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Bio-Produkte endlich verstehen Machen Sie mit beim großen Bio-Quiz


Testen Sie Ihr Wissen über Bio-Produkte und nachhaltige Produktion: Was besagen Gütesiegel, sind Bio-Produkte frei von Pestizidrückständen oder worauf sollten Sie beim Kauf von Holzmöbeln achten? Das und mehr lernen Sie im großen Bio-Quiz

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 10
Was besagen Gütesiegel auf Bio-Produkten?

a) Die Produkte sind nach einheitlichen, aber unverbindlichen Vorgaben produziert, die der jeweilige Hersteller erfüllen sollte.

b) Die Siegel werden von zwar von unterschiedlichen Verbänden (Fischerei, Landbau...) vergeben, enthalten aber dieselben, verbindlichen Vorgaben für die Bio-Produktion..

c) Jedes Biosiegel muss einheitliche und verbindliche Richtlinien erfüllen, die sich aber von Siegel zu Siegel unterscheiden.

Frage 2 von 10
Wie aussagekräftig sind Aufdrucke wie z.B. "aus kontrolliertem Anbau", "kontrollierter Vertragsanbau" oder "natürliche Herstellung"?

a) Die Aufdrucke sagen nichts über die biologische Erzeugung aus.

b) Die Richtlinien für die Herstellung der Produkte liegen noch über denen der Bio-Siegel.

c) Die Produkte erfüllen ähnliche Richtlinien wie ein Produkt mit Siegel, gehören lediglich keinem der Bio-Verbände an.

Frage 3 von 10
Chemie ist im biologischen Landbau tabu. Biobauern sind daher zur Bekämpfung von Schadpilzen in Dauerkulturen auf Spritzmittel auf Kupferbasis angewiesen. Welches Problem bringt der Einsatz mit sich?

a) Das Mittel ist für kleinere Betriebe zu teuer.

b) Der Wirkstoff reichert sich im Boden an.

c) Behandelte Pflanzen haben einen bestimmten Geschmack.

Frage 4 von 10
Sind Obst und Gemüse aus biologischem Anbau generell frei von Pestizidrückständen?

a) Natürlich, sonst dürfte es sich nicht Bio nennen.

b) Bio-Lebensmittel dürfen sogar per Richtlinie Spuren aufweisen, wenn auch geringe.

c) Geringe Rückstandsmengen lassen sich auch im Bioanbau gar nicht vermeiden.

Frage 5 von 10
Muss man in Bio-Erzeugnissen mit gentechnischen veränderten Produkten rechnen?

a) Nein, das ist in keinem Fall erlaubt.

b) Ja, denn Gentechnik ist kein Bestandteil von Richtlinien und Verordnungen.

c) Nein, nur Soja- und Maiserzeugnisse stellen eine Ausnahme dar.

Frage 6 von 10
Süßstoffe, Farbstoffe oder Konservierungsmittel sind fester Bestandteil vieler Lebensmittel und werden mit Nummern abgekürzt. Als „E-Stoffe“ sind sie auf vielen Verpackungen vermerkt. Können „E 622“ & Co. auch in Bio-Lebensmitteln auftauchen?

a) Die "E-Stoffe" sind in Bioprodukten genauso wie in konventionellen Lebensmitteln enthalten.

b) Die Bezeichnung "Bio" schließt diese Zusatzstoffe aus.

c) Ohne bestimmte "E-Stoffe" ist die Bioproduktion gar nicht möglich.

Frage 7 von 10
Sie sind schick, haltbar und pflegeleicht, aber keineswegs undenklich: Gartenmöbel aus Tropenholz wie Teak oder Bangkirai. Wer einigermaßen sicher gehen will, dass das Holz seiner Möbel nicht aus illegalem Raubbau stammt, sollte..

a) Ausschließlich gebrauchte Möbel kaufen.

b) Beim Kauf auf das sogenannte FSC-Siegel achten.

c) Möbel mit der grünen Öko-Banderole bevorzugen.

Frage 8 von 10
Was trifft auf das MSC-Siegel für die Fischerei zu?

a) Gültigkeit ist zeitlich begrenzt.

b) Das MSC-Siegel gilt nur für Wildfisch.

c) Süßwasserfische werden nicht berücksichtigt.

Frage 9 von 10
Auch im Garten sind inzwischen viele Produkte mit "Bio" gekennzeichnet. Was hat es mit Bio-Substraten auf sich?

a) Sie bestehen zu 80% aus Stallmist.

b) Sie sind generell torffrei.

c) Der Name ist nur Show.

