Faszinierende Nager Bunte Königsriesenhörnchen begeistern das Netz

Vom Kaiserpinguin bis zum Königstiger - im Reich der Tiere herrschen zahlreiche Würdenträger. Einer davon: das indische Königsriesenhörnchen, das gerade die Netzgemeinde wegen eines aufsehenerregenden Tweets begeistert
Königsriesenhörnchen

Das Herrschaftsgebiet des Königsriesenhörnchens: Baumkronen in elf Metern Höhe

Als der norwegische Politiker Erik Solheim, der von 2016 bis 2018 als Exekutivdirektor das UN-Umweltprogramm leitete, durch die Wälder im Süden Indiens spazierte, staunte er nicht schlecht, als er plötzlich riesige Hörnchen in schilldernden Farben durch die Äste springen sah. Er machte sofort einige Fotos und lud diese als Tweet in seinem Twitter-Kanal hoch.

Die indischen Königsriesenhörnchen begeisterten nicht nur ihn. Schnell eroberte der Tweet des Norwegers mit den Fotos der niedlichen Nager die Herzen der Netzgemeinde:

Die Farben mögen bei der Bildbearbeitung etwas hervorgehoben worden sein. Aber die farbenprächtigen Baumbewohner, in deren Fell sich schwarze, braune und cremefarbene Bereiche mit purpur- und pflaumenfarbenen Stellen abwechseln, gibt es tatsächlich!

Das Königsriesenhörnchen, wissenschaftlich Ratufa indica, ist eine von vier Riesenhörnchen-Arten und ist in den tropischen Wäldern Zentral- und Südindiens beheimatet. Und mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm und einer Körperlänge von bis zu 90 Zentimetern (inklusive Schwanz) sind die Königsriesenhörnchen im Vergleich zu unseren heimischen Eichhörnchen, die es nur auf etwa 330 Gramm bringen, tatsächlich ziemliche Riesen.

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Weshalb sich die so leuchtende und auffällige Fellfärbung der Nager evolutionär durchgesetzt hat, darüber ist sich die Forschung noch nicht einig. Schließlich sind die Tropenwälder Indiens auch die Heimat von Leoparden und anderen Fressfeinden, die zu einem Königsriesenhörnchen als Hauptspeise nicht Nein sagen.

Dennoch könnte das bunte Fellmuster, das für sich allein auf einem einzelnen Foto sehr auffallend und begeisternd wirkt, der Tarnung in den Baumkronen dienen. Das Mosaik aus schattigen und sonnenbeschienenen Stellen am Boden, das tagsüber durch die einfallenden Sonnenstrahlen und den Schattenwurf der Blätter in den Tropenwäldern ein gewohntes Bild gibt, sieht der Fellzeichnung der Riesenhörnchen gar nicht so unähnlich.