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Quiz Testen Sie Ihr Wissen über eisige Phänomene!


Was sind Eiskreise? Welche Schneestürme suchen die USA heim und was passiert bei einem White-Out? Unser Wissenstest über Schnee- und Eisphänomene

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 11
Leise rieselt der Schnee - und scheint dabei die Umgebung wirklich leiser zu machen. Was hat es damit auf sich?

a) nichts, es ist eine Sinnestäuschung

b) Schnee wirkt wie Schaumstoff

c) besondere Windverhältnisse hemmen den Schall

Frage 2 von 11
Was ist ein sogenannter White-Out?

a) Ein extremes Schneefallgebiet

b) Orientierungslosigkeit im Schnee

c) Der erste Schneefall im Hochgebirge

Frage 3 von 11
In den USA gibt es gelegentlich heftige Schneestürme. Wie heißen sie?

a) Tornado

b) Föhnsturm

c) Blizzard

Frage 4 von 11
An frostigen, schneelosen Tagen sieht man an morschem Ästen im Wald manchmal dichte, schneeweiße und hauchdünne Fäden. Worum handelt es sich dabei?

a) Samenfäden vom Geißkraut, einem Kaltkeimer

b) Fäden besonderer Pilze, die nur bei Frost aktiv sind

c) Es ist haarfeines Eis, sogenanntes Haareis

Frage 5 von 11
Was gibt es wirklich?

a) Eis-Tsunami

b) Schneevulkan

c) sogenannte Frostgeysire

Frage 6 von 11
Kornkreise kennt jeder, aber was sind Eiskreise?

a) ein spezielles Schneeräumverfahren

b) auffällige Gebilde in tiefem Schnee

c) besondere Eisschollen

Frage 7 von 11
Was machen Bauern, um zarte Obst-, Wein- oder Gemüseblüten vor Spätfrösten zu schützen?

a) Sie streuen Salz.

b) Sie beregnen die Bäume.

c) Sie nebeln die Felder ein.

Frage 8 von 11
Lawinen sind faszinierende, aber leider auch todbringende Naturgewalten. Bei der Suche nach Verschütteten werden verschiedene Gruppen von Lawinenhunden zum Einsatzort gebracht. Warum?

a) Der Job ist Schwerstarbeit für die Hunde.

b) Jeder Hund ist für eine bestimmte Suchtiefe ausgebildet.

c) Es sind unterschiedlich große Hunde, je nach Schneebeschaffenheit.

Frage 9 von 11
Halos sind eine Art Regenbogen, die allerdings nicht von Wassertropfen, sondern von Eiskristallen reflektiert werden. Wo kann man sie beobachten?

a) an Eiszapfen

b) am Himmel

c) an Schneeverwehungen

Frage 10 von 11
Wenn extremen Minusgraden in die Luft geschleudertes Wasser als Schnee herunterrieseln soll, muss man ...

a) ... kaltes Wasser nehmen.

b) ... heißes Wasser nehmen.

c) Es geht mit beidem nicht.

Frage 11 von 11
Eiszapfen entstehen an Dachrinnen oder Straßenlaternen und können meterlang werden. Sogenannte Brinicle- Eiszapfen sind ein seltenes und vor allem selten beobachtetes Phänomen, da sie nur an ganz besonderen Stellen entstehen. Nämlich ...

a) in der Erde

b) im Meer

c) in Gletschern

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 11
Leise rieselt der Schnee - und scheint dabei die Umgebung wirklich leiser zu machen. Was hat es damit auf sich?

a) nichts, es ist eine Sinnestäuschung ❌

b) Schnee wirkt wie Schaumstoff ✔️

c) besondere Windverhältnisse hemmen den Schall ❌

Schnee wirkt wie ein Schalldämpfer und hat genau wie Schaumstoff eine raue Oberfläche und sehr viele Hohlräume. Dadurch werden auftreffende Schallwellen zerstreut und somit geschluckt. Schneit es, lenken die vielen Schneeflocken den Schall noch zusätzlich in alle Richtungen, es wird noch leiser. Frischer Schnee hat besonders viele Lufteinschlüsse, da der Schnee aber mit der Zeit zusammensackt, wird die dämmende Wirkung allmählich weniger, bleibt aber dennoch erhalten.

