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Klimawandel Korallenbleiche erstmals gefilmt


Dieses Video zeigt, wie eine Koralle auf Hitzestress reagiert: Sie stößt einzellige Algen ab, die sie mit Energie versorgen. Und stirbt

Korallenriffe bieten Tausenden Tieren Schutz und Nahrung - nirgendwo sonst auf der Erde ist der Artenreichtum größer als hier. Doch seit einigen Jahren beobachten Forscher ein rätselhaftes Massensterben, die so genannte Korallenbleiche. Wie man inzwischen weiß, sind dafür die Verschmutzung des Meerwassers und der Anstieg der Wassertemperaturen verantwortlich.

Das Problem: Korallen leben in einer Symbiose mit Algen, so genannten Zooxanthellen, die für sie Tageslicht in Energie umwandeln. Wird es zu warm, produzieren die Algen allerdings Giftstoffe. Um sich selbst zu schützen, stoßen die Korallen ihre lebenswichtigen Untermieter ab. Eine Zeitlang können die Korallen das überleben, aber dauert die Bleiche zu lange an, sterben sie schließlich. Ende 2016 sind Teile des Great Barrier Riffs zu über zwei Dritteln abgestorben.

Wissenschaftler der Universität von Queensland haben nun erstmals im Labor dieses Abstoßen beobachtet. Dazu setzten sie die Pilz-Koralle Heliofungia actiniformis hohen Wassertemperaturen aus. Schon nach wenigen Stunden Hitzestress bei 32 Grad Celsius reagiert die Koralle, indem sie sich aufblähte. Schließlich stieß sie die Algen ab. Das Video zeigt diesen Prozess im Zeitraffer.

Zur Studie: Expulsion of Symbiodiniumby pulsed inflation under hyperthermal stress in Heliofungia actiniformis


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