Umwelt- und Tierschutz Sie planen ein Osterfeuer? Darauf sollten Sie achten

Osterfeuer erwärmen unser Herz – können aber für Wildtiere zur tödlichen Falle werden. So vermeiden Sie Schäden für Mensch, Umwelt und Tiere
Osterfeuer

In ganz Deutschland lodern an Ostern die traditionellen Osterfeuer. Oft sind es Institutionen und Gemeinden, die an zentralen Plätzen dazu einladen, sich gemeinsam am Feuer zu wärmen. Und viele Feuer züngeln auch in Privatgärten. Damit der Flammenzauber nicht zum Debakel für Mensch, Umwelt und Tiere gerät, gilt es jedoch einiges zu beachten:

Wer ein privates Osterfeuer plant, sollte sich zunächst bei der Gemeinde erkundigen, was erlaubt ist. Denn nationale oder landesweite Regelungen gibt es nicht. Einige Städte, zum Beispiel Berlin, erlauben ein Feuer im eigenen Garten, in Köln dagegen ist dafür eine Ausnahmegenehmigung der Stadtverwaltung erforderlich.

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1. Auf ausreichend Abstand zu Bäumen achten

Safety first! Achten Sie auf ausreichend Abstand – etwa 50 Meter – zu Häusern, Büschen und Bäumen. Die Strahlungswärme ist bei einem offenen Feuer erheblich, und Pflanzen nehmen leicht Schaden, selbst wenn sie nicht verbrennen. Je größer das Feuer, desto verheerender ist die Wirkung der Strahlungswärme.

2. Verbrennen Sie ausschließlich trockenes Holz

Verbrennen Sie nur trockenes Holz, auf keinen Fall Müll, Gartenabfälle oder nasses Laub. Denn beim Verbrennen von Kunststoff-Abfällen können giftige Dämpfe entstehen, und nasses Holz oder Laub fördert die Rauchentwicklung. Um die Feinstaub-Belastung möglichst gering zu halten, sollten Sie daher nur gut abgelagertes, trockenes Holz, bzw. Holzreste ohne Plastik- oder Metallteile verwenden.

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3. Das Osterfeuer als tödliche Falle für Wildtiere

Reisighaufen sind ein tolles Versteck für Tiere – im Prinzip. Denn wenn der Haufen für das Osterfeuer schon Tage oder gar Wochen zuvor aufgeschichtet wird, können sich hier Untermieter einnisten, die nicht wissen können, wie gefährlich sie leben. Zum Beispiel Igel und Mäuse, aber auch Insekten wie Käfer und Wildbienen. Sorgen Sie also dafür, dass der Haufen erst am Tag des Feuers auf- oder noch einmal vorsichtig umgeschichtet wird.

4. Zu schade zum Verbrennen

„In unserer ausgeräumten Landschaft sind Totholzhaufen attraktive und wichtige Lebensräume für Insekten und Amphibien. Aber auch Vögel wie Rotkehlchen und Zaunkönig und Säugetiere wie Igel und Wiesel sind hier zu finden“, sagt Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Der Nabu rät aus diesem Grund sogar dazu, Reisig- und Totholzhaufen überhaupt nicht anzuzünden – sondern als Mini-Biotop und Rückzugsraum für dutzende Wildtiere einfach liegen zu lassen.

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