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Großwildjagd Trophäen aus der Konserve


Großwildjagd hinter Gattern: Farmer in Südafrika züchten Löwen, Büffel oder Krokodile, nur um sie zum Abschuss freizugeben
Großwildjagd: Seltenheitswert: Weiße Löwen, auf Privatfarmen eigens gezüchtet, sind bei Jagdtouristen in Südafrika besonders begehrt
Seltenheitswert: Weiße Löwen, auf Privatfarmen eigens gezüchtet, sind bei Jagdtouristen in Südafrika besonders begehrt
© Martin Florek / iStock

Am Schicksal des Löwen Cecil hat die ganze Welt Anteil genommen. Dabei hat die Ökonomie der Trophäenjagd längst noch extremere Blüten getrieben: rare Exoten, gezüchtet nur als Opfer. Weiße Löwen mit blauen Augen. Gnus mit goldfarbenem Fell. Jagdtouristen zahlen in Südafrika Höchstpreise für Züchtungen, die in freier Wildbahn seltene Ausnahme sind: Zehntausende Dollar pro Abschuss.

Drei Viertel der großen Wildtiere in Südafrika gehören Farmen

Auch "normale" Löwen oder Antilopen, in Gefangenschaft gezüchtet, werden in umzäunten Arealen ausgesetzt und erlegt. Südafrika ist eines der wenigen afrikanischen Länder, die den Privatbesitz von Wild erlauben. Drei Viertel der großen Wildtiere im Land gehören Farmen. Dort leben allein 6000 Löwen – dreimal so viele wie in Freiheit.

Das Argument, die Zuchten dienten dem Artenschutz, lassen Kritiker nicht gelten: weil die Jagd hinter Gattern einen Markt für Trophäen befeuert, auf dem auch wilde Tiere wertvoll bleiben. Australien hat jetzt die Einfuhr von Löwentrophäen gleich welcher Herkunft verboten. In den USA ist ein Verbot in Planung.

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