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Wissenstest Überleben an extremen Orten


Kälte, Trockenheit und hohe Temperaturen: Wüsten und andere extreme Orte erfordern raffinierte Überlebensstrategien von Tieren und Pflanzen. Testen Sie Ihr Wissen!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 11
Die Namib im Süden Afrikas ist die älteste Wüste überhaupt. Ihre Dünen sind mit über 300 Meter Höhe die größten Sandhaufen der Welt. Trotzdem blühen nach einem Regenschauer innerhalb von Tagen Morgensterne und andere Pflanzen. Woher kommen die Pflanzen auf einmal?

a) Die Samen werden vom Wind zusammen mit den Regenwolken transportiert.

b) Der Sand ist wie eine Keimschutzpackung für Samen.

c) Pflanzenwurzeln überleben tief im Boden.

Frage 2 von 11
Auch Tiere können in den scheinbar unendlichen Weiten der Namib überleben. Wie besorgt sich zum Beispiel der Käfer Onymacris unguiculari sein Trinkwasser?

a) Sie graben sich Brunnen.

b) Sie kämmen den Sand.

c) Sie machen Kopfstand.

Frage 3 von 11
Die südamerikanische Atacamawüste gilt als trockenster Ort der Welt. Was ist für die Entstehung so einer Wüste entscheidend?

a) Das Zusammentreffen zweier Kontinentalplatten.

b) In der Nähe müssen Berge sein.

c) Ein kalter Meeresstrom.

Frage 4 von 11
In der Wüste Mauretaniens leben Tiere, die man dort nie vermuten würde: Krokodile. An den Wasserlöchern der Oasen gibt es reichlich Nahrung, wie aber überstehen die Krokodile die Trockenzeit?

a) Sie graben sich monatelang ein.

b) Sie wandern einfach aus.

c) Sie produzieren ein extrem effektives Sonnenschutzmittel.

Frage 5 von 11
Auch Frösche erwartet man nicht unbedingt mitten in der Wüste. Wie schützt sich der Afrikanische Kreideriedfrosch vor Trockenheit?

a) Er spinnt sich einen Kokon.

b) Ihm wachsen eine Art Flügel.

c) Er wird weiß.

Frage 6 von 11
Leben Menschen in Wüsten in der Wüste, ist ihre Kleidung meist schwarz, obwohl sich dieser doch in der Sonne viel mehr aufheizt. Warum tragen die Menschen dann schwarz?

a) Schwarzer Stoff gibt mehr Schatten als weißer.

b) Der Stoff sorgt für eine kühlende Wärmeschicht.

c) Schwarzer Stoff leitet die Körperwärme besser ab.

Frage 7 von 11
Nicht nur Hitze und Trockenheit machen Lebewesen zu schaffen, sondern auch Kälte, oft sehr extreme Kälte. Was zeichnet die Taiga, also die nördlichste Waldform aus?

a) Bäume mit sehr langen Wurzeln

b) Pflanzen mit pelzigen Blättern

c) Nadelbäume

Frage 8 von 11
Um in trockenen Gegenden zu überleben, haben viele Tiere eine ganz besondere Strategie entwickelt.

a) Sie nehmen Wasser-Ersatzstoffe zu sich.

b) Sie essen Wasser.

c) Sie schmieren sich mit einer Art Sonnenmilch ein.

Frage 9 von 11
Auch wenn Satelliten in der iranischen Wüste plus 70,7 Grad Celsius und über der Antarktis minus 90 Grad Celsius gemessen haben, gilt das Death Valley (56,7 Grad Celsius) als wärmster und das sibirische Oimjakon (fast minus 70 Grad Celsius) als kältester Ort der Welt. Gibt es Lebewesen, die an beiden Orten überleben könnten?

a) Nein, nicht mal Bakterien kommen mit so einem Temperaturunterschied klar.

b) Bestimmte Kakteen könnten das.

c) Ja, das Bärtierchen.

Frage 10 von 11
Die "Blood Falls" in der Antarktis sind ein knallroter Wasserausfluss am Fuße des Taylor-Gletschers. Die leuchtende Farbe hat eine biologische Ursache ...

a) Es sind Rotalgen.

b) Eine winzige Krebsart.

c) Bakterien lassen das Wasser rosten.