Frage 2 von 11
Was ist ein sogenannter White-Out?

a) Ein extremes Schneefallgebiet ❌

b) Orientierungslosigkeit im Schnee ✔️

c) Der erste Schneefall im Hochgebirge ❌

White-Out ist ein Phänomen, das vor allem in Hochgebirgen und den Polargebieten auftritt und nicht nur für Polarhelden, sondern auch für Skiläufer und Bergwanderer problematisch werden kann. Bei tief verschneiter Landschaft und gedämpftem Licht durch leicht bewölkten Himmel oder Schneefall verschwimmen sämtliche Konturen, es ist kein Horizont mehr zu erkennen. Himmel und Boden sind durch Schnee und Lichtreflexionen einheitlich hell und weiß, man kommt sich vor wie in einer riesigen, weißen Kugel.

Frage 3 von 11
In den USA gibt es gelegentlich heftige Schneestürme. Wie heißen sie?

a) Tornado ❌

b) Föhnsturm ❌

c) Blizzard ✔️

Bei einem Blizzard fällt innerhalb weniger Stunden massenhaft Schnee, 50 Zentimeter und mehr sind dabei keine Seltenheit. Dazu kommen noch extreme Schneeverwehungen, Dauerfrost und oft auch Eisregen. Als Folge brechen der Verkehr und sogar die öffentliche Versorgung für Tage zusammen.Blizzards entstehen in Kanada und den östlichen USA, wenn in bestimmten Wetterlagen eisige Luft aus einem arktischen Tiefdruckgebiet ungebremst mit südlicher Warmluft zusammenprallt. Schließlich fehlt in den USA eine natürliche Luftmassensperre in Ost-Westrichtung, wie sie etwa die Alpen für Europa darstellen.Satte Temperaturunterschiede, hohe Luftfeuchtigkeit und starke Winde - die Tiefdruckgebiete haben also alles im Gepäck, was für ein extremes Schneechaos nötig ist.

Frage 4 von 11
An frostigen, schneelosen Tagen sieht man an morschem Ästen im Wald manchmal dichte, schneeweiße und hauchdünne Fäden. Worum handelt es sich dabei?

a) Samenfäden vom Geißkraut, einem Kaltkeimer ❌

b) Fäden besonderer Pilze, die nur bei Frost aktiv sind ❌

c) Es ist haarfeines Eis, sogenanntes Haareis ✔️

Haareis besteht aus filigranen Eisfäden, die an morschem, mit Wasser gesättigtem Holz entstehen. Voraussetzung sind eine hohe Luftfeuchte, Außentemperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sowie Temperaturen im Holz knapp darüber.Beteiligt ist außerdem ein Pilz im Holz, dessen Stoffwechsel-Gase das Wasser ähnlich wie Zahnpasta aus einer Tube aus dem Holz nach außen drückt. Dort friert es sofort und wird durch nachrückendes Wasser weiter geschoben, bis nach und nach haarfeine Eisfäden entstehen.

Frage 5 von 11
Was gibt es wirklich?

a) Eis-Tsunami ✔️

b) Schneevulkan ❌

c) sogenannte Frostgeysire ❌

Man spricht von einem Eis-Tsunami, wenn eine oft meterhohe Eiswalze die Uferregion eines Gewässers, oft einem großen Binnensee, überrollt. Ein seltenes Phänomen, das aber großen Schaden anrichten kann. Die Kombination aus starkem Wind und Eisschollen auf einem Gewässer türmt das Eis zunächst am Ufer auf, nachfolgende Schollen schieben das Eis dann weiter ans Ufer, wo es wie ein Eis-Bulldover alles platt walzt. Im Schritttempo, aber unaufhaltsam.

Frage 6 von 11
Kornkreise kennt jeder, aber was sind Eiskreise?

a) ein spezielles Schneeräumverfahren ❌

b) auffällige Gebilde in tiefem Schnee ❌

c) besondere Eisschollen ✔️

Eiskreise sind kreisrunde Eisschollen, die mehrere Hundert Meter breit sein können und sich um die eigene Achse drehen. Sie entstehen vermutlich unter bestimmten Voraussetzungen in Flusskurven, wo die Strömung Eisschollen in Strudeln rotieren lässt und sich deren Ränder durch Reibung an anderen Schollen kreisrund schleifen. In manchen Seen wie dem Baikalsee gibt es Eiskreise von mehreren Kilometern Durchmesser, an deren Entstehung vermutlich ausströmendes Erdgas beteiligt ist.

