Kommunikation Die Sprache der Pflanzen

Seit Jahrmillionen stehen Bäume in engem Kontakt mit Pilzen: Deren hauchfeine Fäden umschlingen die Wurzeln der Pflanzen, dringen zum Teil in sie ein und leiten so Flüssigkeit und Nährsalze an die Gewächse weiter. Im Tausch erhalten die Pilze lebenswichtigen Zucker, den sie selber nicht herstellen können. Offenbar leiten die Bäume über das Pilzgeflecht zudem Warnsignale – etwa über einen Schädlingsangriff – an andere Pflanzen weiter.
Seit Jahrmillionen stehen Bäume in engem Kontakt mit Pilzen: Deren hauchfeine Fäden umschlingen die Wurzeln der Pflanzen, dringen zum Teil in sie ein und leiten so Flüssigkeit und Nährsalze an die Gewächse weiter. Im Tausch erhalten die Pilze lebenswichtigen Zucker, den sie selber nicht herstellen können. Offenbar leiten die Bäume über das Pilzgeflecht zudem Warnsignale – etwa über einen Schädlingsangriff – an andere Pflanzen weiter.
© Tim Wehrmann
Zwar haben Bäume weder Nervensystem noch Gehirn, dennoch wissen die grünen Wesen genau über ihre Umwelt Bescheid, warnen einander vor Schädlingen und tauschen Signale über ein weit verzweigtes Netz im Boden aus. Je mehr Forscher über die verborgenen Kommunikationswege im Wald herausfinden, desto faszinierender erscheinen diese

Mit einem raffinierten Experiment wollte der US- Insektenforscher David Rhoades herausfinden, wie sich Pflanzen gegen gefräßige Insekten zur Wehr setzen. Dass seine Bemühungen zu einer völlig neuen Einsicht in das Wesen der Bäume führen würden, konnte der Forscher nicht ahnen. In einem Wald im US-Bundesstaat Washington wählte Rhoades eine Gruppe junger, gesunder Weiden aus, auf denen er Raupen einer bestimmten Nachtfalterart aussetzte. Eine Kontrollgruppe von Bäumen in direkter Nähe blieb von Insekten verschont.


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