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Wissenstest Schlaue Tiere


Wie viele Begriffe beherrschte Graupapagei "Alex"? Womit beeindruckt Bordercollie "Chaser" nicht nur sein Herrchen? Wie spannt der Kleine Leberegel Ameisen für seine Zwecke ein? Testen Sie Ihr Wissen!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 10
Wie viele Begriffe beherrschte Graupapagei "Alex"?

a) 10

b) 100

c) 1000

Frage 2 von 10
Was ist das Besondere an Delfinen?

a) Sie geben sich Namen.

b) Ihre Sprache folgt einer ausgefeilten Grammatik.

c) Sie jagen nur einzeln.

Frage 3 von 10
Über welche Distanz können Blauwale kommunizieren?

a) 16 km

b) 160 km

c) 1600 km

Frage 4 von 10
Wen rettete die Gorilladame Binti Jua im Zoo von Chicago?

a) Einen Silberrücken

b) Ein Gorillababy

c) Ein Kleinkind

Frage 5 von 10
Was tun Blattschneiderameisen der Gattung Atta, wenn sie in einem unterirdischen Gang verschüttet wurden?

a) Sie fallen in eine energieschonende Starre.

b) Sie rufen Artgenossen zur Hilfe.

c) Sie versuchen bis zur Erschöpfung, sich selbst zu befreien.

Frage 6 von 10
Wie viele Gegenstände kann Bordercollie "Chaser" auseinanderhalten?

a) 14

b) 392

c) 1022

Frage 7 von 10
Wie finden Bienenvölker einen neuen Nistplatz?

a) Die Tiere schwärmen aus und lassen sich vom Zufall leiten.

b) Die Königin sucht einen geeigneten Platz aus.

c) Kundschafter werben für ihren Favoriten mit einem Tanz.

Frage 8 von 10
Der Kleine Leberegel manipuliert seinen Zwischenwirt, die Ameise, zu seinem eigenen Vorteil ...

a) Leberegel-Larven bringen Ameisen dazu, dem Hauptwirt, einem Schaf, ins Maul zu krabbeln.

b) Die Larve manipuliert das Ameisenhirn so, dass sich das infizierte Tier vom einem Schaf fressen lässt.

c) Das Gift infizierter Ameisen enthält Eier des Kleinen Leberegels.

Frage 9 von 10
Wie schützt sich ein südostasiatischer Octopus nicht vor Fressfeinden?

a) Er nimmt die Form und die Farbe von giftigen Plattfischen an.

b) Er versteckt sich und ahmt mit zwei Armen eine giftige Seeschlange nach.

c) Er passt sich optisch an den Untergrund an.

Frage 10 von 10
Was können Hammerhaie?

a) Sie nehmen Temperaturunterschiede von weniger als 0,001 Grad Celsius wahr.

b) Sie erkennen Abweichungen ihrer Schwimmrichtung von weniger als 0,1 Grad anhand des Erdmagnetfeldes.

c) Sie hören Flossenbewegungen von Beutetieren in 100 Kilometer Entfernung.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 10
Wie viele Begriffe beherrschte Graupapagei "Alex"?

a) 10 ❌

b) 100 ✔️

c) 1000 ❌

Der Papagei der US-Psychologien Irene Pepperberg, der 2007 starb, hatte ein Vokabular von mehr als 100 Begriffen, die er dem Sinn nach zu nutzen verstand. Er kannte sogar die Bedeutung von Konzepten wie "größer", "gleich" und "verschieden". Hielt man ihm beispielsweise zwei Schlüssel vor den Schnabel und fragte, welche Farbe der kleinere habe, so gab der Vogel die richtige Antwort.

