Strände aufräumen

Über die Plattform "Gewässerretter" kann man sich Gruppen anschließen, die Strände von Müll befreien – oder Mitstreiter für eigene Aufräumaktionen finden. Mit interaktiver Karte.

Die weltweit größte Säuberungsaktion findet jährlich im September Jahr statt, in diesem Jahr am 17.9.: 2014 nahmen am "International Coastal Cleanup Day" mehr als 560.000 Freiwillige in 91 Ländern weltweit teil – und sammelten acht Millionen Tonnen Müll ein!

Weniger Müll kaufen

Mit den bekannten, einfachen, kleinen Gesten im Alltag fängt alles an: Zum Einkaufen eine eigene Tasche mitnehmen, für Obst und Gemüse am Besten zum Markt gehen, den Durst aus wiederverwertbaren Bechern und Trinkflaschen löschen. In immer mehr Städten eröffnen auch Einkaufsläden, die ihre Waren ohne Verpackungen anbieten – und selbst "plastikfreie" Online-Versandhändler sind im Internet aufzuspüren: www.plasno.de

Recyceln

Produkte mit Mehrwegverpackungen und Pfandflaschen einkaufen. Müll trennen. Kaputtes reparieren, Altes wiederverwenden, soweit es geht. Das hat jeder schon mal gehört, aber wir müssten uns häufiger auch dran erinnern: Europaweit liegt die Recyclingrate für Wertstoffe bislang erst bei 39 Prozent.

Mikroplastik: Klein und gemein

Eine große Gefahr für die Unterwasserwelt (und letztlich auch für uns Menschen) geht von Kunststofffragmenten aus, die kleiner als 0,5 Millimeter sind. Dieses Mikroplastik macht 90 Prozent allen Meeresmülls aus. Es bindet Krankheitserreger, wird selbst von kleinsten Planktontieren aufgenommen und reichert sich dadurch massiv im Nahrungsnetz an.

Kleidungsstücke aus Kunstfasern (wie etwa Fleecepullover) sondern bei jedem Waschgang Tausende von Mikroplastikfragmenten ab – da ist Baumwolle besser. Auch in einigen Zahnpasta-Tuben, Duschgels und Peeling-Cremes sind winzige Kunststoffgranulate enthalten. Der "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND) hat in einem Einkaufsratgeber eine Liste solcher vermeidbaren Produkte zusammengetragen.

Der Fels, der Müll und der Tod

Der Ozean ist die größte Deponie von Plastik auf dem Planeten. Basstölpel bauen Nester mit dem Unrat – und verenden oft daran. Ein Team von GEO und Greenpeace hat jetzt, zum ersten Mal überhaupt, Brutstätten auf Helgoland untersucht. Die ganze Reportage jetzt in GEO. Das Heft können Sie hier direkt bestellen.

In müllfreien Wellen surfen

Im Urlaub ans Meer? Die Surfer-Vereinigung "Surfrider Foundation Europe" setzt sich für den Schutz von Küsten und Ozeanen ein und organisiert weltweit "Beach-Clean-ups".

Den Engagierten helfen

Auch mit Spenden kann man Naturschutzorganisationen natürlich beim Engagement gegen Meeresmüll unterstützen. Der WWF etwa kämpft für ein weltweites Netzwerk zur Überwachung von Plastikmüll-Sündern, der NABU fördert in der Initiative "Fishing for Litter" lokale Fischer dabei, den in Netzen verhedderten Müll in die Häfen zurückzubringen und fachgerecht zu entsorgen. Und Greenpeace pocht auf schärfere Umweltgesetze zur Vermeidung von Fischerei- und Industriemüll im Meer.

Mehr wissen

Die Organisationen "Plastic Oceans" und "5gyres" sammeln wissenschaftliche Fakten und unterstützen spezifische Umweltkampagnen zur Vermeidung von Meeresmüll. Das Umweltbundesamt und die Bundesregierung informieren auf ihren Internetseiten über politische Lösungsansätze - auch auf EU-Ebene.

Plastikfrei leben?

Gar nicht einfach. Über die sozialen Netzwerke aber finden Gruppen aus Menschen zusammen, die möglichst plastikfrei leben wollen. Zum Beispiel auf der Seite "Ich bin so plastikfrei".

Wie's funktionieren kann, wenn man es ernst meinst, beschreiben zum Beispiel die beiden Autorinnen Nadine Schubert und Anneliese Bunk in ihrem Buch "Besser leben ohne Plastik" sowie in dem gleichnamigen Blog