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Wissenstest Die Globalisierung der Natur


Wollhandkrabben in der Nordsee, Waschbären in Hessen oder Graue Eichhörnchen in England: Ob ausgesetzt oder als blinde Passagiere eingereist - oft tauchen Arten in Gegenden auf, die sie auf natürlichem Weg nie erreicht hätten. Und die auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt völlig unvorbereitet ist

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 10
Werden eingeschleppte Arten in ihrer neuen Heimat bedenklich, bezeichnet man sie als invasiv. Wo liegt das Problem?

a) Sie verfälschen den Gen-Pool.

b) Ihre Rolle im neuen Ökosystem ist unvorhersehbar.

c) Sie beeinträchtigen Verkehrswege.

Frage 2 von 10
Amerikanische Aga-Kröten wurden 1935 zur Schädlingsbekämpfung in Australien ausgesetzt. Was ist aus den Kröten geworden?

a) Ein Nationalgericht.

b) Eine Plage.

c) Sie sind in Australien nicht mehr nachweisbar.

Frage 3 von 10
Auch bei uns gibt es Probleme mit eingeschleppten Tieren, Waschbären etwa, die in Hessen ausgesetzt wurden, sich nun ausbreiten und vielerorts eine Plage sind. Die Tiere zu bejagen bringt nichts, denn ...

a) Das wäre viel zu teuer.

b) Waschbären sind viel zu schlau.

c) Dadurch gäbe es noch mehr Waschbären.

Frage 4 von 10
Nicht alle Neuankömmlinge machen Ärger. Welcher ursprünglich aus Ostasien stammende Vogel lebt inzwischen wie eine heimische Art in Deutschland?

a) Fasan

b) Eisvogel

c) Haussperling

Frage 5 von 10
Was kann Ihnen in Mecklenburg passieren?

a) Sie können von Affen mit Eicheln beworfen werden.

b) Sie können auf Feldern über Python-Schlangen stolpern.

c) Sie können Nandus beobachten, südamerikanische Laufvögel.

Frage 6 von 10
Was sind Ballungszentren der Bioinvasion?

a) Häfen

b) Gebirgstäler

c) Flussmündungen

Frage 7 von 10
Welche beiden Faktoren spielen bei der Verbreitung von Arten mit dem Schiff eine wichtige Rolle?

a) Schiffstyp und Zielhafen

b) Meeresströmung und Schiffsfarbe

c) Tankgröße und Seegang

Frage 8 von 10
Warum sollten Sie den Platz, an dem im Winter das Vogelfutterhäuschen stand, im Frühjahr aufmerksam beobachten?

a) Es können aggressive Pflanzen keimen.

b) Es können hartnäckige Schädlinge schlüpfen.

c) Es können sich tropische Pilze verbreiten.

Frage 9 von 10
Der Klimawandel verstärkt die Probleme durch eingeschleppte Arten. Womit müssen wir in Zukunft vermutlich in Mitteleuropa rechnen?

a) Mit Deichbrüchen

b) Mit Gebäudeschäden

c) Mit Tropenkrankheiten

Frage 10 von 10
Lupinen stammen aus Nordamerika und werden im Garten zur Bodenverbesserung genutzt. Eine wichtige Eigenschaft macht die Pflanzen für die Natur allerdings zum Problem ...

a) Ihre extrem langen Wurzeln bedrängen andere Pflanzen.

b) Die Samen sind schmackhaft, aber giftig.

c) Die Pflanzen sammeln Luftstickstoff.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 10
Werden eingeschleppte Arten in ihrer neuen Heimat bedenklich, bezeichnet man sie als invasiv. Wo liegt das Problem?

a) Sie verfälschen den Gen-Pool. ❌

b) Ihre Rolle im neuen Ökosystem ist unvorhersehbar. ✔️

c) Sie beeinträchtigen Verkehrswege. ❌

Eingeschleppte Arten können sich entweder wegen fehlender Feinde ausbreiten und sich kreuz und quer durch die heimische Natur fressen, sie überwuchern oder verdrängen. Auf der anderen Seite können neue Arten aber auch sang- und klanglos verschwinden, wenn sie keine stabilen Populationen bilden.

Frage 2 von 10
Amerikanische Aga-Kröten wurden 1935 zur Schädlingsbekämpfung in Australien ausgesetzt. Was ist aus den Kröten geworden?

a) Ein Nationalgericht. ❌

b) Eine Plage. ✔️

c) Sie sind in Australien nicht mehr nachweisbar. ❌

Die Schädlinge konnten fliegen, die Kröten nicht. Daher haben sich die Kröten lieber auf dem Kontinent breit gemacht und fressen dort alles kurz und klein, was sie erwischen können. Natürliche Feinde haben sie in Australien nicht. Die Kröten sondern zudem ein Gift ab, das sogar für Säugetiere gefährlich ist.

