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Wissenstest Wissenstest: Pflanzen und Tiere II


Nach Frage 15 landen Sie auf einer Übersichtsseite mit allen richtigen Antworten - und Ihrem eigenen Tipp. Nach jeder Antwort erfahren Sie, ob Sie richtig gelegen haben. Außerdem wird nach jeder beantworteten Frage die richtige Lösung ausführlich beschrieben.

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 15
Welches Insekt kleidet seine Kinderstuben mit Blütenblättern aus?

a) Mohnbiene

b) Eisenhuthummel

c) Narzissenschwebfliege

Frage 2 von 15
Welcher Forscher enthüllte, dass Fledermäuse mit den Ohren sehen?

a) Alfred Brehm

b) Donald Griffin

c) Lazzaro Spallanzani

Frage 3 von 15
Welches Mittel vertreibt Elefanten vom Gemüsebeet?

a) Knoblauch

b) Chili

c) Zimt

Frage 4 von 15
Wie viel mal dünner als ein Menschenhaar ist Spinnenseide?

a) 900-mal

b) 1400-mal

c) 2100-mal

Frage 5 von 15
Welche Vögel dekorieren ihren Balzplatz mit farbigen Schmuckstücken?

a) Kolibris

b) Laubenvögel

c) Kasuare

Frage 6 von 15
Wie oft werden die Korkeichen in Portugal geschält?

a) alle 3 Jahre

b) alle 6 Jahre

c) alle 9 Jahre

Frage 7 von 15
Welches Säugetier produziert extrem fettige Milch?

a) Zwergflusspferd

b) Eisbär

c) Kamel

Frage 8 von 15
Wie lange ist ein Weibchen des Indischen Elefanten trächtig?

a) durchschnittlich 10-12 Monate

b) durchschnittlich 20-22 Monate

c) durchschnittlich 28-30 Monate

Frage 9 von 15
Welche Wasserpflanze verschluckt Tiere?

a) Wasserlinse

b) Wasserpest

c) Wasserschlauch

Frage 10 von 15
Welches Tier ist ausgesprochen kannibalistisch?

a) Alpensalamander

b) Laubfrosch

c) Rippenmolch

Frage 11 von 15
Womit cremen sich Kapuzineraffen zur Mückenabwehr ein?

a) mit Pfeilgiftfröschen

b) mit Paradiesvogelblumen

c) mit Tausendfüßern

Frage 12 von 15
Welche Pflanze trägt den Spitznamen "Nähmaschine Gottes"?

a) Salzmiere

b) Sandsegge

c) Strandhafer

Frage 13 von 15
Wie viele Zähne verbraucht ein Hai?

a) bis zu 200

b) bis zu 2000

c) bis zu 20 000

Frage 14 von 15
Welche Tiere können sich selbst verstümmeln?

a) Eidechsen

b) Tintenfische

c) Seegurken

Frage 15 von 15
Aus welchem Pflanzenteil wird das Gewürz Safran gewonnen?

a) Narbe

b) Blütenblatt

c) Staubblatt

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 15
Welches Insekt kleidet seine Kinderstuben mit Blütenblättern aus?

a) Mohnbiene ✔️

b) Eisenhuthummel ❌

c) Narzissenschwebfliege ❌

Die Biene (<i>Osmia papaveris</i>) tapeziert Wände und Boden ihrer unterirdischen Schlupfnester mit "rotem Samt": den Blütenblättern des Klatschmohns (<i>Papaver rhoeas</i>). In rasender Geschwindigkeit schneidet sie mit ihren Kieferzangen fingernagelgroße Stücke aus den weichen Blüten heraus, denn für den Innenausbau des Nests benötigt sie 20 bis 40 "Tapetenbahnen". Anschließend sammelt die Biene Nektar und Pollen für den Nachwuchs, legt darauf ein einzelnes Ei, deckt die Brutzelle mit frischen Mohnblütenblättern ab und verschließt das Nest mit Erde. Warum sie die Tapezierarbeiten durchführt, ist unklar. Vielleicht schützen die Blütenblätter das Larvenfutter vor Pilzbefall.

