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Paläontologie: Gefiederter Tyrannosaurus


Saurier und Vögel hatten wohl vieles gemein - sogar die Federn

Paläontologen um Xing Xu vom Institut für Wirbeltierpaläontologie und Paläoanthropologie in Peking haben eine gefiederte Frühform eines Tyrannosaurus namens Dilong paradoxus entdeckt. Dieser etwa Emu-große Saurier lebte vor 130 Millionen Jahren - 60 Millionen Jahre vor dem T-Rex. Dies gilt als weiteres Indiz, dass Dinosaurier und Vögel sehr eng verwandt sind und sich die Letzteren sogar aus diesen Echsen entwickelt haben.

In der so genannten "Pompeji-Schicht" in Liaoning ist Xing Xu zudem auf einen versteinerten Saurier gestoßen, der seinen Kopf wie ein schlafender Vogel unter einem der vorderen Gliedmaße versteckt hat. Das Tier starb unter einer Decke aus Asche und Sand, die wie im Falle Pompejis beim Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr. so schnell auf das Opfer niederfiel, dass es in der Haltung präserviert wurde, in der der Tod es ereilte.

Ob auch der "große" Tyrannosaurus Federn trug, ist damit noch nicht geklärt. Xing Xu zufolge brauchen kleinere Lebewesen ein Gefieder eher als große, weil sie wegen ihrer relativ großen Körperfläche leichter auskühlen. (Aus demselben Grund verlieren Elefanten während ihres Wachstums die Haare.) Die Jungen der "schrecklichen Echse" hätten aber einen Flaum tragen können.

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