Plastikmüll Erschreckendes Video macht Ausmaß der Plastikflut deutlich - das können Sie tun

Ein erschütterndes Video sorgt derzeit im Netz für Aufsehen: Eine Welle aus Plastikmüll treibt vor der Küste der Dominikanischen Republik. Das können Sie tun, um die Plastikflut einzudämmen
In diesem Artikel
Wie kann ich Plastik vermeiden?
Was kann ich konkret an den Stränden tun?

Diese Bilder führen das Ausmaß des Plastikproblems einmal mehr vor Augen: Ein Teppich aus Plastikmüll treibt vor der Küste der Dominikanischen Republik. Die erschreckenden Aufnahmen entstanden bei einer Säuberungsaktion der Umweltschutzorganisation Parley for the Oceans an der Küste der Hauptstadt Santo Domingo.

"In drei Tagen haben wir hier mehr als 30 Tonnen Plastikmüll gesammelt, doch es gibt noch viel mehr zu tun!, berichtet die NGO auf Instagram. Parley for the Oceans nutzt die momentane Aufmerksamkeit auch dafür, direkt für weitere Aufräumaktion aufzurufen. Am Samstag, 21. Juli, soll der Playa Montesinos in Santo Domingo von Plastikmüll befreit werden.

Wie kann ich Plastik vermeiden?

Für Plastik im Alltag gilt: Weniger ist Meer! Schon mit kleinen, bekannten Gesten kann jeder mithelfen. Taschen statt Tüten beim Einkauf, eigene Tasse für den Coffee to go, wiederverwertbare Boxen oder Bienenwachspapier statt Frischhaltefolie fürs Sandwich. Outdoor-Klamotten und vieles andere kann man teils aus recycelten oder natürlichen Materialien kaufen, auf Plastikstrohhalme und Kosmetika voller Mikrogranulate verzichten. Und, auch wenn’s selbstverständlich klingt: Müll trennen, Kaputtes reparieren – soweit es geht.

Plastikfasten kann der Beginn eines plastikreduzierten Lebens sein. Wer es schafft, 40 Tage so wenig Plastik wie möglich anzusammeln, hat die wichtigsten Hürden schon genommen. Bereits nach drei Wochen funktioniert die neue Art, Lebensmittel und andere Dinge einzukaufen, wie von selbst, sagt Nadine Schubert, Autorin des Buches "Noch besser leben ohne Plastik". Einiger ihrer Tipps für die Fastenzeit stellen wir hier vor:

Was kann ich konkret an den Stränden tun?

Über die Plattform "Gewässerretter" kann sich jeder Gruppen anschließen, die Strände von Müll befreien – oder Mitstreiter für eigene Aufräumaktionen finden. Mit interaktiver Karte. Die weltweit größte Säuberungsaktion findet jährlich im September statt, in diesem Jahr am 15. September. Am letzten "International Coastal Cleanup Day" im Jahr 2017 nahmen mehr als 500.000 Freiwillige in aller Welt teil. Sie sammelten mehr als acht Millionen Kilogramm Müll ein.

Auch die Surfer-Vereinigung "Surfrider Foundation Europe" setzt sich für den Schutz von Küsten und Ozeanen ein und organisiert weltweit "Beach-Clean-ups".

Wer selbst nicht tätig werden kann oder möchte, kann natürlich mit Spenden Naturschutzorganisationen beim Engagement gegen Meeresmüll unterstützen. Der NABU etwa fördert in der Initiative "Fishing for Litter" lokale Fischer dabei, den in Netzen verhedderten Müll in die Häfen zurückzubringen und fachgerecht zu entsorgen.

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