Gundermann

Wo wächst es: Am Waldrand und in feuchten Wiesen. Der Bodendecker fällt durch seine lila Blütenteppiche auf.

Was ist drin: Bitterstoffe und ätherische Öle – beides gut zum Würzen!

Wie isst man es: Gundermann schmeckt kräftig-bitter bis leicht scharf – und macht sich damit gut in Salaten, Kräuterquark, Dressings und Soßen. Klein geschnitten passen die Blätter gut ins Pesto und als Würze an gedünstetes Gemüse, Pellkartoffeln und Pfannkuchen. Man kann es auch wie Spinat dämpfen. Gundermann ist auch eine Zutat der Gründonnerstagssuppe, die aus neun verschiedenen Kräutern traditionell vor Ostern auf den Tisch kommt.

Sauerampfer

Wo wächst es: Auf feuchten Wiesen, Weiden und Waldlichtungen, an Wegrändern und im eigenen Garten.

Was ist drin: Viel, viel Vitamin C – schon im Mittelalter aßen Seefahrer Sauerampfer,

um der Mangelkrankheit Skorbut vorzubeugen. Außerdem enthalten: Vitamin A, Eisen, Magnesium und Kalium. Zudem soll Sauerampfer die Verdauung unterstützen, das Blut reinigen und als Tee bei Hautkrankheiten helfen.

Wie isst man es: Scharf oder sauer bedeutet Ampfer und kommt aus dem Germanischen. Die jungen, leicht säuerlichen Blätter und Triebspitzen (nicht die alten, die sind herb!) schmecken lecker im Löwenzahn- und Brennnesselsalat. Auch in Pasten, als Suppe oder im Quark schmeckt Sauerampfer gut: Er ist eine typische Zutat der Frankfurter „Grünen Soße“.

Löwenzahn

Wo wächst es: Auf stickstoffreichen Böden, besonders an sonnigen und hellen Wiesen und Ackerrändern.

Was ist drin: Reichlich Vitamin C, Vitamin A und Magnesium. Löwenzahn soll entzündungshemmend wirken und Appetit, Stoffwechsel und Verdauung anregen.

Wie isst man es: Blätter, Knospen, Blüten und sogar die Wurzeln sind essbar. Die leicht herben Blätter eignen sich als Salat, gehackt im Wildkräuterpesto oder kurz blanchiert als Gemüse, ähnlich wie Spinat. Aus den getrockneten Wurzeln lässt sich Tee kochen, die frischen Blüten kann man zu Gelee einkochen und die jungen Knospen zu „Kapern“ einlegen.

Kriech-Quecke

Wo es wächst: Auf Ackerflächen, nährstoffreichen Wiesen, an Wegen, in Ufersäumen und an Dämmen oder Schuttplätzen.

Was ist drin: Vitamin A und B, Kieselsäure, Saponine, Kalium und Eisen.

Wie isst man es: Die Kriech-Quecke hat vor allem medizinische Wirkung: Die Wurzeln wirken harntreibend, entzündungshemmend und erfrischend. Für den heilsamen Tee übergießt man einige Gramm der Rhizome mit kaltem Wasser und bringt die Mischung dann zum Kochen. In Osteuropa wird die Kriech-Quecke auch gegessen: Mehl aus den Wurzeln, die Ausläufer zum Garnieren von Salaten.

Brennnessel

Wo wächst es: Überall, wo der Boden stick- und nährstoffreich ist.

Was ist drin: Die Blätter und Stängel sind sehr nährstoffreich: Sie enthalten fünfmal so viel Kalzium wie Grünkohl. Und deutlich mehr Vitamin C und Provitamin A, Magnesium, Eisen und Phosphor als Spinat. Ihre vielen Ballaststoffe machen sie zu einer sehr sättigenden Pflanze. Achtung: Brennnessel wirkt wassertreibend und gilt daher als Heilmittel bei Blasenentzündungen.

Wie isst man es: Das herbe, leicht nussige Aroma macht sich gut im gemischten Salat (die Blätter knicken, dann brennen sie nicht im Mund!), im Pesto oder Dipp. Erhitzt schmeckt Brennnessel gut als Gemüse zu Kartoffeln, Fisch, Fleisch oder Suppenbeilage. Sehr lecker außerdem: Brennnessel-Pfannkuchen – grün und würzig!

Vogelmiere

Wo wächst es: Das zarte Pflänzchen mit seinen kleinen weißen Blütensternen wächst großflächig in vielen Gärten, aber auch im Wald, auf brachliegenden Äckern und am Wegesrand.

Was ist drin: Die Vitamine A, B und C sowie reichlich Kalium. Bereits 50 g rohe Vogelmiere decken den Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen. Dank des Glykosids Saponin wirkt es schleimlösend. Auch die alte Heilpflanze gegen Rheuma und Gicht helfen, Entzündungen hemmen und das Blut reinigen.

Wie isst man es: Zum Würzen, ähnlich wie Petersilie – besonders lecker sind die jungen Triebspitzen, die noch dicht von Blättern umgeben sind. Köstlich ist sie im bunten Salat mit anderen grünen Blättern, Gurke, Paprika, Roter Beete oder Äpfeln und Beeren. Vogelmiere-Salsa schmeckt lecker zu Fisch oder Spargel: einfach mit Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer mixen. Oder Vogelmiere mit Pinienkernen und Parmesan zu einem köstlichen Pesto verarbeiten.

Giersch

Wo wächst es: Die hellgrünen, dreigezackten Blätter sind in fast jedem Beet, an jedem Weges- und Ackerrand ist es zu finden – mehr als so manchem Gartenbesitzer lieb ist. Vorsicht beim Sammeln: Giersch sieht anderen, giftigen Doldenblütlern ähnlich - wie etwa der Hundspetersilie, dem Gefleckten Schierling oder dem Hecken-Kälberkropf.

Was ist drin: Ungewöhnlich viel Vitamin C, reichlich Kalium, Eisen und andere Mineralstoffe. Giersch wirkt vor allem immunstärkend und entwässernd.

Wie isst man es: Der etwas zurückhaltende Giersch-Geschmack liegt irgendwo zwischen Möhre und Petersilie. Die zarten, jungen Blätter machen sich hervorragend im Salat. Lecker ist Giersch auch in Kräuterquark und -butter, Mayonnaise oder Pesto. Die älteren, etwas härteren Gierschblätter kann man auch erhitzen: Kleingehackt zu einer cremigen Suppe oder als Würzkraut in Bratlingen, Aufläufen oder im Gemüsebrot.

Schafgarbe

Wo wächst es: Trockene Wegränder und Wiesen, Böschungen oder Schotterhalden.

Was ist drin: Schafgarbe enthält viel ätherisches Öl, Bitterstoffe, Eiweiß, Harze, Inulin, Kalium und Kupfer. Das Kraut lindert alle möglichen Beschwerden: Schon im Altertum als Frauenmittel bekannt, hilft es bei Menstruationsbeschwerden. Als Pulver oder kurz in Wasser gekocht heilt es innere und äußere Blutungen. Außerdem wirkt Schafgarbe beruhigend, entkrampfend und bei wetterbedingten Kopfschmerzen und Migräne.

Wie isst man es: Die jungen, zarten Blätter schmecken als würzige Zutat für Kräutersalze, Nudelteig oder Kräuterbutter. Lecker sind fein geschnittene Schafgarbenblüten und -blätter auch im Salat oder zu Gemüsegerichten. Mit den Blüten lassen sich auch Kräuterlimonaden herstellen.