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Quiz Was wissen Sie über Pferde?


In dieser Folge von GEO Campus testen wir Ihr Wissen in Sachen Pferdehaltung. Kennen Sie sich aus mit Kalt- Warm- und Vollblut?

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 8
Was unterscheidet Kalt- von Warm- und Vollblut? (Mehrfachnennungen möglich)

a) Kaltblutpferde sind wechselwarm: Ähnlich wie Echsen brauchen sie die Sonne, um sich rasch bewegen zu können

b) Vollbluthengste sind reinrassige Wildpferde

c) Kaltblüter gelten als gutmütiger und nicht so leicht erregbar

d) Kaltblüter sind schwerer und stärker

Frage 2 von 8
Seit wann müssen Pferdekutschen mit einer Bremse ausgestattet sein?

a) Schon seit der Antike

b) Seit den Siedlertrecks in den USA

c) Seit dem 20. Jahrhundert

Frage 3 von 8
Was ist eine Rollkur?

a) Eine tierquälerische Reitmethode

b) Eine Art Schwangerschaftsgymnastik für Pferde

c) Ein scherzhafter Ausdruck für das Vom-Pferd-Fallen

Frage 4 von 8
Wie und in welchen zeitlichen Abständen sollte man Pferde füttern?

a) Mit lediglich einer einzigen kleinen Mahlzeit am Tag, sonst droht Verstopfung

b) In mehreren kleinen Snacks, über den Tag verteilt

c) Die Tiere brauchen viel Energie; daher sollten sie dreimal am Tag eine große Portion Futter erhalten

Frage 5 von 8
Das Kastrieren von Hengsten nennt man ...

a) Legen

b) Schneiden

c) Fönen

Frage 6 von 8
Welche ist die kleinste/größte Pferderasse?

a) Shetlandpony und Trakehner

b) Falabella und Shire Horse

c) Haflinger und Freiberger

Frage 7 von 8
Die Stute Halla galt als Wunderpferd, weil sie ...

a) bis 100 zählen konnte

b) 50 Fohlen gebar

c) einen Parcours allein absolvierte

Frage 8 von 8
Warum wird das Satteln, Trensen und Aufsteigen gewöhnlich von links ausgeführt?

a) Pferde sehen auf dem linken Auge besser und sind ruhiger, wenn sie den Reiter deutlich erkennen

b) Der Brauch stammt aus England und hat mit dem dortigen Linksverkehr zu tun

c) Das geht auf die militärische Tradition zurück

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 8
Was unterscheidet Kalt- von Warm- und Vollblut? (Mehrfachnennungen möglich)

a) Kaltblutpferde sind wechselwarm: Ähnlich wie Echsen brauchen sie die Sonne, um sich rasch bewegen zu können ❌

b) Vollbluthengste sind reinrassige Wildpferde ❌

c) Kaltblüter gelten als gutmütiger und nicht so leicht erregbar ✔️

d) Kaltblüter sind schwerer und stärker ✔️

Die gutmütigen Kaltblüter wie zum Beispiel Shire Horses oder Schwarzwälder sind typische Arbeitspferde. In den 1980er Jahren waren deshalb viele Rassen vom Aussterben bedroht, heute werden sie von Liebhabern und Landesgestüten weiter gezüchtet. Warmblüter wie Hannoveraner oder Trakehner sind Reitpferde, die im normalen Reit- und Fahrsport eingesetzt werden; Vollblüter wie das englische Vollblut sind dagegen für Rennen gezüchtet.Die Körpertemperatur hat mit den Bezeichnungen nichts zu tun.

Frage 2 von 8
Seit wann müssen Pferdekutschen mit einer Bremse ausgestattet sein?

a) Schon seit der Antike ❌

b) Seit den Siedlertrecks in den USA ❌

c) Seit dem 20. Jahrhundert ✔️

Benno von Achenbach, ab 1906 als Marschall des deutschen Kaisers Wilhelm II. mit dem Fahrunterricht betraut, setzte sich für eine möglichst pferdeschonende Fahrweise und die Kreuz- oder Achenbachleine ein, mit der die Pferde einfacher gelenkt werden können. Auch eine Bremse gehörte jetzt selbstverständlich zur Wagenausstattung, die rechte Hand musste immer zu ihrer Betätigung frei sein. Die Pferde mussten den Wagen nicht mehr, wie bis dahin oft üblich, selbst aufhalten. In ärmeren Weltgegenden gibt es noch immer bremslose Gespanne.

