Polen Hirschberger Tal: Wo sich Schlösser in kunstvollen Gärten verlieren

Was macht das Hirschberger Tal so besonders? Und wann sollten Sie das von Schlössern durchzogene Tal in Niederschlesien am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
 Karpniki Palace, Hirschberger Tal, Polen

Das neugotische Wasserschloss Fischbach ist eins von 30 herrschaftlichen Anwesen, die im Hirschberger Tal dich an dicht liegen. Heutzutage beherbergt es ein gehobenes Hotel

Wo liegt das Hirschberger Tal?

Das Hirschberger Tal, auf polnisch bekannt als Kotlina Jeleniogórska, beschreibt einen großen Talkessel am Fuße des Riesengebirges. Mit einer Fläche von über 270 Quadratkilometer ist das Hirschberger Tal neben dem Glatzer Kessel die größte intramontane Beckenebene der Sudeten. Die Hauptstadt der Region ist das von bunten Altbaufassaden geprägte Jelenia Góra.

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Was macht das Hirschberger Tal so besonders?

Das liebliche Tal mit seinen sanftgeschwungenen Hügel und dichten Wäldern wurde im 18. Jahrhundert von den sogenannten Schlesischen Schleier­herren, zu Reichtum gekommene Leinen-­Fabrikanten, wachgeküsst. Sie begannen Ende des 18. Jahrhunderts hier ihre herrschaftlichen Anwesen zu errichten. Nach der Jahrhundertwende folgten romantische Künstler und Reisende. Letztere entdeckten vor allem den Kurort Cieplice Śląskie-Zdój (Bad Warmbrunn) mit seinen Heilquellen für sich. Endgültig bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde das Hirschberger Tal, als 1832 der preußische König Friedrich Wilhelm III. das Schloss Erdmannsdorf zu seiner Sommerresi­denz erkor. Bedeutende Architekten planten die Häuser und die Landschaftsgärten, nach englischem Vorbild. Sie waren teilweise so weitläufig, dass die Grenzen der Grundstücke fließend zu sein schienen und das Tal eher als Gesamtkunstwerk zu betrachten war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Tourismus rasant, bis der Krieg ihm ein Ende setzte. Die rund 30 Schlösser und Gärten verfielen. Nun werden sie ein weiteres Mal wachgeküsst - von jungen Hoteliers und Familien. Einige der herrschaftlichen Häuser sind bereits vollkommen restauriert und dienen nun als Hotels, Restaurants oder Privathäuser, andere stehen noch zerfallen inmitten von Efeuranken. Die An­wesen lassen sich per Rad und teils zu Fuß erkunden. Gute Ausgangspunkte für eine Taltour sind die Nachbarschlösser Lomnitz und Schildau.

Wann ist die beste Reisezeit für das Hirschberger Tal?

Wer nicht nur aufgrund der Natur kommt, sondern auch wegen der Schlösser, der sollte den Winter meiden und in den Monaten zwischen Mai und Oktober reisen. Dann lassen die Temperaturen ausgedehnte Wanderungen und Radtouren zu. Im Herbst kreiert die Kombination aus morgendlichem Tau und bunter Wälder eine ganz besondere Stimmung.

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