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Anleitung Für mehr Grün: Wie sich Samenbomben einfach selbst herstellen lassen

Samenbomben selber machen
Seedbombs, auf Deutsch "Samenbomben", bringen Grün in den urbanen Raum
© M.Dörr & M.Frommherz - Adobe Stock
Wer der Natur im Frühjahr dabei helfen möchte, sich ein Stück Land zurückzuerobern, kann Samenbomben herstellen. Die kleinen Kugeln wirft man einfach auf ein Fleckchen Erde und beobachtet, was passiert...

Wer den Städten mehr Farbe einhauchen und dabei noch der Natur und Insektenwelt etwas Gutes tun möchte, wirft am besten ein paar Samenbomben! Zwischen Frühjahr und Sommer ist je nach Pflanzenart die beste Zeit dafür.

Samenbomben, auch Seedbombs genannt, sind kleine Kugeln aus Erde und Pflanzensamen, die triste Flächen in blühende Oasen verwandeln. Zwar sind sie mittlerweile in vielen Gartenmärkten erhältlich, doch Samenbomben lassen sich auch sehr gut selber machen.

Wer die kleinen Kugeln selbst herstellt, kann genau über das verwendete Saatgut bestimmen und zum Beispiel speziell bienenfreundliche Blumensamen verwenden. Außerdem ist die Herstellung ungemein einfach und noch dazu ein tolles Eltern-Kind-Projekt. Dabei haben die Kleinsten nicht nur jede Menge Spaß, sondern lernen auch noch etwas über die Natur.

Zutaten: Selbstgemachte Samenbomben brauchen nicht viel

  • 200 g Tonerde
  • 200 g Blumenerde
  • 3 Päckchen Saatgut heimischer Blumensamen
  • Wasser
  • 1 kleine und 1 große Schüssel
  • Eierkartons oder Papier

Anleitung: So werden die Seedbombs hergestellt

1: Zuerst werden die verschiedenen Blumensamen in der kleinen Schüssel miteinander vermischt.

2: Dann wird in der großen Schüssel die Blumenerde aufgelockert, Reste von Wurzeln oder kleinen Ästen sollten entfernt werden.

3: Anschließend werden die Tonerde und die Samen in die große Schüssel hinzugegeben und mit der Blumenerde vermischt.

Samenbomben selber machen mit Eierkartons
Selbstgemachte Samenbomben lassen sich gut in ausrangierten Eierkartons zwischenlagern
© Stocker - Adobe Stock

4: Sind die Samen gleichmäßig verteilt, wird ein wenig Wasser in die Schüssel gegossen, sodass ein Gemisch entsteht, das sich zu kleinen Kugeln formen lässt.

Tipp: Sollte das Samenbomben-Gemisch zu flüssig werden, kann einfach noch etwas mehr Ton- und Blumenerde hinzugegeben werden.

5: Nun wird eine kleine Portion in die eine Hand genommen und mit den Fingern der anderen Hand sanft zu einer Kugel gedrückt.

Tipp: Die Kugeln sollten nicht zwischen den Handflächen gerollt werden, so wie man es bei der Herstellung von Plätzchenteig gewohnt ist. Ansonsten droht die Masse der Samenbomben auseinanderzubröckeln oder zu fest zusammenzumatschen.

6: Die fertigen Samenbomben werden zum Schluss in alten Eierkartons oder auf etwas Papier zum Trocknen gelagert. Alle paar Stunden sollten die kleinen Kugeln ein wenig gedreht werden, damit sie von allen Seiten gleichmäßig trocknen.

Nach etwa zwei Tagen sind die selbst gemachten Samenbomben scharf – bereit zum "Auswerfen" also! Denn Samenbomben werden nicht eingepflanzt, sondern geworfen. Seedbombs haben alles, was sie brauchen, bereits in sich und das Saatgut ist durch Erde und Tonpulver gut geschützt.


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