Frage 3 von 10
Auch bei uns gibt es Probleme mit eingeschleppten Tieren, Waschbären etwa, die in Hessen ausgesetzt wurden, sich nun ausbreiten und vielerorts eine Plage sind. Die Tiere zu bejagen bringt nichts, denn ...

a) Das wäre viel zu teuer. ❌

b) Waschbären sind viel zu schlau. ❌

c) Dadurch gäbe es noch mehr Waschbären. ✔️

Auch wenn es zunächst unlogisch klingt, würde eine Bejagung die Individuenzahl erhöhen. Man hat natürlich probiert, die Population durch die Jagd zu reduzieren. Als Folge produzierten die Tiere noch mehr Nachwuchs und die Population wurde insgesamt jünger und noch aktiver.

Frage 4 von 10
Nicht alle Neuankömmlinge machen Ärger. Welcher ursprünglich aus Ostasien stammende Vogel lebt inzwischen wie eine heimische Art in Deutschland?

a) Fasan ✔️

b) Eisvogel ❌

c) Haussperling ❌

Fasane wurden im Mittelalter in Mitteleuropa eigentlich nur ausgesetzt, damit königliche Jagdgesellschaften sie anschließend wieder abschießen konnten. Bereits die Römer haben die wohlschmeckenden Vögel in Südeuropa eingeführt. Stabile Populationen konnten sich bei uns nur durch Hegemaßnahmen aufbauen.

Frage 5 von 10
Was kann Ihnen in Mecklenburg passieren?

a) Sie können von Affen mit Eicheln beworfen werden. ❌

b) Sie können auf Feldern über Python-Schlangen stolpern. ❌

c) Sie können Nandus beobachten, südamerikanische Laufvögel. ✔️

Die riesigen, bis 1,70 m großen Tiere sind vor einigen Jahren in Groß Grönau bei Lübeck ausgebrochen und haben sich als winterfest erwiesen. Inzwischen leben gut 60 Tiere in freier Wildbahn.

Frage 6 von 10
Was sind Ballungszentren der Bioinvasion?

a) Häfen ✔️

b) Gebirgstäler ❌

c) Flussmündungen ❌

Tiere und auch Pflanzen reisen oft In den Ballastwassertanks von Schiffen als blinde Passagiere um die ganze Welt und gelangen so in neue Gewässer, wenn die Tanks in den Häfen oder vor der Küste entleert werden.

Frage 7 von 10
Welche beiden Faktoren spielen bei der Verbreitung von Arten mit dem Schiff eine wichtige Rolle?

a) Schiffstyp und Zielhafen ✔️

b) Meeresströmung und Schiffsfarbe ❌

c) Tankgröße und Seegang ❌

Machen Schiffe aus tropischen Gewässern in Häfen kalter Regionen Halt, sind möglicherweise ins Wasser gespülte Tiere und Pflanzen nicht überlebensfähig. Frachtschiffe sind schneller als Tanker, darin reisende Arten haben größere Überlebenschancen.

Frage 8 von 10
Warum sollten Sie den Platz, an dem im Winter das Vogelfutterhäuschen stand, im Frühjahr aufmerksam beobachten?

a) Es können aggressive Pflanzen keimen. ✔️

b) Es können hartnäckige Schädlinge schlüpfen. ❌

c) Es können sich tropische Pilze verbreiten. ❌

Im Vogelfutter können Samen fremder Pflanzenarten enthalten sein, zum Beispeil Samen des Beifußblättrigen Traubenkrauts (Ambrosia artemisiifolia), dessen feine Pollen nicht nur der Alptraum von Allergikern sind, sondern sogar Allergien auslösen können.

Frage 9 von 10
Der Klimawandel verstärkt die Probleme durch eingeschleppte Arten. Womit müssen wir in Zukunft vermutlich in Mitteleuropa rechnen?

a) Mit Deichbrüchen ❌

b) Mit Gebäudeschäden ❌

c) Mit Tropenkrankheiten ✔️

Wenn es wärmer wird, können sich aus tropischen Reiseländern eingeschleppte Mücken samt möglicher Krankheitserreger einnisten.

Frage 10 von 10
Lupinen stammen aus Nordamerika und werden im Garten zur Bodenverbesserung genutzt. Eine wichtige Eigenschaft macht die Pflanzen für die Natur allerdings zum Problem ...

a) Ihre extrem langen Wurzeln bedrängen andere Pflanzen. ❌

b) Die Samen sind schmackhaft, aber giftig. ❌

c) Die Pflanzen sammeln Luftstickstoff. ✔️

Lupinen können mit Hilfe spezieller Bakterien Stickstoff aus der Luft aufnehmen und speichern. Für den Garten ist das gut, in der Natur aber ein Problem. Auf Magerböden verscheuchen Lupinen Arten, die wie Türkenbundlilie, Knabenkraut oder Trollblumen auf einen nährstoffarmen Boden angewiesen sind.


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