Congo Mirador, Venezuela

In jeder Sekunde durchziehen gleichzeitig Tausende von Gewittern die Erdatmosphäre. Nirgendwo aber funkt und kracht es so oft wie im Nordwesten Venezuelas: Über den Sümpfen des Maracaibo-Beckens bauen sich Ladungen in den Wolken auf, bis es zum Kurzschluss kommt – und das in bis zu 260 Nächten pro Jahr. Pro Minute zucken dann manchmal 120 Blitze über den Himmel. Der Grund des Spektakels: Aus dem Maracaibo-See, der wie ein V von Gebirgen umgeben ist, steigt tagsüber warme, tropische Luft auf, wird vom Passatwind beschleunigt und prallt dann mit kühleren Fallwinden aus der Höhe abrupt zusammen.