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Wissenstest Wissenstest: Biolandwirtschaft


Sind Bio-Lebensmittel eigentlich immer unbehandelt? Wie viele Biobauernhöfe gibt es in Deutschland? Und welches Land erzielt die höchsten Einnahmen mit dem Verkauf von Bio-Ware? Testen Sie Ihr Wissen!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 10
Welcher Ausdruck steht nicht für "ökologische Erzeugung"?

a) "Biologisch"

b) "Integrierter Anbau"

c) "Öko"

Frage 2 von 10
Sind Bio-Lebensmittel immer unbehandelt?

a) Ja

b) Nein

Frage 3 von 10
Gentechnik ist im Ökolandbau tabu. Dennoch sind "Verunreinigungen" zulässig. Bis zu welcher Obergrenze?

a) 0,1 Prozent

b) 0,9 Prozent

c) 9 Prozent

Frage 4 von 10
Wie viele Öko-Agrarbetriebe gab es 2009 in Deutschland?

a) rund 100

b) rund 1000

c) rund 21.000

Frage 5 von 10
Biolebensmittel ...

a) ... schmecken besser als konventiell erzeugte.

b) ... sind gesundheitsfördernd.

c) ... sind weniger pestizidbelastet.

Frage 6 von 10
Wer lieferte die ersten Anstöße zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise?

a) der Ökologe Ernst Haeckel

b) der Anthroposoph Rudolph Steiner

c) der Naturforscher Charles Darwin

Frage 7 von 10
Welcher Kontinent verfügt über die meisten ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzflächen?

a) Amerika

b) Europa

c) Ozeanien

Frage 8 von 10
Ist in der biologischen Landwirtschaft nach EG-Öko-Verordnung die Enthornung von Rindern erlaubt?

a) Ja

b) Nein

Frage 9 von 10
Wie viele der über 300 in Lebensmitteln verwendeten Zusatzstoffe sind laut EG-Öko-Verordnung auch in der biologischen Herstellung erlaubt?

a) 47

b) 88

c) 152

Frage 10 von 10
Welches Land der EU erzielt den höchsten Umsatz mit Bio-Lebensmitteln?

a) Deutschland

b) Dänemark

c) Vereinigtes Königreich

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 10
Welcher Ausdruck steht nicht für "ökologische Erzeugung"?

a) "Biologisch" ❌

b) "Integrierter Anbau" ✔️

c) "Öko" ❌

Ob "ökologisch", "biologisch" oder einfach "öko" und "bio" - die Bezeichnungen sind gesetzlich geschützt. Sie dürfen nur für Lebensmittel verwendet werden, die den Anforderungen der EU über den Öko-Landbau genügen.

Frage 2 von 10
Sind Bio-Lebensmittel immer unbehandelt?

a) Ja ❌

b) Nein ✔️

Verboten sind in der ökologischen Landwirtschaft chemisch-synthetische Dünger, Pestizide, bestimmte Medikamente und Hormone. Doch ganz ohne "Behandlung" wachsen auch Öko-Pflanzen nicht. Im Weinanbau etwa ist die Anwendung von Kupfer zulässig. Mit dem Metall bekämpfen die Winzer Pilze, die die Reben befallen können.

Frage 3 von 10
Gentechnik ist im Ökolandbau tabu. Dennoch sind "Verunreinigungen" zulässig. Bis zu welcher Obergrenze?

a) 0,1 Prozent ❌

b) 0,9 Prozent ✔️

c) 9 Prozent ❌

In Öko-Lebensmittel dürfen bis zu 0,9 Prozent der Inhaltsstoffe von gentechnisch veränderten Organismen enthalten sein - die allerdings nicht absichtlich zugesetzt sein dürfen.

Frage 4 von 10
Wie viele Öko-Agrarbetriebe gab es 2009 in Deutschland?

a) rund 100 ❌

b) rund 1000 ❌

c) rund 21.000 ✔️

Das entsprach einem Anteil von 5,6 Prozent an allen Landwirtschafts-Betrieben. Zusammen bewirtschafteten sie eine Fläche von 9471,15 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Schleswig-Holstein ist rund 15.799 Quadratkilometer groß.

