Fluchende Vögel Papageien beschimpfen Park-Besucher - und müssen getrennt werden

In einem Wildpark in England beschimpfen fünf Graupapageien die Besucher. Und zwar so peinlich, dass sie nun getrennt werden mussten
Papagei im Lincolnshire Wildlife Park

Einer der fünf Störenfriede: Graupapagei im Lincolnshire Wildlife Park

In einem Wildpark in der englischen Grafschaft Lincolnshire bekamen Besucher derbe Flüche zu hören – von Papageien. Die nicht salonfähigen Beschimpfungen der fünf Vögel waren der Parkleitung so peinlich, dass die Tiere nun getrennt werden mussten.

In den vergangenen 25 Jahren, so erklärt Parkleiter Steve Nichols, habe der Wildpark immer wieder Papageien mit einer etwas anzüglichen Ausdrucksweise aufgenommen. Doch die im August angekommenen fünf afrikanischen Graupapageien sind offenbar besonders. „Weil sie alle zusammen in Quarantäne waren, hatten wir einen Raum voll mit fluchenden Vögeln“, sagt Nichols in einem Medienbericht. Offenbar stachelten sich die Tiere mit ihren Schimpftiraden auch noch gegenseitig auf. Und das Lachen der Park-Mitarbeiter, so Nichols, habe die Tiere nur noch weiter ermuntert.

Besucher waren amüsiert über die Beschimpfungen

Im Freigehege fingen die Vögel, die für ihre verblüffenden Imitationen von Geräuschen und Stimmen bekannt sind, an, Besucher zu beschimpfen. „Die meisten Papageien verstummen, wenn sie draußen sind“, erklärte Nichols, „aber diese sind anders.“ Es habe zwar keine Beschwerden gegeben. Im Gegenteil: Die Besucher seien durchweg belustigt gewesen. „Wenn ein Papagei dir sagt, du sollst dich verpissen, dann sind die Leute amüsiert. Es hat uns ein großes Lächeln beschert in einem Jahr, das wirklich hart war.“

Doch am folgenden Wochenende, so Nichols, sei eine Gruppe Kinder angekündigt gewesen, man habe handeln müssen. Die Papageien sollen nun im Umgang mit Artgenossen andere, arttypische Laute lernen. In dem Wildpark leben rund 200 Papageien unterschiedlicher Spezies, vor allem Graupapageien.