Frage 7 von 11
Was machen Bauern, um zarte Obst-, Wein- oder Gemüseblüten vor Spätfrösten zu schützen?

a) Sie streuen Salz. ❌

b) Sie beregnen die Bäume. ✔️

c) Sie nebeln die Felder ein. ❌

Die Pflanzen werden ausgiebig beregnet. Was zunächst unverständlich klingt, schützt vor Frost bis fast -10 °C: Durch die sogenannte Frostschutzberegnung werden die gesamten Pflanzen samt Blüten mit einer oft zentimeterdicken Eisschicht überzogen. So wie man zum Auftauen von Eis Energie benötigt, wird umgekehrt beim Gefrieren von Wasser Energie in Form von Erstarrungswärme frei. Diese geringe Energie reicht, um die Blüten vor dem Erfrieren zu bewahren.Nötig sind eine recht hohe Luftfeuchte und wenig Wind. Die Beregnung muss außerdem bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt beginnen und so lange andauern, bis es wieder über null Grad warm ist.

Frage 8 von 11
Lawinen sind faszinierende, aber leider auch todbringende Naturgewalten. Bei der Suche nach Verschütteten werden verschiedene Gruppen von Lawinenhunden zum Einsatzort gebracht. Warum?

a) Der Job ist Schwerstarbeit für die Hunde. ✔️

b) Jeder Hund ist für eine bestimmte Suchtiefe ausgebildet. ❌

c) Es sind unterschiedlich große Hunde, je nach Schneebeschaffenheit. ❌

Die Suche nach Lawinenopfern ist für Suchhunde Schwerstarbeit. Daher dürfen die Tiere maximal ein Stunde lang suchen und werden dann abgelöst.

Frage 9 von 11
Halos sind eine Art Regenbogen, die allerdings nicht von Wassertropfen, sondern von Eiskristallen reflektiert werden. Wo kann man sie beobachten?

a) an Eiszapfen ❌

b) am Himmel ✔️

c) an Schneeverwehungen ❌

Halos sind Lichtkreise, die man um die Sonne herum beobachten kann. Die an der Entstehung beteiligten Eiskristalle haben eine ganz spezielle Form, sodass man einen Halo nicht wie einen üblichen Regenbogen mit der Sonne im Rücken, sondern direkt als Ring um die Sonne herum sehen kann.

Frage 10 von 11
Wenn extremen Minusgraden in die Luft geschleudertes Wasser als Schnee herunterrieseln soll, muss man ...

a) ... kaltes Wasser nehmen. ❌

b) ... heißes Wasser nehmen. ✔️

c) Es geht mit beidem nicht. ❌

Nur heißes Wasser friert schnell genug, um als Schnee zu Boden zu fallen. Dieses als Mpemba-Effekt bekannte Phänomen ist nicht hundertprozentig geklärt, es spielen aber die stärkere Verdunstung von heißem Wasser und der im Vergleich zu kaltem Wasser geringere Mineraliengehalt eine wichtige Rolle.

Frage 11 von 11
Eiszapfen entstehen an Dachrinnen oder Straßenlaternen und können meterlang werden. Sogenannte Brinicle- Eiszapfen sind ein seltenes und vor allem selten beobachtetes Phänomen, da sie nur an ganz besonderen Stellen entstehen. Nämlich ...

a) in der Erde ❌

b) im Meer ✔️

c) in Gletschern ❌

Brinicle- Eiszapfen können in arktischen Meeren entstehen, wenn die Luft darüber mit -20 °C oder kälter eiskalt ist und somit ein sattes Temperaturgefälle zum Meerwasser besteht, das bei etwa -2°C zu Packeis friert. Dieses ist nicht salzig, da Salzmoleküle nicht eingebaut, sondern verdrängt werden. Sie sammeln sich teilweise als hochkonzentrierte Lache in Einschlüssen im Eis oder werden in das umgebende Meerwasser abgegeben, das dadurch noch salziger wird und durch die eisige Luft darüber noch weiter abkühlt.Steigt vergleichsweise warmes Meerwasser zwischen dem Packeis auf, bekommt es an der Oberfläche einen regelrechten Kälteschock und wird zu einer dichten, zähen und salzhaltigen Pampe. Diese ist so salzig ist, dass sie nicht friert, aber aufgrund der hohen Dichte absinkt und dabei sozusagen die eisigen Lufttemperaturen mit in die Tiefe nimmt. Das Meerwasser in direkter Umgebung der absinkenden Salzlache gefriert und es entsteht langsam ein Eiszapfen unter Wasser, der wie ein Stalaktit von oben nach unten wächst.


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