Frage 10 von 10
Auch für den Biologischen Landbau stehen Pflanzenschutzmittel mit natürlichen Wirkstoffen wie z.B. Neem zur Verfügung. Viele Hobbygärtner stehen solchen Mitteln allerdings skeptisch gegenüber, weil sie denken, ...

a) ... Bio wirkt nicht.

b) ... die Mittel stinken.

c) ... Bio-Mittel sind viel zu teuer.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 10
Was besagen Gütesiegel auf Bio-Produkten?

a) Die Produkte sind nach einheitlichen, aber unverbindlichen Vorgaben produziert, die der jeweilige Hersteller erfüllen sollte. ❌

b) Die Siegel werden von zwar von unterschiedlichen Verbänden (Fischerei, Landbau...) vergeben, enthalten aber dieselben, verbindlichen Vorgaben für die Bio-Produktion.. ❌

c) Jedes Biosiegel muss einheitliche und verbindliche Richtlinien erfüllen, die sich aber von Siegel zu Siegel unterscheiden. ✔️

Bio ist keineswegs gleich Bio. Die Qualität der Siegel ist unterschiedlich und nur so gut, wie die zugrunde liegenden Standards. Jedes Siegel erfüllt zwar bestimmte Richtlinien, die aber nicht einheitlich und sogar unterschiedlich streng sind. Die EU-Öko-Verordnung legt immerhin Mindestanforderungen fest, die alle Bio-Siegel erfüllen müssen. Das europäische Bio-Siegel - ein grünes Blatt aus Sternen - ist daher seit 2010 für Lebensmittel aus ökologischem Landbau verpflichtend.Die Gütesiegel von Verbänden wie Demeter, Bioland oder Naturland haben sehr hohe Richtlinien, die weit über den Mindestanforderungen der EU liegen und die von den Verbänden freiwillig aufgestellt wurden.Die Einhaltung der Richtlinien wird von den Verbänden regelmäßig kontrolliert und bei Verstößen auch sanktioniert.

Frage 2 von 10
Wie aussagekräftig sind Aufdrucke wie z.B. "aus kontrolliertem Anbau", "kontrollierter Vertragsanbau" oder "natürliche Herstellung"?

a) Die Aufdrucke sagen nichts über die biologische Erzeugung aus. ✔️

b) Die Richtlinien für die Herstellung der Produkte liegen noch über denen der Bio-Siegel. ❌

c) Die Produkte erfüllen ähnliche Richtlinien wie ein Produkt mit Siegel, gehören lediglich keinem der Bio-Verbände an. ❌

Die Aufdrucke haben mit biologischer Erzeugung nichts zu tun und sind auch nicht geschützt. Es wird lediglich nachhaltige Produktion suggeriert.

Frage 3 von 10
Chemie ist im biologischen Landbau tabu. Biobauern sind daher zur Bekämpfung von Schadpilzen in Dauerkulturen auf Spritzmittel auf Kupferbasis angewiesen. Welches Problem bringt der Einsatz mit sich?

a) Das Mittel ist für kleinere Betriebe zu teuer. ❌

b) Der Wirkstoff reichert sich im Boden an. ✔️

c) Behandelte Pflanzen haben einen bestimmten Geschmack. ❌

Kupfer sammelt sich im Boden. Nach heutigem Stand der Wissenschaft reichert sich Kupfer allerdings nicht in der Nahrungskette an und wird auch von Pflanzen nicht aus dem Boden aufgenommen.In Bayerischen Hopfengebieten, in denen Kupfermittel schon seit über 100 Jahren eingesetzt werden, hat die Konzentration in den oberen Bodenschichten fast schon abbauwürdige Konzentrationen erreicht. Der Kupfereinsatz heutiger Biobetriebe ist streng geregelt und limitiert.

Frage 4 von 10
Sind Obst und Gemüse aus biologischem Anbau generell frei von Pestizidrückständen?

a) Natürlich, sonst dürfte es sich nicht Bio nennen. ❌

b) Bio-Lebensmittel dürfen sogar per Richtlinie Spuren aufweisen, wenn auch geringe. ❌

c) Geringe Rückstandsmengen lassen sich auch im Bioanbau gar nicht vermeiden. ✔️

Geringe Rückstände von Pestiziden lassen sich auch bei Biogemüse nicht vermeiden, wenn es sich auch um sehr geringe Mengen handelt. Denn auch wenn die Biobauern selbst keine synthetischen Spritzmittel verwenden, können sie beim Einsatz auf Nachbarfeldern angeweht werden.

Frage 5 von 10
Muss man in Bio-Erzeugnissen mit gentechnischen veränderten Produkten rechnen?

a) Nein, das ist in keinem Fall erlaubt. ✔️

b) Ja, denn Gentechnik ist kein Bestandteil von Richtlinien und Verordnungen. ❌

c) Nein, nur Soja- und Maiserzeugnisse stellen eine Ausnahme dar. ❌

Gentechnik hat in Bio-Erzeugnissen nichts zu suchen. Weder die Lebensmittel noch das Futter für Bio-Tiere dürfen genetisch veränderte Produkte in irgendeiner Form enthalten. Das gilt auch für Produktionsmittel wie Pflanzenschutzmittel, Dünger, Bodenverbesserer oder Saatgut.