Frage 2 von 10
Was ist das Besondere an Delfinen?

a) Sie geben sich Namen. ✔️

b) Ihre Sprache folgt einer ausgefeilten Grammatik. ❌

c) Sie jagen nur einzeln. ❌

Delfine besitzen sogar so etwas wie Eigennamen. Jedes Jungtier entwickelt im ersten Lebensjahr eine spezifische Klangfolge, einen sogenannten Signaturpfiff, mit dem es sich fortan zu erkennen gibt. Mitunter rufen die Meeressäuger - das jedenfalls vermuten manche Forscher - vermisste Kameraden bei deren Namen, etwa wenn zwei befreundete Tiere voneinander getrennt werden.Bei Großen Tümmlern vor der Küste Floridas pflegen die männlichen Jungtiere Signaturpfiffe auszuwählen, die sich wie ein Familienname eng an die mütterliche Lautfolge anlehnen.

Frage 3 von 10
Über welche Distanz können Blauwale kommunizieren?

a) 16 km ❌

b) 160 km ❌

c) 1600 km ✔️

Die Meeressäuger stoßen extrem laute und tiefe Töne aus, die sich im Wasser beinahe ohne Verlust ausbreiten.

Frage 4 von 10
Wen rettete die Gorilladame Binti Jua im Zoo von Chicago?

a) Einen Silberrücken ❌

b) Ein Gorillababy ❌

c) Ein Kleinkind ✔️

Im Zoo von Chicago stürzte am 16. August 1996 ein dreijähriger Junge fünfeinhalb Meter tief in das Affengehege. Sofort eilte die achtjährige Gorillafrau zu dem Kind, ergriff es, nahm es vor den eigenen Käfiggenossen in Schutz und hockte sich mit ihm auf einen Baumstamm. Eine Zeitlang wiegte sie den Jungen in ihrem Schoß, gab ihm ein paar freundliche Klapse auf den Rücken und lieferte ihn schließlich bei den Wärtern ab - eine Geste, die zeigt, dass sich Menschenaffen nicht nur in die Ängste eines Mitglieds der eigenen Gruppe einfühlen können, sondern sogar in die Emotionen eines nicht einmal zur eigenen Art gehörenden Geschöpfes.

Frage 5 von 10
Was tun Blattschneiderameisen der Gattung Atta, wenn sie in einem unterirdischen Gang verschüttet wurden?

a) Sie fallen in eine energieschonende Starre. ❌

b) Sie rufen Artgenossen zur Hilfe. ✔️

c) Sie versuchen bis zur Erschöpfung, sich selbst zu befreien. ❌

Die Ameisen reiben zwei Segmente ihres Hinterleibs rasch gegeneinander, sodass ein schrilles Zirpen entsteht. Dessen Schallenergie pflanzt sich nicht nur in der Luft fort, sondern vor allem als Vibration im Erdreich. Kaum haben andere Ameisen mittels empfindlicher Sensoren in ihren Beinen das SOS-Signal empfangen, kommen sie den Unfallopfern zu Hilfe. Gemeinsam graben sie einen Tunnel zu den verschütteten Artgenossen, um sie zu befreien.

Frage 6 von 10
Wie viele Gegenstände kann Bordercollie "Chaser" auseinanderhalten?

a) 14 ❌

b) 392 ❌

c) 1022 ✔️

Der in den USA lebende Bordercollie "Chaser" ("Jäger") kann 1022 Gegenstände auf Befehl aus einer beliebigen Menge von Gegenständen heraussuchen.

Frage 7 von 10
Wie finden Bienenvölker einen neuen Nistplatz?

a) Die Tiere schwärmen aus und lassen sich vom Zufall leiten. ❌

b) Die Königin sucht einen geeigneten Platz aus. ❌

c) Kundschafter werben für ihren Favoriten mit einem Tanz. ✔️

Hat eine Kundschafterin einen geeigneten Nistplatz ausfindig gemacht, kehrt sie zur Gruppe zurück und bewirbt ihren Fund mit einer Art Tanz. Sie läuft vor und zurück, wackelt mit ihrem Hinterteil, dreht sich von Zeit zu Zeit in einem weiten Bogen um die eigene Achse. Das seltsameBewegungsmuster enthält Informationen über die grobe Lage des entsprechenden Fundorts, gleich einem Code, den die anderen Bienen zu entschlüsseln vermögen. Sie erfahren, in welcher Entfernung und welcher Richtung die beworbene Stelle ungefähr liegt - und für wie geeignet die Kundschafterin den möglichen Nistplatz hält.

