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Quiz Was wissen Sie über Bio-Gärten?


Düngen, nützliche Insekten fördern oder das richtige Pflanzsubstrat auswählen: Testen Sie Ihr Wissen über biologisches Gärtnern

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 12
Ein Bio-Garten ist logischerweise ...

a) ... recht verwildert

b) ... auch ein Ziergarten

c) ... klar strukturiert

Frage 2 von 12
Warum ist Torf im Garten bedenklich?

a) Er lässt den Boden versauern.

b) Torfabbau ist klimaschädlich.

c) Torf ist eine Bruststätte für Schnecken.

Frage 3 von 12
Wer verbraucht aktuell gut ein Viertel des in Deutschland angebotenen Torfes?

a) die Landwirtschaft

b) die Bekleidungsindustrie

c) die Hobbygärtner

Frage 4 von 12
Was hat es mit Bio-Erden auf sich?

a) Der Name sagt nichts aus.

b) Sie sind immer torffrei.

c) Sie enthalten viel Stallmist.

Frage 5 von 12
Warum sind organische Dünger vorteilhafter als mineralische Dünger?

a) Sie liefern Humus und speichern Wasser.

b) Organischer Dünger ist gleichzeitig Vogelfutter.

c) Ganz einfach, sie sind deutlich billiger.

Frage 6 von 12
Ein wichtiges Gerät im Bio-Garten ist der ...

a) Wiedehopf

b) Sauzahn

c) Fuchsschwanz

Frage 7 von 12
Was bezeichnet man als Insektenhotel?

a) Die in Bio-Gärten immer vorhandene Läusepopulation.

b) Eine Nisthilfe für Insekten.

c) Fangpflanzen, die Läuse magisch anziehen.

Frage 8 von 12
Stare lieben frühe Süßkirschen und stibitzen nicht selten einen Großteil der Ernte. Wie kann man das schonend verhindern?

a) Man hängt einen Starenkasten in den Baum.

b) Man spannt soweit möglich ein blaues, engmaschiges Netz um den Baum.

c) Man postiert einfach mehrere umgedrehte Eimer um den Baum.

Frage 9 von 12
Wer im Garten Wasser sparen will, der ...

a) ... arbeitet Schwämme in die Beete ein.

b) ... hackt die Beete regelmäßig durch.

c) ... mischt Gießwasser mit Zahnpasta.

Frage 10 von 12
Eine Jauche aus Brennnesselblättern ist ...

a) ... ein Lockmittel für Schmetterlinge.

b) ... hochwirksam gegen Blattläuse.

c) ... ein perfekter Stickstoffdünger.

Frage 11 von 12
Als Gründüngung bezeichnet man ...

a) Das Düngen kurz vor der Blütezeit.

b) Das Spritzen von Flüssigdünger auf die Blätter.

c) Das Aussäen bestimmter Pflanzen.

Frage 12 von 12
Pflanzen aus China, Mexiko oder Südafrika: im Gartencenter kommt man sich wie bei den Vereinten Nationen der Pflanzenwelt vor. Pflanzen aus aller Welt ...

a) ... führen im Garten zu problematischen Kreuzungen.

b) ... sind auch im Bio-Garten willkommen.

c) ... sind für Tiere nutzlos.

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 12
Ein Bio-Garten ist logischerweise ...

a) ... recht verwildert ❌

b) ... auch ein Ziergarten ✔️

c) ... klar strukturiert ❌

Blütenpracht und schöne Blätter: jeder Bio-Garten hat natürlich auch einen Zierwert für Menschen. Tieren ist eine strenge Beetaufteilung oder ein schnurgerader Weg egal. Wichtiger ist die Pflanzenauswahl, die möglichst vielen Tieren Schutz und Nahrung bietet, etwa wie bei Wildrosen durch reichlich Beeren.

Frage 2 von 12
Warum ist Torf im Garten bedenklich?

a) Er lässt den Boden versauern. ❌

b) Torfabbau ist klimaschädlich. ✔️

c) Torf ist eine Bruststätte für Schnecken. ❌

Torf ist zwar aus Gärtnersicht der perfekte Grundstoff für Substrate, da er enorme Wassermengen speichert und bei Bedarf wieder abgibt, beim Abbau werden aber Moore unwiederbringlich zerstört. Moore sind riesige CO2-Speicher - und oft der einzige Lebensraum für seltene und bedrohte Tiere und Pflanzen.

Frage 3 von 12
Wer verbraucht aktuell gut ein Viertel des in Deutschland angebotenen Torfes?

a) die Landwirtschaft ❌

b) die Bekleidungsindustrie ❌

c) die Hobbygärtner ✔️

Im Hobbygarten wird leider immer noch sehr viel Torf verbraucht, was eigentlich gar nicht nötig wäre.

Frage 4 von 12
Was hat es mit Bio-Erden auf sich?

a) Der Name sagt nichts aus. ✔️

b) Sie sind immer torffrei. ❌

c) Sie enthalten viel Stallmist. ❌

Erst mal sind "Bio" bloß drei Buchstaben, da es sich nicht wie z.B. bei Lebensmitteln um einen geschützten Begriff handelt. Daher können Bio-Erden durchaus auch Torf enthalten. Vollständig torffreie Erden sind immer explizit mit "torffrei" gekennzeichnet. Das können natürlich auch Erden sein, die zusätzlich mit dem Begriff "Bio" gekennzeichnet sind. Als Torfersatz dienen Kokosfasern, Kompost oder spezielle Holzfasern.

