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Wissenstest: Menschenrechte


Der 10. Dezember ist der internationale Tag der Menschenrechte. Was wissen Sie über die Grundrechte der Menschen?

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 10
Wann verabschiedete die UN-Generalversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte?

a) 10. Dezember 1968

b) 10. Dezember 1958

c) 10. Dezember 1948

Frage 2 von 10
Bei einer Debatte des Uno-Menschenrechtsausschusses im November 2007 vertraten die USA eine gemeinsame Meinung mit dem Iran und Syrien. Mit welcher Thematik befasste sich der Ausschuss?

a) Konsequentere Umsetzung der Religionsfreiheit

b) Aussetzung der Todesstrafe

c) Globale Abrüstung

Frage 3 von 10
In wie vielen Ländern weltweit wurde im Jahr 2009 die Meinungsfreiheit eingeschränkt?

a) 36

b) 66

c) 96

Frage 4 von 10
Welches Recht ist nicht Bestandteil der Menschenrechtscharta von 1948?

a) Das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit

b) Das Recht auf bezahlten Urlaub

c) Das Recht auf sauberes Wasser

Frage 5 von 10
Welche Klassifizierung der Menschenrechte wird üblicherweise verwendet?

a) Menschenrechte 1., 2. und 3. Ordnung

b) Menschenrechte 1., 2. und 3. Grades

c) Menschenrechte 1., 2. und 3. Generation

Frage 6 von 10
Wie lautet der erste Artikel der UN-Menschenrechtserklärung?

a) "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

b) "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

c) "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person."

Frage 7 von 10
Nur zwei Staaten der Vereinten Nationen sind bislang der 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention noch nicht beigetreten. Um welche Nationen handelt es sich?

a) Montenegro und die Schweiz

b) Somalia und die USA

c) Kanada und Österreich

Frage 8 von 10
Welche der folgenden Aussagen zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ist falsch?

a) Die deutschsprachige Fassung der EMRK ist rechtlich nicht bindend.

b) Alle Mitglieder des Europarates haben die EMRK unterzeichnet und ratifiziert.

c) Die EMRK trat erst im Jahr 1993 allgemein in Kraft.

Frage 9 von 10
Welches der folgenden Menschenrechte darf auch im Falle des Notstandes nicht ausgesetzt werden?

a) Verbot der Sklaverei und Leibeigenschaft

b) Recht auf Freiheit und Sicherheit

c) Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit

Frage 10 von 10
In Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention werden die Fluchtgründe genannt, die zur Anerkennung eines Flüchtlings durch die Konvention gelten. Welcher der folgenden Gründe fällt nicht darunter?

a) Flucht vor Verfolgung aufgrund der Religionszugehörigkeit

b) Flucht vor politischer Verfolgung

c) Flucht vor Hungersnöten

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 10
Wann verabschiedete die UN-Generalversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte?

a) 10. Dezember 1968 ❌

b) 10. Dezember 1958 ❌

c) 10. Dezember 1948 ✔️

Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris die UN-Menschenrechtscharta. In der Präambel der Erklärung werden die Beweggründe der Vereinten Nationen genannt. Die jüngsten Verbrechen an der Würde des Menschen im zweiten Weltkrieg machten die Notwendigkeit eines Bekenntnisses zu allgemeingültigen Rechten aller Menschen deutlich. So steht dort unter anderem geschrieben: " [...]da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, [...] verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte [...]".

Frage 2 von 10
Bei einer Debatte des Uno-Menschenrechtsausschusses im November 2007 vertraten die USA eine gemeinsame Meinung mit dem Iran und Syrien. Mit welcher Thematik befasste sich der Ausschuss?

a) Konsequentere Umsetzung der Religionsfreiheit ❌

b) Aussetzung der Todesstrafe ✔️

c) Globale Abrüstung ❌

Nach einer zweitägigen hitzigen Debatte verabschiedete der UN-Menschenrechtsausschuss Mitte November 2007 eine Resolution zum weltweiten Stopp aller Hinrichtungen. Die USA begaben sich bei der vorrangegangenen Debatte dabei in ein Lager mit dem Iran, Syrien und weiteren Befürwortern der Todesstrafe. Der amerikanische Vertreter begründete diese Einstellung damit, dass das Völkerrecht kein Verbot der Todesstrafe vorsehe. Auch wenn sich der weltweite Trend zur Abschaffung der Todesstrafe weiter fortsetzt, ist das Ziel der Menschenrechtler - eine Welt ohne Todesstrafe - noch nicht erreicht: 58 Staaten halten bis heute an der Todesstrafe fest.

Frage 3 von 10
In wie vielen Ländern weltweit wurde im Jahr 2009 die Meinungsfreiheit eingeschränkt?

a) 36 ❌

b) 66 ❌

c) 96 ✔️

Artikel 19 der Menschenrechtscharta besagt: "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten." In Deutschland ist das Recht auf Meinungsfreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes verankert. Weltweit ist die Meinungsfreiheit jedoch ein oft missachtetes Recht, nicht nur China, Russland und die Türkei verstoßen regelmäßig gegen diesen Vorsatz.