Frage 8 von 10
Der Kleine Leberegel manipuliert seinen Zwischenwirt, die Ameise, zu seinem eigenen Vorteil ...

a) Leberegel-Larven bringen Ameisen dazu, dem Hauptwirt, einem Schaf, ins Maul zu krabbeln. ❌

b) Die Larve manipuliert das Ameisenhirn so, dass sich das infizierte Tier vom einem Schaf fressen lässt. ✔️

c) Das Gift infizierter Ameisen enthält Eier des Kleinen Leberegels. ❌

Mit welcher Raffinesse manche Parasiten beim Wirtswechsel vorgehen, zeigt der Kleine Leberegel. Um von einem Schaf, ihrem Hauptwirt, in ein anderes zu gelangen, manipulieren die Schmarotzer das Verhalten mehrerer Zwischenwirte. Über den Schafkot finden die Wurmeier ins Freie, werden dort von Schnecken gefressen. In deren Innerem entwickeln sich die Larven des Wurms, dringen in die Atemorgane der Schnecke, die sie in Schleimballen aushustet. Ameisen vertilgen den Schleim samt Larven, die im Insekt eine weitere Wandlung durchmachen. Eine Larve kriecht ins Hirn und löst ein sonderbares Verhalten aus: Anstatt wie alle Artgenossen abends in den Bau zu krabbeln, verbeißt sich die Ameise in einen Grashalm - und wird daraufhin nachts von weidenden Schafen gefressen.

Frage 9 von 10
Wie schützt sich ein südostasiatischer Octopus nicht vor Fressfeinden?

a) Er nimmt die Form und die Farbe von giftigen Plattfischen an. ❌

b) Er versteckt sich und ahmt mit zwei Armen eine giftige Seeschlange nach. ❌

c) Er passt sich optisch an den Untergrund an. ✔️

Der wohl größte Verwandlungskünstler unter den Kraken ist der in südostasiatischen Küstengewässern heimische Thaumoctopus mimicus. Statt optisch mit dem umliegenden Gelände zu verschmelzen, verwandelt sich der Meeresbewohner scheinbar in andere - bedrohlichere - Tiere, um sich so vor Feinden zu schützen. Blitzschnell nimmt er etwa die Farbe eines giftigen Plattfischs an und schlängelt mit angelegten Armen so flach über den Meeresgrund, als habe er sich auch dessen Körperbau angeeignet. Oder er versteckt seinen flexiblen Leib in einer Höhle, aus der er lediglich zwei seiner langen Arme baumeln lässt. Die Extremitäten färbt er schwarz-weiß ein und bewegt sie derart geschickt, dass sie dem vorderen und hinteren Teil einer gefährlichen Seeschlange zum Verwechseln ähnlich sehen.

Frage 10 von 10
Was können Hammerhaie?

a) Sie nehmen Temperaturunterschiede von weniger als 0,001 Grad Celsius wahr. ✔️

b) Sie erkennen Abweichungen ihrer Schwimmrichtung von weniger als 0,1 Grad anhand des Erdmagnetfeldes. ❌

c) Sie hören Flossenbewegungen von Beutetieren in 100 Kilometer Entfernung. ❌

Laborversuche zeigen, dass ihre Sinneszellen die Meeresräuber wohl in die Lage versetzen, einen Wechsel der Wassertemperatur von weniger als 0,001 Grad Celsius wahrzunehmen. Das hilft den Haien vielleicht - so spekulieren manche Wissenschaftler -, lohnende Jagdgründe zu entdecken. Denn die finden sich im Ozean oft gerade dort, wo Wassermassen aufeinandertreffen, deren Temperaturen nur leicht voneinander abweichen.

GEO KOMPAKT Nr. 33 - 12/12 - Wie Tiere denken

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