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Frauenpower gegen Wilderei Die "Schwarzen Mambas" und ihr Kampf gegen Nashorn-Wilderer


Im Balule-Reservat schützen mehrheitlich weibliche Ranger die Tiere vor Wilderern. "Black Mamba Anti-Poaching Unit" nennt sich die sehr erfolgreiche Wildhüter-Truppe
Frauenpower gegen Wilderei: Bodyguards für Nashörner: Frauen der Black Mambas
Bodyguards für Nashörner: Frauen der Black Mambas
© James Suter

Sie patrouillieren Tag und Nacht, eine Schutztruppe im Schichtdienst, zu Fuß und unbewaffnet, die gebrauchten Tarnanzüge aus Europa importiert. Sie verteidigen ein Gebiet von 400 Quadratkilometern, das Balule-Reservat, das zu einem Netz privater Schutzgebiete um den Kruger-Nationalpark gehört. Die Ranger der Black Mamba Anti-Poaching Unit: vor allem Frauen. Vor zwei Jahren hat das Balule-Reservat begonnen, arbeitslose Frauen aus dem Umland des Parks für den Kampf gegen Wilderer auszubilden. Inzwischen gehören 26 Mitglieder zum Team, die zusammen mit einer bewaffneten Wachmannschaft und Kundschaftern den Tierbestand des Gebiets schützen.

UNO-Award für die Schwarzen Mambas

Die Schwarzen Mambas stammen aus denselben Townships und Dörfern wie die Wilderer, die sie bekämpfen. Sie wollen, sagen sie, ihren Kindern später noch Nashörner und Elefanten zeigen. Seit sie im Einsatz sind, ist allein die Nashorn-Wilderei im Reservat um zwei Drittel zurückgegangen. Das Umweltprogramm der UNO hat den Mambas 2015 seine höchste Auszeichnung verliehen: den Champions of the Earth Award.

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