Frage 11 von 11
Die Iranische Kavir-Wüste ist eine Salzwüste, die auf den ersten Blick so lebensfeindlich wirkt wie ein fremder Planet. Trotzdem wächst dort eine Tamarisken-Art. Wie können die Pflanzen Wasser aufnehmen?

a) Die Wurzeln haben extreme Saugkraft.

b) Sie sind salziger als die Salzwüste.

c) Das Wurzelsystem bedeckt eine bis einen Hektar große Fläche.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 11
Die Namib im Süden Afrikas ist die älteste Wüste überhaupt. Ihre Dünen sind mit über 300 Meter Höhe die größten Sandhaufen der Welt. Trotzdem blühen nach einem Regenschauer innerhalb von Tagen Morgensterne und andere Pflanzen. Woher kommen die Pflanzen auf einmal?

a) Die Samen werden vom Wind zusammen mit den Regenwolken transportiert. ❌

b) Der Sand ist wie eine Keimschutzpackung für Samen. ✔️

c) Pflanzenwurzeln überleben tief im Boden. ❌

Der Wüstensand wirkt wie eine Keimschutzpackung: Pflanzensamen warten oft jahrzehntelang auf Regen, dann geht alles ganz schnell und die Pflanzen geben richtig Gas. Keimen, wachsen, blühen und Samen bilden geschieht innerhalb kürzester Zeit. Andere Pflanzen wie die Nara Nara (Acanthosicyos horridus) wachsen dauerhaft in der Namib. Die Pflanzen strecken ihre Wurzeln bis 40 Meter tief in den Sand, um einen Schluck Grundwasser zu ergattern.

Frage 2 von 11
Auch Tiere können in den scheinbar unendlichen Weiten der Namib überleben. Wie besorgt sich zum Beispiel der Käfer Onymacris unguiculari sein Trinkwasser?

a) Sie graben sich Brunnen. ❌

b) Sie kämmen den Sand. ❌

c) Sie machen Kopfstand. ✔️

Um zu trinken, reckt der Nebeltrinker-Käfer Onymacris unguiculari sein Hinterteil in die Luft. Morgens krabbelt er auf einen Dünenkamm und fängt mit seinen Flügeln den Tau aus der Luft ein, der als Wassertropfen über den Bauch zum Mund rinnt.

Frage 3 von 11
Die südamerikanische Atacamawüste gilt als trockenster Ort der Welt. Was ist für die Entstehung so einer Wüste entscheidend?

a) Das Zusammentreffen zweier Kontinentalplatten. ❌

b) In der Nähe müssen Berge sein. ❌

c) Ein kalter Meeresstrom. ✔️

Für die Entstehung ist ein kalter Meeresstrom nötig. Feuchte Winde kondensieren über dem kalten Meereswasser, die Wolken regnen sich über dem offenen Meer ab. Die Küste geht leer aus.

Frage 4 von 11
In der Wüste Mauretaniens leben Tiere, die man dort nie vermuten würde: Krokodile. An den Wasserlöchern der Oasen gibt es reichlich Nahrung, wie aber überstehen die Krokodile die Trockenzeit?

a) Sie graben sich monatelang ein. ✔️

b) Sie wandern einfach aus. ❌

c) Sie produzieren ein extrem effektives Sonnenschutzmittel. ❌

Um der Trockenheit zu entgehen, graben sich die Tiere bis zu 12 Meter lange Höhlen. Darin können sie monatelang ohne Nahrung und Wasser überleben.

Frage 5 von 11
Auch Frösche erwartet man nicht unbedingt mitten in der Wüste. Wie schützt sich der Afrikanische Kreideriedfrosch vor Trockenheit?

a) Er spinnt sich einen Kokon. ❌

b) Ihm wachsen eine Art Flügel. ❌

c) Er wird weiß. ✔️

Der eigentlich braune Frosch kauert sich eng an einen Grashalm und bekommt eine weiße Hautfarbe. Diese reflektiert die Sonnenstrahlung, so dass der Frosch nicht überhitzt. Zusätzlich hat der Frosch bestimmte Kristalle in der Haut, die das Sonnenlicht reflektieren.