Frage 3 von 8
Was ist eine Rollkur?

a) Eine tierquälerische Reitmethode ✔️

b) Eine Art Schwangerschaftsgymnastik für Pferde ❌

c) Ein scherzhafter Ausdruck für das Vom-Pferd-Fallen ❌

2012 zeigte die Tierschutzorganisation Peta Besitzer und Reiter des Dressurpferdes „Totilas“ wegen tierquälerischer Ausbildungsmethoden an, unter anderem wegen der sogenannten Rollkur (Hyperflexion), die bis heute viele Dressurreiter anwenden. Dabei wird der Kopf des Pferdes bis an die Brust gezogen - was angeblich die Beweglichkeit und den Gehorsam der Pferde fördert. Die Methode beengt aber Sicht und Atmung des Tieres und kann schädlich für die Wirbelsäule sein.

Frage 4 von 8
Wie und in welchen zeitlichen Abständen sollte man Pferde füttern?

a) Mit lediglich einer einzigen kleinen Mahlzeit am Tag, sonst droht Verstopfung ❌

b) In mehreren kleinen Snacks, über den Tag verteilt ✔️

c) Die Tiere brauchen viel Energie; daher sollten sie dreimal am Tag eine große Portion Futter erhalten ❌

Der Darm eines Pferdes ist sehr lang (25 bis 39 Meter), sein Magen aber recht klein. Das macht das Pferd zwangsläufig zu einem Dauerfresser, denn der Magen darf nicht überfüllt werden, während der Darm gut gefüllt sein muss. Bis zu 16 Stunden am Tag verbringt das Pferd in freier Natur mit fast kontinuierlicher Futteraufnahme. Die Fütterung von großen Portionen in großen Abständen führt häufig zu Koliken. Übrigens: Die Anatomie macht es auch kaum möglich, dass sich Pferde übergeben: "Ich hab schon Pferde kotzen sehen" ist unwahrscheinlich.

Frage 5 von 8
Das Kastrieren von Hengsten nennt man ...

a) Legen ✔️

b) Schneiden ❌

c) Fönen ❌

Da sich Pferde in Gegenwart von Menschen selten freiwillig hinlegen und das Ablegen für Show-Zwecke mühsam ein-geübt werden muss, kann „legen“ nur eine eher unschöne Behandlung bedeuten. Das Kastrieren ist üblich, um die relativ ungestümen Hengste einfacher halten oder sie auch in Gegenwart von Stuten reiten zu können.

Frage 6 von 8
Welche ist die kleinste/größte Pferderasse?

a) Shetlandpony und Trakehner ❌

b) Falabella und Shire Horse ✔️

c) Haflinger und Freiberger ❌

Das Falabella mit einem Stockmaß von bis zu 86 Zentimetern ist nach der Familie benannt, die es nahe Buenos Aires erstmalig züchtete. Obwohl es wie ein Großpferd aussieht, kann es aufgrund seines kleinen Wuch-ses keine Reiter tragen. Das Shire Horse mit einer Höhe von rund 180 Zentimetern gilt als das größte Pferd der Welt. Es wurde in England als typisches Brauereipferd benutzt und zog die Wagen mit den Bierfässern.

Frage 7 von 8
Die Stute Halla galt als Wunderpferd, weil sie ...

a) bis 100 zählen konnte ❌

b) 50 Fohlen gebar ❌

c) einen Parcours allein absolvierte ✔️

Der Springreiter Hans Günter Winkler hatte sich bei den Olympischen Spielen in Stockholm 1956 in der ersten Runde einen Muskelriss zugezogen, wollte aber seine Mannschaft nicht hängen lassen und trat auch in der zweiten Runde an. Vor Schmerzen fast bewegungsunfähig, absolvierte er den Parcours auf der Stute Halla wie ein Passagier. Deutschland gewann Gold in der Einzel- und der Mannschaftswertung, und Halla war seitdem als Wunderstute bekannt.

Frage 8 von 8
Warum wird das Satteln, Trensen und Aufsteigen gewöhnlich von links ausgeführt?

a) Pferde sehen auf dem linken Auge besser und sind ruhiger, wenn sie den Reiter deutlich erkennen ❌

b) Der Brauch stammt aus England und hat mit dem dortigen Linksverkehr zu tun ❌

c) Das geht auf die militärische Tradition zurück ✔️

Die Waffe hing beim meist rechtshändigen Soldaten an seiner linken Hüfte. Er konnte also nur gefahrlos auf das Pferd steigen, wenn sein Säbel oder Degen nicht über den Pferderücken schleifte. Auch das Satteln ist für einen Rechtshänder von links einfacher durchzuführen. Die Heeresdienstvorschrift von 1912 (HDV 12) schrieb deshalb die Arbeit mit dem Pferd von der linken Seite vor. Moderne Ausbilder nehmen jedoch von der „Links-Regel“ Abstand, um ihre Pferde nicht einseitig zu belasten. Häufig versucht man deshalb das Pferd - und auch den Reiter - an beide Seiten zu gewöhnen.

GEO Nr. 11/13 - Mut: Vom klugen Umgang mit einer riskanten Tugend

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