Frage 6 von 10
Süßstoffe, Farbstoffe oder Konservierungsmittel sind fester Bestandteil vieler Lebensmittel und werden mit Nummern abgekürzt. Als „E-Stoffe“ sind sie auf vielen Verpackungen vermerkt. Können „E 622“ & Co. auch in Bio-Lebensmitteln auftauchen?

a) Die "E-Stoffe" sind in Bioprodukten genauso wie in konventionellen Lebensmitteln enthalten. ❌

b) Die Bezeichnung "Bio" schließt diese Zusatzstoffe aus. ❌

c) Ohne bestimmte "E-Stoffe" ist die Bioproduktion gar nicht möglich. ✔️

Ohne bestimmte "E-Stoffe" geht es auch bei Biolebensmitteln nicht. Allerdings sind Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren wie auch Geschmacksverstärker vollständig verboten. Andere Stoffe wie z.B. E 153 (Pflanzenkohle) sind in Bio-Produkten nur dann erlaubt, wenn die Lebensmittel sonst nicht hergestellt oder haltbar gemacht werden können.Insgesamt sind 50 der 320 zugelassenen Zusatzstoffe auch für Bio-Produkte erlaubt, wobei die Bestimmungen der einzelnen Erzeugerverbände und damit der Gütesiegel unterschiedlich streng sind.

Frage 7 von 10
Sie sind schick, haltbar und pflegeleicht, aber keineswegs undenklich: Gartenmöbel aus Tropenholz wie Teak oder Bangkirai. Wer einigermaßen sicher gehen will, dass das Holz seiner Möbel nicht aus illegalem Raubbau stammt, sollte..

a) Ausschließlich gebrauchte Möbel kaufen. ❌

b) Beim Kauf auf das sogenannte FSC-Siegel achten. ✔️

c) Möbel mit der grünen Öko-Banderole bevorzugen. ❌

Das Siegel des "Forest Stewardship Council" (FSC) bescheinigt Holzprodukten eine nachhaltige und undenkliche Herkunft bzw. Produktion und bietet den bestmöglichen Nachweis für deren Umsetzung. Die Kriterien für die Vergabe sind weltweit gleich. Ein FSC-Zertifikat wird erst nach erfolgreicher Prüfung eines Forstbetriebes vergeben und danach jährlich überprüft.Das FSC-Siegel gibt es übrigens auch für andere Produkte aus Holz. Aber: Zertifizierte Tropenholzmöbel gibt es nicht zu Spottpreisen, vermeintliche Schnäppchen mit dem Siegel sind höchstwahrscheinlich Fälschungen.Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Tropenholz ganz verzichten und Möbel aus heimischer Robinie, Lärche oder Eichen kaufen, die zudem eine deutlich bessere CO2-Bilanz haben.

Frage 8 von 10
Was trifft auf das MSC-Siegel für die Fischerei zu?

a) Gültigkeit ist zeitlich begrenzt. ❌

b) Das MSC-Siegel gilt nur für Wildfisch. ✔️

c) Süßwasserfische werden nicht berücksichtigt. ❌

Das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) gilt nur für Wildfisch in Salz- und Süßwasser und ist das am weitesten verbreitete Gütesiegel für nachhaltige Fischerei.Es ist nicht unumstritten, aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und für den Verbraucher eine gute Einkaufshilfe. Kritiker bemängeln teilweise zu schwach formulierte Standards, die für eine Zertifizierung nur zu gut 80 Prozent erfüllt sein müssen.Strenger sind die Richtlinien für die Vergabe von Siegeln von Naturland Wildfisch und der Organisation "Friend of the Sea". Für Zuchtfische können sich Verbraucher an die Siegel der Aquaculture Stewardship Council (ASC) und ebenfalls "Friend of the Sea" halten. Noch strenger sind hier die Richtlinien von Bioland und Naturland.

Frage 9 von 10
Auch im Garten sind inzwischen viele Produkte mit "Bio" gekennzeichnet. Was hat es mit Bio-Substraten auf sich?

a) Sie bestehen zu 80% aus Stallmist. ❌

b) Sie sind generell torffrei. ❌

c) Der Name ist nur Show. ✔️

Der Name ist nur Show. "Bio" sind in diesem Fall zunächst nur drei Buchstaben, da es sich nicht wie z.B. bei Lebensmitteln um einen geschützten Begriff handelt. Daher können Bio-Erden theoretisch auch Torf enthalten. Vollständig torffreie Erden sind explizit mit dem Begriff "torffrei" gekennzeichnet. Das können natürlich auch Erden sein, die zusätzlich mit dem Begriff "Bio" gekennzeichnet sind.

Frage 10 von 10
Auch für den Biologischen Landbau stehen Pflanzenschutzmittel mit natürlichen Wirkstoffen wie z.B. Neem zur Verfügung. Viele Hobbygärtner stehen solchen Mitteln allerdings skeptisch gegenüber, weil sie denken, ...

a) ... Bio wirkt nicht. ✔️

b) ... die Mittel stinken. ❌

c) ... Bio-Mittel sind viel zu teuer. ❌

Viele Hobbygärtner denken, Biomittel wirken nicht. Dabei müssen Mittel mit biologischen Wirkstoffen genau wie alle anderen Pflanzenschutzmittel vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassen werden.Die Zulassung ist gleichzeitig eine Wirkungsgarantie, denn es werden nur Mittel zugelassen, die für die vorgesehene Anwendung wirksam sind.


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