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Exidiopsis effusa Naturschauspiel: So entsteht haariges Eis


Schön für eine Nacht: Für das seltene Phänomen des Haar-Eises ist ein Pilz verantwortlich
GEO-Fallback-Bild

In diesem Zeitraffervideo, aufgenommen von Erich Albisser vom Gletschergarten Luzern, lässt sich verfolgen, wie Eishaare wachsen.

Es ist ein selten zu beobachtendes Phänomen in den Wäldern unserer Breiten: Haar-Eis bildet sich auf Totholz - aber nur bei Temperaturen knapp unter null Grad Celsius, Windstille und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Struktur, die tagsüber schnell schmilzt, erinnert an wallendes, leuchtend weißes Haar. Aufgefallen war das Phänomen dem Geophysiker und Meteorologen Alfred Wegener schon 1918. Und schon damalas hatte der Gelehrte einen Pilz im Verdacht, für das Phänomen verantwortlich zu sein.

Ein Pilz verhindert die Kristallbildung

Forscher aus der Schweiz und aus Deutschland haben nachgewiesen: Ein Pilz namens Exidiopsis effusa verhindert mit Lignin-Abbauprodukten, dass sich große Eiskristalle bilden. Wie genau sich die langen, nur 0,02 Millimeter dicken "Haare" bilden, bleibt aber ein Rätsel.

Exidiopsis effusa: Das haarige Eis bildet sich auf Totholz - aber nur bei Temperaturen knapp unter null Grad Celsius
Das haarige Eis bildet sich auf Totholz - aber nur bei Temperaturen knapp unter null Grad Celsius
© Gisela Preuß / CC-by-NC-SA-4.0f

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