Schneeleoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Weltweit gibt es nur 4.000-6.400

Sie leben vor allem im Hochgebirge Mittelasiens und kommen hier in zwölf Ländern vor, darunter China, Russland, Indien und Kirgistan

Schneeleoparden sind vor allem durch Wilderei bedroht, aber auch durch den Verlust ihres Lebensraumes und ihrer Beutetiere. Jagdfirmen töten zum Beispiel Argali-Wildschafe

Der NABU engagiert sich seit 1999 für das Überleben der Schneeleoparden in Kirgistan und konnte die Wilderei bereits signifikant eindämmen

Die als Einzelgänger geltende Großkatze kommt in Höhen von bis zu 5.800 Metern vor. Ihr Körper hat sich perfekt an das raue Klima angepasst

Die Anti-Wilderer-Einheit des NABU, die „Gruppa Bars“ (deutsch: Gruppe Schneeleopard), spürt Wilderer auf und legt ihnen das Handwerk

Die Wildhüter setzen sich vor Ort auch für den Schutz anderer bedrohter Tierarten ein, wie für die Beutetiere der Schneeleoparden, aber auch für Fische. Sie beschlagnahmen Fallen, lebende Tiere, Netze und Fischerboote

In den Bergdörfern und Jurtensiedlungen informieren die Wildhüter über die Bedrohung des Schneeleoparden. Ein Umweltbildungsteam besucht zu diesem Zweck zudem Schulen und Universitäten

In der Nähe der kirgisischen Ortschaft Ananyevo unterhält der NABU das weltweit größte Gehege für durch Fallen verletzte und beschlagnahmte Schneeleoparden. Auch Greifvögel, Luchse und andere Wildkatzenarten finden hier ein vorübergehendes Zuhause

Gemeinsam mit der Naturschutzorganisation Biosphere Expeditions ermöglicht der NABU Laien, aktiv am Schutz des Schneeleoparden mitzuwirken. Bei einer gemeinsam durchgeführten Forschungsreise erkunden die Teilnehmer die Bergwelt des Tian-Shan-Gebirges und bauen zum Beispiel Fotofallen auf und führen Wildzählungen an Steinböcken, Murmeltieren und Vögeln durch. Für den Sommer 2017 wird nun erstmals ein kostenloser Expeditionsplatz vergeben. Mitmachen kann jeder, der sich für einen aktiven und naturnahen Urlaub interessiert

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