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In Ex-Atomtest-Gebiet Bizarrer Wald am Meeresgrund

Das Johnston-Atoll im Nordpazifik ist mit Plutonium verseucht und deshalb völlig menschenleer. Doch dafür spielt sich viel weiter unten ein mysteriöses Schauspiel ab

Das Johnston-Atoll im Nordpazifik ist völlig verlassen. Hier – 1150 Kilometer südlich von Hawaii – schoss das US-amerikanische Militär bis 1962 Wasserstoff- und Atombomben in die Luft. Einige Tests schlugen fehl und sorgten für einen radioaktiven Niederschlag auf dem heutigen Naturschutzgebiet. Die Folge: Die Gegend ist immer noch mit Plutonium verseucht. Deshalb bleiben die Inseln weiterhin unbewohnt.

Doch am Meeresgrund spielt sich ein surreales Schauspiel ab. Ein Forschungsschiff der US-Ozeanografiebehörde NOAA beobachtet über ihre Spezialkamera, wie Glasschwämme aus dem Meeresboden ragen und einen bizarren Wald formen. Die außergewöhnlichen Lebewesen gehören zu den ältesten vielzelligen Tieren der Erde. Ihre Geschichte reicht über 545 Millionen Jahre zurück.


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