Naturschutz im Frühling Hilfe für die Bedrohten: Was jeder von uns für die Artenvielfalt tun kann

Raupenfutter: Wer etwa Zitronenfalter unterstützen möchte, sollte Wildpflanzen ansiedeln, denn die Raupen von Schmetterlingen ernähren sich fast ausschließlich von heimischen Gewächsen
Raupenfutter: Wer etwa Zitronenfalter unterstützen möchte, sollte Wildpflanzen ansiedeln, denn die Raupen von Schmetterlingen ernähren sich fast ausschließlich von heimischen Gewächsen
© Pal Hermansen/NaturePL
Jeder kann mit ein paar Tricks etwas tun, um die biologische Vielfalt zu bewahren. Dazu braucht es nur einen Garten, einen Balkon oder ein Fensterbrett – und das richtige Wissen. Denn jeder noch so kleine Fleck kann zur Heimat werden für bedrohte Hummeln, Bienen oder Schmetterlinge

Wenn man durch Stefan Behrs Garten geht, wähnt man sich in einem Kleinbiotop, einem Hotspot der Artenvielfalt. Statt wie anderswo Zuchtrosen, Hortensien oder Tulpen verbreiten hier Wildpflanzen wie etwa die pinkfarbene Taubnessel, das gelbe Scharbockskraut, der langstielige Natternkopf oder der zapfenförmige Blauweiderich ihren honigschweren Duft. Die Luft schwirrt von brummenden Hummeln, aus einem Sandhaufen krabbeln frisch geschlüpfte Wildbienen hervor, und zwischen hohen Gräsern stehen tote Baumwurzeln, von Baumameisen und Käfern durchlöchert. Wenig ist hier zu spüren vom Insektenschwund, der Naturschützer derzeit in Aufregung versetzt. Und das hat einen besonderen Grund.


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