Korkenzieher

Die teilweise über Jahrhunderte andauernde Nutzung von Holz und Rinde der Eichen führte zum ungewöhnlichen Wuchs der sogenannten Kraftwälder. Im Zuge der modernen Forstwirtschaft wurden viele von ihnen als Brennholz geschlagen und sind verschwunden. Die kleinen noch erhaltenen Reste stehen heute meist unter Naturschutz, wie hier in Niedersachsen.

Lichtbaum

Nur für wenige Momente hielt diese Lichtstimmung in der Krone einer alten Rotbuche, danach hatte sich der Nebel vollständig aufgelöst. Für viele Besucher sind die Felsen die Hauptsehenswürdigkeit der Sächsischen Schweiz, doch auch die Waldgebiete haben ganz besonderen Reiz.

Spieglein, Spieglein

Welcher ist der schönste Wald im ganzen Land? Die Wälder an den Seeufern des Müritz-Nationalparks gehören sicher mit dazu. Die Gewässer sind Teil der Mecklenburgischen Seenplatte, einem Überbleibsel der letzten Eiszeit

Nebelwald

Das Tal der Schönmünz ist ein Waldtal, das bis zum Kar des Wildsees unterhalb des Seekopfs führt. Während die steilen Bereiche naturnahe Wälder aufweisen, wurden die tiefer liegenden Talregionen durch Abholzung für die Scheitholztrift beeinflusst.

Kopfbuchen

Einen weiteren eindrucksvollen Kulturwald bilden die Kopfbuchen im Kattenforst bei Bonn. Auch hier wurden die Bäume früher alle 10 bis 15 Jahre in zwei Meter Höhe gekappt, um die immer wieder nachwachsenden Äste als Brennholz zu verwenden. Zwischen den Stämmen wurde zur zusätzlichen Nutzung Vieh auf die Waldweide getrieben.

Frostige Fantasiegestalten

Die Höhenzüge des Taunus erreichen bis zu 879 Meter über dem Meeresspiegel. Gerade nach Süden, Richtung Frankfurt, fallen die Hänge mehr als 700 Höhenmeter ab. Durch diese exponierte Lage finden sich hoch oben von Wind und Wetter geprägte Baumgestalten, die im winterlichen Raureifgewand eher an Traumwesen denn Bäume erinnern.

Fichten im Nebel

In den Hochlagen des Hunsrücks finden sich ausgedehnte Fichtenwälder. Auch wenn die Bäume teilweise knorrig wirken, zeigt das Bild einen in die Jahre gekommenen Wirtschaftswald.

Kurvenreich

Der Krumme Wald bei Gryfino in Polen wurde wegen seiner eigenartig sichelförmigen Kiefern bekannt. Und keiner weiß wirklich den Grund für diesen Wuchs.

Linienspiel

Sonnenaufgang in der hinteren Sächsischen Schweiz, in akkuraten Linien wirft jeder Wipfel seinen Schatten im feinen Morgendunst. Das Elbsandsteingebirge gehört sicher zu den eindrucksvollsten Landschaften Deutschlands. Die Ernennung zum Nationalpark im Jahr 1990 trägt dem Rechnung.

An der Abbruchkante

Auch an der Ostsee versuchen Wälder, den Elementen zu trotzen. Der bekannteste Küstenwald Deutschlands ist wohl der Gespensterwald bei Nienhagen, der in den letzten Jahren immer populärer wurde. Doch das Juwel ist gefährdet: Das Meer nagt unentwegt an der Steilküste, und hohe Besucherzahlen führen zu Bodenverdichtung, wodurch die Buchen nicht nachwachsen können.

Der Bildband zur Fotostrecke

Mit seinem Buch "Waldwelten" möchte Fotograf Kilian Schönberger die Magie des Waldes in Fotografien erlebbar machen. Für den Bildband reiste er tausende Kilometer auf der Straße, erlebte viele schlaflose Nächte und wunderschöne Momente in den Morgenstunden.

  • Waldwelten, Kilian Schönberger - mit Texten von Viktoria Umersbach, Frederking & Thaler, 320 Seiten