Frage 2 von 15
Welcher Forscher enthüllte, dass Fledermäuse mit den Ohren sehen?

a) Alfred Brehm ❌

b) Donald Griffin ❌

c) Lazzaro Spallanzani ✔️

1793 ersann der Naturforscher eine Reihe von Experimenten, um das Betriebsgeheimnis der Fledermäuse zu lüften: In seinem abgedunkelten Studierzimmer spannte er senkrechte Drähte auf, an die er kleine Glocken hängte. Nacheinander schaltete er bei einigen Versuchstieren die Sehfähigkeit, den Tast-, Geschmacks- und Geruchssinn aus und ließ sie durch den Drahtparcours kreisen - jedes Mal blieb es still. Als er jedoch die Ohren einiger Flugsäuger mit Wachs verstopfte, läuteten die Glocken. Allerdings konnte sich Spallanzani zeit seines Lebens nicht erklären, wie die Fledermäuse mit ihren Ohren sehen. Erst 1938 entdeckte Donald Griffin nach der Erfindung hochsensibler Mikrofone, dass die Flattertiere fortwährend Ultraschalltöne erzeugen, die ihnen ein Hörbild ihrer Umgebung liefern.

Frage 3 von 15
Welches Mittel vertreibt Elefanten vom Gemüsebeet?

a) Knoblauch ❌

b) Chili ✔️

c) Zimt ❌

Elefanten mögen es nicht scharf: Um Dickhäuter von den Feldern und Gemüsebeeten zu vertreiben, pflanzen die Bauern im nördlichen Simbabwe vermehrt Chili an. Mit Erfolg, denn seitdem haben sie keine Probleme mit den ungestümen Besuchern mehr, die allein in Botswana Ernteschäden von jährlich einer Million Euro verursachen. Aus der Not immer kleiner werdender Lebensräume heraus verlassen die großen Rüsseltiere die Savanne und wildern in bestellten Feldern.

Frage 4 von 15
Wie viel mal dünner als ein Menschenhaar ist Spinnenseide?

a) 900-mal ❌

b) 1400-mal ✔️

c) 2100-mal ❌

Der kunstvolle Seidenfaden der Spinnen kann bis zu 250 Meter lang sein. Obwohl er äußerst zart ist, erweist er sich im Vergleich zu Kunstfasern als extrem stabil und hochelastisch: Denn der aus Wasser und Protein bestehende Spinnenfaden ist hundertmal belastbarer als Stahl und kann um das Vierzigfache seiner Länge gedehnt werden. Unangefochten ist das Material die leistungsstärkste Polymerfaser, die die Natur über einige Hundert Millionen Jahre der Evolution hervorgebracht hat.

Frage 5 von 15
Welche Vögel dekorieren ihren Balzplatz mit farbigen Schmuckstücken?

a) Kolibris ❌

b) Laubenvögel ✔️

c) Kasuare ❌

Um den Weibchen zu imponieren, bauen männliche Laubenvögel am Erdboden kunstvolle Balzlauben aus Zweigen. Mit großer Sorgfalt arrangieren sie auf deren Bühne auffällig gefärbte natürliche Gegenstände wie Beeren, Blüten und Federn, aber auch Abfälle der Zivilisation zu kleinen Kunstwerken. Nahezu das ganze Jahr sind die Männchen mit der Errichtung und der Ausschmückung von Haus und Garten beschäftigt, die Eier legt das Weibchen indes in ein eigens konstruiertes Brutnest. Die Baumeister der architektonischen Meisterwerke wurden zunächst verkannt: Als die ersten Forschungsreisenden im 19. Jahrhundert den dichten Bergregenwald Neuguineas durchstreiften, glaubten sie auf Spielhäuser und -plätze von einheimischen Kindern gestoßen zu sein.