Frage 5 von 12
Warum sind organische Dünger vorteilhafter als mineralische Dünger?

a) Sie liefern Humus und speichern Wasser. ✔️

b) Organischer Dünger ist gleichzeitig Vogelfutter. ❌

c) Ganz einfach, sie sind deutlich billiger. ❌

Organische Dünger wie Stallmist oder auch gebrauchsfertige Dünger aus dem Handel liefern nicht nur Nährstoffe, sondern auch gleichzeitig wichtigen Humus für den Boden. Dieser ist für das Bodenleben und eine stabile Bodenstruktur wichtig. Bei organischen Düngern besteht außerdem nicht die Gefahr, dass Regenwasser die Nährstoffe ins Grundwasser wäscht.

Frage 6 von 12
Ein wichtiges Gerät im Bio-Garten ist der ...

a) Wiedehopf ❌

b) Sauzahn ✔️

c) Fuchsschwanz ❌

Ein Sauzahn ist ein sichelförmiges Hand-Gerät an langem Stiel und dient zur schonenden Bodenbearbeitung. Der Sauzahn dringt gut 25 cm in den Boden ein und lockert und lüftet ihn, ohne dabei das Bodengefüge zu zerstören. Dadurch werden die Bodenlebewesen wenig gestört.

Frage 7 von 12
Was bezeichnet man als Insektenhotel?

a) Die in Bio-Gärten immer vorhandene Läusepopulation. ❌

b) Eine Nisthilfe für Insekten. ✔️

c) Fangpflanzen, die Läuse magisch anziehen. ❌

Ein Insektenhotel ist eine Nisthilfe für Wildbienen, Florfliegen und andere nützliche Insekten, die im Biogarten Schädlinge bekämpfen und Pflanzen bestäuben. So ein Hotel besteht aus mehreren "Zimmern" für die einzelnen Insektenarten: Baumscheiben mit zahlreichen, unterschiedlich dicken Bohrlöchern, Abteile mit Stroh, Schilfrohr oder Holzwolle und Backsteine oder zerbrochene Dachziegel. Insektenhotels sollte man sonnig, regensicher und vor Wind geschützt aufstellen.

Frage 8 von 12
Stare lieben frühe Süßkirschen und stibitzen nicht selten einen Großteil der Ernte. Wie kann man das schonend verhindern?

a) Man hängt einen Starenkasten in den Baum. ✔️

b) Man spannt soweit möglich ein blaues, engmaschiges Netz um den Baum. ❌

c) Man postiert einfach mehrere umgedrehte Eimer um den Baum. ❌

Auch wenn es erst seltsam anhört, hängt man am besten einen Starenkasten in den Baum. Die Vögel werden dann den Baum, also ihr Revier, verteidigen und sämtliche Eindringlinge verscheuchen. Das Starenpaar selbst wird den Baum nicht komplett abernten. Um den Baum gespannte Netze werden leicht zur Vogelfalle, wenn die Netze nicht rundum lückenlos gespannt sind.

Frage 9 von 12
Wer im Garten Wasser sparen will, der ...

a) ... arbeitet Schwämme in die Beete ein. ❌

b) ... hackt die Beete regelmäßig durch. ✔️

c) ... mischt Gießwasser mit Zahnpasta. ❌

Einmal Hacken bzw. Grubbern spart zweimal Gießen! Der Grund ist ganz einfach: die Hacke unterbricht winzige, vertikal im Boden verlaufene Kapillar-Röhrchen, durch die sonst Wasser aus tieferen Bodenschichten aufsteigt und verdunstet.

Frage 10 von 12
Eine Jauche aus Brennnesselblättern ist ...

a) ... ein Lockmittel für Schmetterlinge. ❌

b) ... hochwirksam gegen Blattläuse. ❌

c) ... ein perfekter Stickstoffdünger. ✔️

Brennnessel-Jauche ist ein perfekter Stickstoffdünger, der recht schnell wirkt und auch bei akutem Mangel eingesetzt werden kann.Für die Jauche nimmt man pro zehn Liter gut ein Kilogramm frische Brennnesselblätter und lässt sie einige Tage stehen. Zehnfach mit Wasser verdünnt wird die Jauche dann auf den Wurzelbereich gegossen. Oft wird die Jauche als Mittel gegen Läuse empfohlen, ist dabei aber nicht sehr effektiv. Der Wirkungsgrad ist nicht wesentlich höher als der von Wasser - die Läuse werden einfach von den Pflanzen gespült.

Frage 11 von 12
Als Gründüngung bezeichnet man ...

a) Das Düngen kurz vor der Blütezeit. ❌

b) Das Spritzen von Flüssigdünger auf die Blätter. ❌

c) Das Aussäen bestimmter Pflanzen. ✔️

Zur Gründüngung werden bestimmte Pflanzen wie Klee, Bienenfreund oder Lupinen auf ein brachliegendes Beet gesät und später abgemäht und in den Boden eingearbeitet oder als Mulch liegen gelassen. Der Wert dieser Pflanzen ist vielfältig, der Boden ist bedeckt und vor Sonne und Starkregen geschützt, die Pflanzen lockern den Boden bis in die tiefe Bodenschichten und reichen die Erde nach dem Einarbeiten mit Nährstoffen an. Das gilt besonders für Klee.

Frage 12 von 12
Pflanzen aus China, Mexiko oder Südafrika: im Gartencenter kommt man sich wie bei den Vereinten Nationen der Pflanzenwelt vor. Pflanzen aus aller Welt ...

a) ... führen im Garten zu problematischen Kreuzungen. ❌

b) ... sind auch im Bio-Garten willkommen. ✔️

c) ... sind für Tiere nutzlos. ❌

Genauso wie Menschen lieben auch viele Tiere die fremde Küche. Der bei Schmetterlingen beliebte Sommerflieder stammt z.B. aus China, die bei Vögeln beliebten Sonnenblumen aus Mexiko. Für die Entwicklung ihrer Larven sind viele Insekten allerdings ausschließlich auf heimische Pflanzen angewiesen.


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