Mitten im Gletschermeer, das den Südpol umgibt, verbirgt sich die außerirdisch anmutende Welt der "Antarctic Dry Valleys": eine Wüste aus rostrotem Staub und blankem Gestein

Der Canada Glacier zählt zu den wenigen Gletschern, die bis in die Trockentäler der Antarktis hineinragen

Militärmaschinen, die eine Fracht von bis zu 20 Lastwagen fassen können, bringen jährlich 3000 Forscher, Ingenieure und Hilfskräfte von Neuseeland zur US-amerikansichen Antarktis-Stadt "McMurdo-Station"

Zeltlager bei Minus 40 Grad Celsius: Zwei Tage lang bereiten Antarktis-Neulinge sich in der Nähe der McMurdo-Station auf die Gefahren des Kontinents vor

Eine rund 90 Kilometer breite, von zerklüfteten Schollen bedeckte Bucht trennt die McMurdo-Station von den Trockentälern

Überfrorene und zugewehte Seen wie der Lake Hoare sind seltene Oasen in der Geröllwüste der Dry Valleys. In den Kristallsäulen und Gewölben, die der Staub in die Eisdecke schmilzt, entstehen windgeschützte Nischen für Bakterien und Algen, Wimper- und Rädertierchen. Wesen, die zurückführen in die Frühzeit der Schöpfung

Auch im Sommer liegt tiefblaues Eis über den Seen des Olympus Range. In das Wasser, das sich darunter verbirgt, ist seit Jahrtausenden kein Windstoß mehr vorgedrungen, kein Regentropfen gefallen

Die Eisdecke des Lake Vanda (drei Meter dick) lässt doch genug Sonnenlicht in den 80 Meter tiefen See einfallen, um die unteren, salzigen Wasserschichten dank des "Galshauseffekts" auf 22 Grad Ceslius zu erwärmen

Gas- und Schneeblasen, die im See-Eis schweben wie Planeten im All, ermöglichen Rückschlüsse auf die Entwicklung des Erdklimas

In den Gletschern bilden sich Schmelzwasserkapseln, die im Jahreszyklus gefrieren und wieder auftauen. In welchem Rhythmus genau, versucht der Glaziologe Thomas Nylen herauszufinden

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