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Weg damit! Badezimmer ausmisten: Auf diese Dinge können Sie getrost verzichten

Waschmaschine im Badezimmer
Im Badezimmerschränkchen und in Regalen sammelt sich mit der Zeit einiges an
© Konstantin Yuganov - Adobe Stock
In den Tiefen der Schubladen und auf den oberen Regalfächern verstecken sich in deutschen Badezimmern allerlei Dinge, die nicht mehr benötigt werden. Finden Sie sie und sagen Sie ihnen Lebewohl! Wir liefern Tipps, wie Sie beim Badezimmer ausmisten vorgehen

In der Duschablage kämpfen gleich mehrere geöffnete Shampooflaschen um einen Platz, die Schubladen unter dem Waschbecken quellen über und bei den Medikamenten im Spiegelschränkchen hat man schon längst keinen Überblick mehr – die Lage ist klar: es muss ausgemistet werden!

Die 80-20-Regel trifft mit Sicherheit auch auf die Schränke und Regale in den deutschen Badezimmern zu: 80 Prozent des Inhalts nutzen wir nie. Also raus damit! Mit diesen Dingen sollten Sie anfangen:

Abgelaufene Sonnencremes

Uralte Sonnencremes aus dem letzten Sommerurlaub, die nicht komplett aufgebraucht wurden und mittlerweile abgelaufen sind, sollten weggeworfen werden. Auch ungeöffnete Produkte, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, sollten weg. Denn zum einen verfällt der Lichtschutz nach einer Weile und zum anderen tut man mit den abgelaufenen Produkten der eigenen Haut nichts Gutes.

Die Studie eines französisch-amerikanischen Forschungsteams, die im März 2021 veröffentlicht wurde, belegt, dass sich bei abgelaufenen Cremes und Lotions mit dem UV-Schutzfilter Octocrylen im Laufe der Zeit Benzophenone bilden, die als möglicherweise krebserregend gelten.

Auf manchen Sonnencreme-Tuben ist kein Verfallsdatum angegeben, sondern stattdessen eine Angabe wie "12 M" vermerkt. Diese verrät, wie lange man eine Sonnencreme nach dem Öffnen maximal nutzen sollte, in unserem Beispiel zwölf Monate. In diesem Fall sollte man das Datum des Öffnens mit wasserfestem Filzstift auf die Tube schreiben, um nicht den Überblick zu verlieren und das Produkt nach Ablauf der Zeitspanne wegwerfen.

Alte Handtücher

Im Laufe des Lebens sammeln sich eine ganze Menge Handtücher an. Ob das in der Urlaubslaune gekaufte Strandlaken am Souvenir-Stand, das für die Sauna angeschaffte XXL-Handtuch oder die Fünferpackung Gästehandtücher im Angebot – mit der Zeit rauben die vielen Handtücher jedoch jede Menge Platz.

Dabei sind diese Mengen gar nicht nötig. Als Faustformel gilt deshalb: Pro Person im Haushalt sollte man drei große und drei kleine Handtücher einplanen. Der Rest ist zu viel und wird in der Regel nicht gebraucht. Also weg damit!

Abgelaufene Medikamente

Was für Sonnencremes gilt, gilt umso mehr für Arzneimittel: Abgelaufene Produkte sollten nicht mehr verwendet werden!  Nur bis zu dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum ist garantiert, dass ein Prä­parat wirkt, unbedenklich und von guter pharma­zeutischer Qualität ist. Hat ein Arzneimittel das Haltbarkeitsdatum überschritten, wirkt es möglicherweise nicht mehr ausreichend. Häufig nimmt die Dosis des Wirkstoffs ab.

Bei anderen Medikamenten kann es wiederum dazu kommen, dass schädliche Substanzen entstehen, wenn sich die Wirkstoffe mit der Zeit zersetzen. In diesem Fall kann ein abgelaufenes Arzneimittel sogar die Gesundheit akut gefährden.

Grundsätzlich gelten Medikamente wie Tabletten, die in fester Form vorliegen und in Blistern aufbewahrt werden, als weniger anfällig für den Verfall. Arzneien in halbfester Form oder Flüssigkeiten hingegen sind weitaus empfindlicher.

Bei Salben, Cremes oder Tropfen ist aus diesem Grund neben dem Verfallsdatum in der Regel noch ein Verbrauchszeitraum angegeben. Auch diesen sollte man unbedingt beachten und das Mittel nach dem Öffnen in dem angegeben Zeitraum verbrauchen. Wie Sie abgelaufene Arzneimittel richtig entsorgen, ohne die Umwelt zu belasten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Tipp: Statten Sie Ihr Medizinschränkchen mit einem wasserfesten Stift aus, mit dem Sie direkt nach dem Öffnen jedes Produkts das Datum auf der Packung vermerken können.

Ausgeleierte Haargummis und Co.

Je höher das Regelfach und je tiefer die Schublade, desto mehr Krimskrams lagert sich dort an. Ausgeleierte Haargummis, verbogene Haarnadeln, alte Rasierer und Nagellack, der eh nie verwendet wird, teilen sich den Platz. Für kaputte oder minderwertige Produkte gilt: weg damit, sie werden sowieso nicht verwendet.

Fehlkäufe, die zwar noch ungeöffnet und haltbar sind, für die Sie aber keine Verwendung haben, finden vielleicht im Familien- oder Freundeskreis noch Verwendung. Die teure Handcreme, deren Duft Ihnen aber leider nicht gefällt, kann ins Gästebad ziehen.

Zubehör, das nur zu Geräten passt, die Sie schon lange nicht mehr benutzen – beispielsweise die Packung Nachfüllköpfe für die mittlerweile kaputte elektrische Zahnbürste – können ebenfalls aussortiert werden. Genauso verhält es sich mit Duftkerzen und anderen Deko-Artikeln, auf denen sich bereits der Staub lagert und die keinen weiteren Nutzen haben.

Herrscht wieder Ordnung in den Schubladen und Regalfächern im Badezimmer, ist das Gröbste geschafft! Jetzt muss dieser Zustand nur noch beibehalten werden – also bitte den gewonnenen Raum nicht wieder vollstellen!


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