Genmutation Pinker Rochen verzaubert Unterwasserfotografen

Weltweit einzigartig ist ein Mantarochen im Great Barrier Reef: Seine Unterseite ist nicht weiß - sondern pinkfarben
Pinker Mantarochen

Für die pinkfarbene Bauchseite des Mantarochens könnte ein Gendefekt verantwortlich sein

Dass Mantarochen Namen tragen, kommt eher selten vor. Doch "Inspector Clouseau" trägt seinen mit einem gewissen Recht. Ist er doch weltweit der einzige Rochen mit einer rosafarbenen Unterseite. (Inspector Clouseau ist der Held diverser Pink Panther-Filme.)

Der über drei Meter lange Rochen war Tauchern zuerst im Jahr 2015 aufgefallen – vor der Lady Elliott-Insel im australischen Great Barrier Reef. Doch gesehen haben ihn in der Zwischenzeit nur wenige. Kristian Laine, der Fotograf der jüngsten Aufnahme, glaubte zunächst an einen technischen Defekt seiner Kamera.

Gendefekt für die Farbe des Rochens verantwortlich?

Wie der männliche Manta zu seiner ungewöhnlichen Farbe kommt, war lange umstritten. Forscher gehen heute davon aus, dass es sich um eine Genmutation handelt, die die Hautfarbe verändert.

Pinker Mantarochen

Rochen bewegen sich im Wasser fort wie Vögel in der Luft

Mantas sind auf der Unterseite normalerweise fast weiß, auf der Oberseite schwarz. Das schützt sie gegen potenzielle Angreifer. Denn von unten gesehen, fällt das Weiß der Bauchseite vor der sonnendurchfluteten Oberfläche nicht auf, von oben dagegen verschwimmt das Schwarz vor dem Hintergrund der dunklen Tiefe.

Während sich Rochen von Plankton und kleinen Fischen ernähren, werden sie selbst nur großen Haien zur Beute. Dass die Überlebenschancen von Clouseau durch seine extravagante Farbe sinken, ist laut Forschern allerdings unwahrscheinlich.