Frage 6 von 15
Wie oft werden die Korkeichen in Portugal geschält?

a) alle 3 Jahre ❌

b) alle 6 Jahre ❌

c) alle 9 Jahre ✔️

Im Alter von ungefähr 30 Jahren erfolgt die erste "Ernte" der Korkeiche (<i>Quercus suber</i>). Die weiteren Schälungen werden jeweils im Abstand von den gesetzlich vorgeschriebenen neun Jahren durchgeführt, denn erst dann hat die Rinde die nötige Dicke für hochwertigen Flaschenkork. Die Korkschäler markieren deshalb die frisch bearbeiteten, rot leuchtenden Baumstämme mit der Jahreszahl der Schälung: Eine Drei symbolisiert beispielsweise das Jahr 2003. Maximal ein Drittel der gesamten Baumrinde wird entfernt, um den Fortbestand der Korkeiche nicht zu gefährden.

Frage 7 von 15
Welches Säugetier produziert extrem fettige Milch?

a) Zwergflusspferd ❌

b) Eisbär ✔️

c) Kamel ❌

Die Eisbärin (<i>Ursus maritimus</i>) säugt ihren Nachwuchs mit der reichhaltigsten Milch, deren Fettanteil von 48 Prozent dem von Sahne entspricht. Dank dieses hohen Gehaltes vermögen die Jungen die erforderlichen Fettreserven aufzubauen, ohne die sie in der extremen Kälte der Arktis keine Überlebenschance hätten. Die Fettpolster des Eisbären bilden zusammen mit dem Fell selbst bei Außentemperaturen von -37 Grad Celsius eine effektive Wärmeisolierung. Zum Vergleich enthält die Milch der im tropischen Südostasien beheimateten Malaienbärin (<i>Ursus malayanus</i>) nur fünf Prozent Fett.

Frage 8 von 15
Wie lange ist ein Weibchen des Indischen Elefanten trächtig?

a) durchschnittlich 10-12 Monate ❌

b) durchschnittlich 20-22 Monate ✔️

c) durchschnittlich 28-30 Monate ❌

Von allen Säugetieren weisen die Weibchen des Indischen Elefanten (<i>Elephas maximus</i>) mit durchschnittlich 20-22 Monaten die längste Tragzeit auf. Die längste jemals bekannt gewordene Tragzeit dauerte gar 760 Tage oder umgerechnet 25 Monate - dies entspricht der 2,5-fachen Länge einer menschlichen Schwangerschaft. Der Nachwuchs des Afrikanischen Elefanten kommt nach einer Tragzeit von 18 bis 22 Monaten zur Welt. Und nach der Geburt bleiben die Jungen noch mindestens acht bis zehn Jahre bei ihrer Mutter.

Frage 9 von 15
Welche Wasserpflanze verschluckt Tiere?

a) Wasserlinse ❌

b) Wasserpest ❌

c) Wasserschlauch ✔️

In nährstoffarmen stehenden Gewässern sichert der heimische Wasserschlauch (<i>Utricularia vulgaris</I>) seine Existenz durch den Fang kleiner Tiere. An den fädig zerschlitzten Blättern trägt die Pflanze mit einer Klappe verschlossene Fangblasen, in denen Unterdruck herrscht. Berührt ein Planktonkrebschen oder ein Insekt spezielle Borsten, öffnet sich die Klappe. Das Opfer wird mit einer Portion Wasser in das Innere der Blase gesogen, aus der es kein Entrinnen gibt - und von Drüsenzellen sezernierten Enzymen verdaut.

Frage 10 von 15
Welches Tier ist ausgesprochen kannibalistisch?

a) Alpensalamander ✔️

b) Laubfrosch ❌

c) Rippenmolch ❌

Der Alpensalamander (<i>Salamandra atra</i>) in den Bergregionen Europas ist die einzige Amphibie, deren Nachkommen bereits vor der Geburt einen ausgeprägten Kannibalismus zeigen: Die ersten sich entwickelnden Embryonen verschlingen den Großteil der etwa 60 befruchteten Geschwister-Eier, die das Weibchen in ihrem Körper trägt. Nach einer extrem langen Tragzeit von 2-3 Jahren werden schließlich zwei voll entwickelte Jungtiere geboren.

