Gletscherwasser des Langjökull gefüllte Verwerfung, ein einzigartiges Taucherlebnis. Wer hier taucht oder schnorchelt, kann mit Sichtweiten von bis zu hundert Metern zwischen den Kontinentalplatten im Wasser schweben. Touren werden im Sommer wie im Winter von unterschiedlichen Anbietern durchgeführt.

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Wann ist die beste Reisezeit für Island?

Island ist das ganze Jahr über ein großartiges Reiseziel. Hauptsaison ist während der Sommermonate, dann ist es jedoch auf der kleinen Insel schnell sehr voll. Wer die raue und ruhige Seite Islands kennenlernen möchte, sollte in der Nebensaison kommen. Auch, wer in Genuss der Nordlichter kommen möchte, sollte im Winter oder Frühling anreisen - die besten Chancen winken zwischen Monate Oktober und März.

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