Marvão Eine beeindruckende Festungsstadt im portugiesischen Hinterland

Was macht Marvão so besonders? Und wann sollten Sie die Kleinstadt samt Burg am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Marvão

Marvão ist bereits aus der Ferne erkennbar, denn die hellen Steinhäuser liegen malerisch auf einem Bergrücken der Serra de São Mamede

Wo liegt Marvão?

Die portugiesische Kleinstadt liegt an der Grenze zu Spanien im Mittelgebirge Serra de São Mamede. Lissabon ist nach drei Autostunden erreicht und die spanische Studentenstadt Badajoz nach rund 1 1/2.

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Was macht den Welterbe-Anwärter so besonders?

Marvão zählt gerade einmal knapp 4000 Einwohner und ist dennoch eine wahre Größe in der portugiesischen Geschichte. Die Römer nutzten das Gebiet intensiv für ihre Landwirtschaft, danach kämpften Mauren, Portugiesen, Spanier und Franzosen um den Landstrich rund um Marvão. Von der bewegten Vergangenheit erzählen noch heute die Festungsmauern, die sich um die Kleinstadt ziehen wie ein schützender Wall. Marvão ist bereits aus der Ferne erkennbar, denn die hellen Steinhäuser liegen malerisch auf einem Bergrücken der Serra de São Mamede in knapp 900 Metern Höhe. Diese exponierte Lage brachte der Siedlung auch den Beinamen "Adlerhorst" ein.

Neben den Festungsmauern zählt auch die pompöse Burganlage zu den Baudenkmälern der Kleinstadt. Das historische Zentrum steht in Gänze unter Denkmalschutz. Entsprechend bemüht sich Marvão um die Anerkennung zum UNESCO-Welterbe. Wer einen ganzen Tag Zeit hat, sollte die umliegende Landschaft auf einem der Wanderwege erkunden. Denn die Kleinstadt ist Teil des portugiesischen Mittelgebirges Serra de São Mamede​ sowie des gleichnamigen Naturparks, der sich auf einer Fläche von 31.750 Hektar entlang der spanischen Grenze erstreckt. Ebenfalls in der direkten Umgebung befinden sich Hünengräber, die teilweise auf 4000 Jahre vor Christus datiert werden. Die sogenannten Antas wurden in der Jungsteinzeit genutzt.

Wann ist die beste Reisezeit für Marvão?

Da im Hinterland gelegen und nicht an der Küste, ist es in der Kleinstadt auch zu Ferienzeiten ruhig. Umgeben vom Mittelgebirge sind die Temperaturen im Sommer erträglich. Wer etwas Kultur miterleben möchte, kommt beispielsweise Anfang September. Dann findet eine Feier zu Ehren der Romaria de Nossa Senhora de Estrela, statt mit Prozessionen, Feuerwerk und Volkstanz. In November folgt die Kastanienfeier, die Feiras da Castanha.

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