Frage 11 von 15
Womit cremen sich Kapuzineraffen zur Mückenabwehr ein?

a) mit Pfeilgiftfröschen ❌

b) mit Paradiesvogelblumen ❌

c) mit Tausendfüßern ✔️

Um sich vor blutsaugenden Insekten zu schützen, massieren sich südamerikanische Kapuzineraffen insbesondere in der Regenzeit ein ungewöhnliches Mittel aus der Apotheke der Natur ins Fell: Tausendfüßer-Extrakt. Die Mückenlotion gewinnen sie, indem sie das wurmförmige Insekt quetschen und schlagen. Zur Abwehr spritzt die bedrängte Kreatur ein Sekret von giftigen Benzochinonen aus zahlreichen Drüsen. Diese Chemikalien gelten beim Menschen als Krebs erregend. Ob sie auch bei den Affen langfristige Nebenwirkungen hervorruft, ist noch unklar.

Frage 12 von 15
Welche Pflanze trägt den Spitznamen "Nähmaschine Gottes"?

a) Salzmiere ❌

b) Sandsegge ✔️

c) Strandhafer ❌

Die Sandsegge (<i>Carex arenaria</i>) trägt den Titel "Nähmaschine Gottes", denn die unterirdischen Ausläufer dieses Dünenfestigers verlaufen wie gerade Nähte durch den kahlen Sand und flicken die Dünen scheinbar zusammen. Im regelmäßigen Abstand von vier bis fünf Zentimetern treibt perlschnurartig jeweils ein neuer Spross. Mit ihren Wurzelausläufern vermag die Pflanze jährlich bis zu vier Meter weit zu wandern und neue Flugsandflächen zu erobern. Von einem einzigen Individuum können 30 Meter lange Ausläufer ausgehen.

Frage 13 von 15
Wie viele Zähne verbraucht ein Hai?

a) bis zu 200 ❌

b) bis zu 2000 ❌

c) bis zu 20 000 ✔️

Der Hai beißt mit einer Kraft von 3000 Kilogramm pro Quadratzentimeter zu. Seine Beute reißt und schneidet er in Stücke, wie kleine Messer durchtrennen seine Zähne Muskeln und Gewebe des Opfers. Ist ein Zahn zerbrochen oder abgenutzt, kann er ihn innerhalb weniger Tage ersetzen, denn ständig wachsen neue von hinten nach. Da seine Zähne nicht mit den Wurzeln im Kiefer verankert sind wie beim Menschen, kann der Hai sie sehr leicht verlieren. Im Laufe seines Lebens verschleißt er somit bis zu 20 000 Zähne.

Frage 14 von 15
Welche Tiere können sich selbst verstümmeln?

a) Eidechsen ✔️

b) Tintenfische ❌

c) Seegurken ❌

Bei Gefahr opfern Eidechsen ein weniger wichtiges Körperteil, um sich selbst in Sicherheit zu bringen: Kurzerhand werfen sie ihren Schwanz ab, der an der Basis eine Sollbruchstelle aufweist, und lassen ihren Verfolger mit einer sich windenden Scheinbeute zurück. Das verlorene Körperteil wächst anschließend wieder nach.

Frage 15 von 15
Aus welchem Pflanzenteil wird das Gewürz Safran gewonnen?

a) Narbe ✔️

b) Blütenblatt ❌

c) Staubblatt ❌

Safran ist ein kostbares, in kleinen Mengen verkauftes Pulver, das bereits im Mittelalter ein begehrtes Gewürz, Färbemittel und Aphrodisiakum war. Gewonnen wird es aus den orangeroten Narben des Safran-Krokus <i>Crocus sativus</i>, einer im Herbst violett blühenden, sehr alten Kulturform. Für ein Kilogramm Trockenmasse werden 150.000-200.000 Narben benötigt. Die intensive gelbrote Farbe ist auf das mit Glucose veresterte Carotinoid Crocin zurückzuführen. Ätherische Öle und der Bitterstoff Pikrocrocin verleihen dem Gewürz den aromatischen Duft und süßlich-würzigen Geschmack.


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