Frage 5 von 10
Biolebensmittel ...

a) ... schmecken besser als konventiell erzeugte. ❌

b) ... sind gesundheitsfördernd. ❌

c) ... sind weniger pestizidbelastet. ✔️

Bio scheint Geschmackssache zu sein: bislang konnte nicht schlüssig bewiesen werden, dass biologisch angebaute Lebensmittel besser schmecken. Auch dass sie mehr oder bessere Inhaltsstoffe hätten als konventionell erzeugte, ist unter Ernährungswissenschaftlern umstritten. Nachweisbar ist dagegen, dass Bio-Produkte im Durchschnitt weniger mit Pestiziden belastet sind. Außerdem unterstützen Bio-Konsumenten eine umweltverträgliche Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung.

Frage 6 von 10
Wer lieferte die ersten Anstöße zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise?

a) der Ökologe Ernst Haeckel ❌

b) der Anthroposoph Rudolph Steiner ✔️

c) der Naturforscher Charles Darwin ❌

Die Grundlage der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise bildet die Vortragsreihe "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft", die der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, im Juni 1924 hielt. Dabei stellte Rudolf Steiner kein erprobtes und ausgereiftes Konzept der ökologischen Landwirtschaft vor, sondern gab lediglich Anstöße für anthroposophisch fundierte Methoden der Landbewirtschaftung.Bei dem von Steiner entworfenen Konzept kam es vor allen Dingen auf die Vielfalt eines landwirtschaftlichen Betriebs an. Die Forderung war, möglichst viele Tier-und Pflanzenarten auf dem Hof zu haben. Je vielfältiger und abwechslungsreicher ein Betrieb produzierte, umso stabiler sollte die Umwelt sein. Außerdem sollten bestimmte Präparate verwendet werden, bei denen die kosmischen Rhythmen des Mondes und der Planeten berücksichtigt wurden.

Frage 7 von 10
Welcher Kontinent verfügt über die meisten ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzflächen?

a) Amerika ❌

b) Europa ❌

c) Ozeanien ✔️

Ozeanien verfügt mit 12,1 Millionen Hektar (rund 35 Prozent) über die größten biologischen Anbauflächen. Der größte Teil davon befindet sich in Australien (12 Millionen Hektar). Das Land verfügt damit auch über die weltweit größte ökologisch bewirtschaftete Fläche eines Landes. In Europa sind es dagegen nur 8,2 Millionen Hektar.

Frage 8 von 10
Ist in der biologischen Landwirtschaft nach EG-Öko-Verordnung die Enthornung von Rindern erlaubt?

a) Ja ✔️

b) Nein ❌

Eingriffe am Tier wie Zähnekneifen, Kupieren des Schwanzes, Stutzen der Schnäbel etc., dürfen nicht systematisch angewendet werden. Die Enthornung von Rindern ist aber aus Sicherheitsgründen erlaubt.

Frage 9 von 10
Wie viele der über 300 in Lebensmitteln verwendeten Zusatzstoffe sind laut EG-Öko-Verordnung auch in der biologischen Herstellung erlaubt?

a) 47 ✔️

b) 88 ❌

c) 152 ❌

In der biologischen Lebensmittelherstellung werden deutlich weniger Zusatzstoffe verwendet als in der konventionellen. Nur 47 Stoffe sind erlaubt. Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren und geschmacksverstärker sind vollständig verboten. Lebensmittelzusatzstoffe in Bio-Produkten sind nur für die Fälle erlaubt, in denen die Lebensmittel ohne die betreffenden Stoffe weder hergestellt noch haltbar gemacht werden können.

Frage 10 von 10
Welches Land der EU erzielt den höchsten Umsatz mit Bio-Lebensmitteln?

a) Deutschland ✔️

b) Dänemark ❌

c) Vereinigtes Königreich ❌

Deutschland liegt mit etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr auf Platz 1 beim Umsatz mit Bio-Lebensmitteln. An zweiter Stelle steht das Vereinigte Königreich mit 2,6 Milliarden Euro, auf dem dritten Platz Frankreich mit 1,9 Milliarden Euro. Dänemark weist die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben pro Jahr für Bio-Lebensmittel vor.


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