Seltenes Phänomen Riesige, rotierende Eisscholle fasziniert Wissenschaftler und Touristen

Auf einem Fluss im US-Bundesstaat Maine rotiert eine riesige, kreisrunde Eisscheibe. Das Phänomen hat eine ziemlich natürliche Ursache

Der beschauliche Ort Westbrook im US-Bundesstaat Maine hat eine neue Attraktion: eine kreisrunde Eisscholle mit einem Durchmesser von rund 90 Metern, die im Fluss Presumpscot ihre Runden dreht - und dabei ihre Position kaum verändert.

So erstaunlich das Phänomen wirkt: Außerirdische waren hier nicht am Werk. Eher dürfte es sich um eine gewöhnliche Eisscholle handeln, die an den Rändern langsam wächst, während sie durch das fließende Wasser in eine stetige Rotation versetzt wird - ähnlich wie ein Schaufelrad.

Tatsächlich werden solche Eisscheiben gelegentlich in den kälteren Klimazonen beobachtet. Aber nicht bei allen ist die Rotation so einfach zu verstehen wie in Westbrook. Belgische Wissenschaftler erklären die Rotationsbewegung etwa mit Temperaturunterschieden im Wasser direkt unter der Eisscholle.

Eine der ersten Beschreibungen des Phänomens in den USA findet sich schon in der Zeitschrift Scientific American im Jahr 1895.

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