Rosen aus Europa

Mehr als 100 Euro gibt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr für Pflanzen aus. Damit steht Deutschland auf Platz 1 der größten Absatzmärkte für Rosen, Nelken & Co. Laut Transfair werden gut 80 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen importiert, mehr als die Hälfte stammen aus Kenia, andere aus Südamerika.

 

Erstaunlich: Die Klimabilanz einer Rose aus Afrika ist, einer vor einigen Jahren veröffentlichten Studie der englischen Cranfield Universität zufolge, besser als die einer Rose aus einem niederländischen Gewächshaus. Trotz des mehr als 6000 Kilometer langen Transportwegs zwischen Ostafrika und Europa, produziere ein Strauß kenianischer Rosen "nur" 6000 Kilogramm Kohlenstoffdioxid - die gleiche Menge niederländische Rosen hingegen ganze 35.000 Kilogramm CO2.

 

Wegen des milden Klimas und der vielen Sonnenstunden spare der Anbau in Ostafrika so viel Energie ein, sodass nur 17 Prozent der Menge an CO2 anfielen, die in Europa produziert werden müssen. Da fällt selbst der Flugzeugtansport nicht mehr so stark ins Gewicht. Trotzdem: Umweltfreundlich sind Schnittblumen nicht: Für den Anbau braucht es riesige Mengen Wasser und auch der weite Transportweg mit Flugzeug und LKW verbraucht viel Energie.

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