Nach vier Stunden Geburts-Kampf kommt nackt, winzig und hilflos ein Panda-Baby zur Welt. Dessen schrille Schreie wirken sofort - die Mutter muss ihr Junges mit dem Maul und den Fangzähnen hochnehmen und dann mit der Pranke zur Brust schaufeln

Die besonders fettreiche Milch liefert den drei Tage alten Babys genügend Energie für das schnelle Wachstum in den ersten Lebenswochen

Die "Sechsfingertatze" interpretieren Evolutionsbiologen als clevere Anpassung an die Umwelt. Denn der zusätzliche kurze Pseudodaumen (ohne Kralle) macht Pandas nicht nur zu guten Kletterern, sondern auch zu schnellen Pflanzenpflückern

16 Pandas wurden 2005 in Wolong geboren und großgezogen. Nach wenige Jahre zuvor wäre solch ein Nachzucht-Erfolg unmöglich gewesen. Doch in der Obhut von modernen Brutkästen und spezialisierten Biologen, die im Schichtdienst rund um die Uhr arbeiten, gedeihen inzwischen fast alle Tiere prächtig

Mit fünf Monaten werden die Babys gewichtskontrolliert an ihr Hauptnahrungsmittel Bambus gewöhnt - rund 30 Kilogramm pro Tag werden sie davon einmal vertilgen

Bis zu ihrem fünften Lebensmonat werden die Panda-Babys mit Milch ernährt

Im Kindergarten sollen die eigentlich zur Einzelgängerei veranlagten Bären Körperkontakt üben, um später beim Zeugungsakt leichter zusammenzufinden

Einige der Panda-Bären werden in einem 24 Hektar großen Naturgehege trainiert - inklusive Bambusknacken ...

... und Baumklettern

Leittier des Naturschutzes: da sitzt Xiang Xiang, der "Glück Verheißende" mit Halsband und Sender, ganz in sich versunken. Als wüsste er, dass er und seine Artgenossen für die Menschen viel mehr sind als nur Bären

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