Frage 4 von 10
Welches Recht ist nicht Bestandteil der Menschenrechtscharta von 1948?

a) Das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit ❌

b) Das Recht auf bezahlten Urlaub ❌

c) Das Recht auf sauberes Wasser ✔️

Das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit ist in Artikel 23 der Menschenrechtscharta verankert. Artikel 24 beinhaltet darüber hinaus sogar das Recht auf bezahlten Urlaub: "Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub." Ein Recht auf sauberes Wasser ist nicht explizit in den 30 Artikeln erwähnt.

Frage 5 von 10
Welche Klassifizierung der Menschenrechte wird üblicherweise verwendet?

a) Menschenrechte 1., 2. und 3. Ordnung ❌

b) Menschenrechte 1., 2. und 3. Grades ❌

c) Menschenrechte 1., 2. und 3. Generation ✔️

Die Einteilung der Menschenrechte nach verschiedenen Generationen ist seit dem 20. Jahrhundert zwar allgemein üblich, die Sinnhaftigkeit dieser Bezeichnung ist jedoch fraglich, da einerseits eine Wertung als wichtiger bzw. weniger wichtig impliziert wird und der Begriff der "Generation" zum anderen eine zeitliche Abfolge suggeriert, die so nicht gegeben ist. Allgemein kann man sagen, dass die Menschenrechte 1. Ordnung bürgerliche Freiheitsrechte wie etwa die Reise- und Meinungsfreiheit umfassen. Soziale, kulturelle und wirtschaftliche Rechte - etwa das Recht auf Bildung - werden als Menschenrechte der 2. Generation bezeichnet. Die Menschenrechte der 3. Generation sind nicht exakt definiert, können jedoch grob als Gruppenrechte aufgefasst werden, für deren Umsetzung es häufig eines weltweiten Rahmens bedarf. Beispiele hierfür wären etwa das Recht auf Frieden oder eine intakte Umwelt.

Frage 6 von 10
Wie lautet der erste Artikel der UN-Menschenrechtserklärung?

a) "Die Würde des Menschen ist unantastbar." ❌

b) "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." ✔️

c) "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." ❌

... Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.", ist der Wortlaut des 1. Artikels der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen.

Frage 7 von 10
Nur zwei Staaten der Vereinten Nationen sind bislang der 1989 verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention noch nicht beigetreten. Um welche Nationen handelt es sich?

a) Montenegro und die Schweiz ❌

b) Somalia und die USA ✔️

c) Kanada und Österreich ❌

Zwar haben die USA durch Madeleine Albright die Konvention bereits unterzeichnet, doch ist es bis heute nicht zur abschließenden Ratifizierung des Vertrages durch den amerikanischen Senat gekommen. Konservative Gruppen befürchten eine Einschränkung der Souveränität der USA. Es besteht unter anderem Sorge, dass die Konvention nicht mit dem in den USA häufigen Unterreichten der Kinder durch die Eltern vereinbar wäre. Zudem ist es in manchen US-Bundesstaaten möglich, Minderjährige ohne Bewährung zu lebenslanger Haft zu verurteilen, auch dies ist nicht mit der UN-Kinderrechtskonvention vereinbar.

Frage 8 von 10
Welche der folgenden Aussagen zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ist falsch?

a) Die deutschsprachige Fassung der EMRK ist rechtlich nicht bindend. ❌

b) Alle Mitglieder des Europarates haben die EMRK unterzeichnet und ratifiziert. ❌

c) Die EMRK trat erst im Jahr 1993 allgemein in Kraft. ✔️

Am 4. November 1950 wurde die vom Europarat ausgearbeitete EMRK in Rom unterzeichnet. Sie beinhaltet in ihren 15 Artikeln unter anderem das Recht auf Freiheit und Sicherheit sowie das Verbot der Folter, Sklaverei und Zwangsarbeit. Dabei sind jedoch nur die englisch- und französischsprachige Fassung rechtlich verbindlich. Heute ist die Unterzeichnung und Ratifizierung der EMRK Beitrittsbedingung für den Europarat.

Frage 9 von 10
Welches der folgenden Menschenrechte darf auch im Falle des Notstandes nicht ausgesetzt werden?

a) Verbot der Sklaverei und Leibeigenschaft ✔️

b) Recht auf Freiheit und Sicherheit ❌

c) Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit ❌

Artikel 15 der Europäischen Menschenrechtskonvention erlaubt im Falle eines Krieges oder anderen das Leben der Nation gefährdenden Notstandes das Abweichen von den zuvor genannten Rechten. Davon ausgenommen sind jedoch das Verbot der Folter, das Verbot der Sklaverei und Leibeigenschaft und das Rückwirkungsverbot für eine Bestrafung.

Frage 10 von 10
In Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention werden die Fluchtgründe genannt, die zur Anerkennung eines Flüchtlings durch die Konvention gelten. Welcher der folgenden Gründe fällt nicht darunter?

a) Flucht vor Verfolgung aufgrund der Religionszugehörigkeit ❌

b) Flucht vor politischer Verfolgung ❌

c) Flucht vor Hungersnöten ✔️

Die Genfer Flüchtlingskonvention definiert einen Flüchtling als Person, die "[...] aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet [...]".


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