Großer Insektenfresser, Leptictidium tobieni

Großes Nagetier, Ailuravus macrurus

Die größte Messeler Nagetierart wurde etwa einen Meter lang und hatte einen langen Schwanz. Vermutlich lebte Ailuravus auf Bäumen

Kleines Pflasterzahn-Krokodi, Allognathosuchus gracilis

Allognathosuchus ist mit den Alligatoren verwandt. Die Tiere dürften Mischköstler gewesen sein, die neben Wirbellosen und kleineren Wirbeltieren manchmal sogar Früchte gefressen haben. Wahrscheinlich haben sie, ähnlich den heutigen Stumpfkrokodilen oder den Mohrenkaimanen, zumindest nachts in ufernahen Sumpf- und Waldgebieten gejagt

Messeler Fingertier, Heterohyus nanus

Die Art gehört einer ursprünglichen Gruppe von Insektenfresser-ähnlichen Säugetieren an und hat wahrscheinlich mit den Fingern unter der Baumrinde nach Insekten geangelt

Urtapir, Hyrachyus minimus

Die größte aus der Grube Messel bekannte Säugetier-Art. Der ausgestellte Fund besticht nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch die vollplastische Erhaltung der Knochen

Ameisenbär, Eurotamandua joresi

Die "Blaue Mauritius" unter den Messel-Fossilien: das einzige vollständige Exemplar eines fossilen Ameisenbären außerhalb von Südamerika und der mit Abstand älteste und vollständigste Fund dieser Tiergruppe überhaupt

Großes "Hessisches" Urpferd, Propalaeotherium hassiacum

Die große Messeler Urpferd-Art, brachte es auf die Größe eines Schäferhundes. Die Tiere dürften ähnlich wie die kleinen Urpferde gelebt haben, scheinen aber etwas besser an das Laufen auf sumpfigen Böden angepasst gewesen zu sein

Scheinraubtier, Lesmesodon behnkeae

Ein echter Jahrhundertfund, weltweit gibt es nur dieses einzige Exemplar. Das Tier war nicht ausgewachsen, denn es hat noch fast die komplette Milchbezahnung. Der gesamte Körperumriss ist bis in kleinste Details überliefert. Besonders einmalig ist die Ausbildung einer dicken, buschigen Schwanzbehaarung

Urtümlicher Krötenfrosch, Eopelobates wagneri

Bei dieser Art dürfte es sich um einen Vorläufer der heutigen Krötenfrösche (Pelobatidae) handeln, möglicherweise sind aber auch engere Bezüge zu den Zipfelkröten oder den Südfröschen vorhanden. Eopelabates dürfte ein gutes Sprungvermögen besessen haben. Wahrscheinlich waren sie vorrangig Landbewohner und haben den Messel-See höchstens zur Paarungszeit aufgesucht

Zwergboa-ähnliche Würgeschlange, Messelophis sp.

Eine relativ kleinwüchsige Würgeschlange, die eine Länge um 50 Zentimeter erreichte. Sie gehört in die Verwandtschaft der Riesenschlangen und wurde dort in die Unterfamilie der Zwergboas gestellt

Kleinfledermaus, Palaeochiropteryx tupaiodon

Fledermäuse bilden die in Messel mit Abstand häufigste Säugetiergruppe. Man unterscheidet acht Arten, die sich auf vier Gattungen und Familien verteilen. Aufgrund der hervorragenden Erhaltung lassen sich unterschiedliche Anpassungsstrategien unterscheiden. Palaeochiropteryx-Arten dürften in wendigem, aber relativ langsamem Flug in Bodennähe oder im niederen Blattwerk nach Insekten gejagt haben

"Doppelhundszahn-Krokodil" Diplocynodon darwini

Das Krokodil war wohl zumindest vorübergehend im See heimisch. Die Tiere ähnelten heutigen Kaimanen und haben wohl auch ähnlich wie diese gelebt

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