Mysteriöses Massensterben Ranger entdecken Hunderte tote Elefanten in Botswana

Seit Wochen finden Naturschützer in Botswana Elefantenkadaver, Wilderer scheinen jedoch nicht verantwortlich zu sein. Warum die Tiere so plötzlich sterben, stellt die Behörden vor ein großes Rätsel
Ranger entdecken Hunderte tote Elefanten in Botswana

In den vergangenen drei Jahrzenten ist die Zahl der Elefanten in Botswana von 50.000 auf mehr als 130.000 Tiere angestiegen, so hob das Land im vergangenen Jahr sogar das Jagdverbot auf. Das unerklärliche Massensterben stellt die Naturschützer vor Rätsel, dürfen die Tiere doch wie dieser Elefant im Chobe Nationalpark ihre Stoßzähne behalten - was Wilderei quasi ausschließt (Symbolbild)

Anfang Mai gab es die ersten Funde, bis Mitte Juni zählten Naturschützer 162 tote Elefanten. Sie fanden die Tiere hauptsächlich im Nordwesten des Landes, im teilweise sumpfigen und unübersichtlichen Okavango Delta. Mit einem Helikopter überflogen Ranger jetzt den Nationalpark - und zählten in nur drei Stunden weitere 169 Elefantenkadaver.

Botswana erlebt ein mysteriöses Elefantensterben, auf das sich die lokalen Behörden bisher keinen Reim machen können. Wilderei schließen sie aus, alle Tiere durften auch nach dem Tod ihre Stoßzähne behalten. Ausgelegtes Gift scheint ebenfalls nicht der Grund für das Massensterben zu sein, finden die Ranger doch kaum Kadaver anderer Tierarten.

350 tote Tiere innerhalb so kurzer Zeit, die nicht mit einer Dürre zusammenhängen - das sei neu, sagte ein Naturschützer der BBC. Bevor sie sterben, liefen viele der Tiere in Kreisen oder fielen abrupt auf ihr Gesicht, was auf eine mögliche Schädigung ihres Nervensystems hinweise.

Mehr als Indizien sind das allerdings bisher nicht. Gewebeproben der toten Elefanten seien bereits im Labor, mit Ergebnissen rechne man in den kommenden Wochen, so die lokalen Behörden.