Frage 6 von 11
Leben Menschen in Wüsten in der Wüste, ist ihre Kleidung meist schwarz, obwohl sich dieser doch in der Sonne viel mehr aufheizt. Warum tragen die Menschen dann schwarz?

a) Schwarzer Stoff gibt mehr Schatten als weißer. ✔️

b) Der Stoff sorgt für eine kühlende Wärmeschicht. ❌

c) Schwarzer Stoff leitet die Körperwärme besser ab. ❌

Schwarzer Stoff erwärmt sich zwar in der Sonne, spendet aber viel mehr Schatten als weiße Stoffe. Außerdem wird der Stoff stets locker getragen, so dass es zwischen Haut und dem schwarzen Gewand einen Luftzug von unten nach oben gibt - das kühlt.

Frage 7 von 11
Nicht nur Hitze und Trockenheit machen Lebewesen zu schaffen, sondern auch Kälte, oft sehr extreme Kälte. Was zeichnet die Taiga, also die nördlichste Waldform aus?

a) Bäume mit sehr langen Wurzeln ❌

b) Pflanzen mit pelzigen Blättern ❌

c) Nadelbäume ✔️

Bäume in der Taiga sind immer Nadelbäume. Da diese immergrün sind, können sie die extrem kurze Vegetationszeit im Sommer perfekt ausnutzen und sofort nach dem Winter mit der Photosynthese beginnen. Außerdem kommen Nadelbäume dank ihrer besonderen Holzstruktur mit Kälte und Trockenheit im Winter bestens zurecht.

Frage 8 von 11
Um in trockenen Gegenden zu überleben, haben viele Tiere eine ganz besondere Strategie entwickelt.

a) Sie nehmen Wasser-Ersatzstoffe zu sich. ❌

b) Sie essen Wasser. ✔️

c) Sie schmieren sich mit einer Art Sonnenmilch ein. ❌

Viele Tiere beschaffen sich Wasser über ihre Nahrung und fressen einfach Tiere, die sich selber ausreichend mit Wasser versorgen können.

Frage 9 von 11
Auch wenn Satelliten in der iranischen Wüste plus 70,7 Grad Celsius und über der Antarktis minus 90 Grad Celsius gemessen haben, gilt das Death Valley (56,7 Grad Celsius) als wärmster und das sibirische Oimjakon (fast minus 70 Grad Celsius) als kältester Ort der Welt. Gibt es Lebewesen, die an beiden Orten überleben könnten?

a) Nein, nicht mal Bakterien kommen mit so einem Temperaturunterschied klar. ❌

b) Bestimmte Kakteen könnten das. ❌

c) Ja, das Bärtierchen. ✔️

Bärtierchen sind zwar mikroskopisch klein und werden nur gut einen Millimeter groß, sind aber absolute Überlebenskünstler. Sie überleben Temperaturen von 110 Grad Celsius genauso wie Ausflüge ins Weltall. Die Tierchen ziehen alle acht Beine ein und fallen unter extremen Bedingungen in eine Art Starre. Werden die Bedingungen besser, ploppen die Beine wieder aus und das Tierchen lebt weiter.

Frage 10 von 11
Die "Blood Falls" in der Antarktis sind ein knallroter Wasserausfluss am Fuße des Taylor-Gletschers. Die leuchtende Farbe hat eine biologische Ursache ...

a) Es sind Rotalgen. ❌

b) Eine winzige Krebsart. ❌

c) Bakterien lassen das Wasser rosten. ✔️

Das Wasser rostet regelrecht. Das Wasser stammt aus einem Salzsee, der gut 400 Meter tief unter dem Eis liegt und so gut wie luftdicht verschlossen ist. Besondere Bakterien können im See überleben, sie "atmen" keinen Sauerstoff, sondern Eisen. Als Abfallprodukt entstehen Eisenverbindungen, die mit dem Sauerstoff der Luft zur rotem Eisenoxid, also Rost, werden und sich auf dem Eis ablagern.

Frage 11 von 11
Die Iranische Kavir-Wüste ist eine Salzwüste, die auf den ersten Blick so lebensfeindlich wirkt wie ein fremder Planet. Trotzdem wächst dort eine Tamarisken-Art. Wie können die Pflanzen Wasser aufnehmen?

a) Die Wurzeln haben extreme Saugkraft. ❌

b) Sie sind salziger als die Salzwüste. ✔️

c) Das Wurzelsystem bedeckt eine bis einen Hektar große Fläche. ❌

Die Pflanzen sind noch salziger als der Boden um sie herum. Nur durch dieses Konzentrationsgefälle der Salze in Richtung Pflanze können diese Wasser aufnehmen.


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