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Anzucht auf der Fensterbank Welche Gemüsepflanzen Sie bereits im Februar vorziehen sollten

Tomaten vorziehen auf der Fensterbank
Tomatenpflanzen werden am besten schon im Februar auf der Fensterbank vorgezogen
© Petra Schueller - Adobe Stock
Wer es nach dem langen Winter kaum abwarten kann, dass die Gartensaison wieder losgeht, kann bereits im Februar mit der Anzucht auf der Fensterbank loslegen. Fünf Gemüsesorten, die jetzt vorgezogen werden können

Bevor Gemüse auf dem Balkon oder im Garten angebaut werden kann, dauert es noch eine Weile. Im Februar sind die Temperaturen draußen noch zu niedrig, darum zahlt sich eine frühe Anzucht im Warmen aus. Wer bereits jetzt etwas Vorarbeit leistet und Gemüsepflanzen auf der Fensterbank vorzieht, wird im Sommer mit einer reichen Ernte belohnt.

Jungpflanzen, die einige Wochen aus Saatgut im Haus oder in der Wohnung vorgezogen wurden, sind im Frühsommer schon recht robust und weniger anfällig für Krankheiten, wenn sie ins Freiland kommen. Entscheidend für eine erfolgreiche Vorkultur ist die richtige Erde. Gut geeignet ist spezielle Anzuchterde – normale Blumenerde enthält zu viel Dünger, der den zarten Wurzeln der Keimlinge schadet.

Als Aussaatgefäße eignen sich spezielle Saatschalen oder Mini-Gewächshäuser, die eine durchsichtige Plastik-Abdeckhaube haben und so das Licht durchlassen. Überschüssiges Gießwasser muss durch Löcher am Boden abfließen können. Die optimalen Temperaturen für die Keimung der Gemüsepflanzen variieren je nach Gemüsesorte.

Auberginen

Zu den Gemüsesorten, die bereits im Februar ausgesät werden sollten, gehören die Auberginen. Sie haben eine recht lange Entwicklungszeit, weshalb man mit der Aussaat am besten schon früh beginnt. Zum Keimen benötigen die Pflänzchen, die aus dem tropischen Ostindien stammen, idealerweise Temperaturen von 22 bis 26 Grad Celsius. Dann winkt im Sommer eine reiche Ernte!

Bis zum Auspflanzen sollten die jungen Auberginen gleichmäßig feucht gehalten werden, damit sie zügig weiterwachsen. Beim Gießen ist darauf zu achten, die Blätter niemals zu benetzen. Ab Mai können die Auberginenpflanzen dann ins Freie gesetzt werden. Bei entsprechend früh vorgezogenen Jungpflanzen stehen die Chancen gut, dass sich bereits im Juli die ersten Früchte ernten lassen.

Chili

Auch Chili-Samen können bereits im Februar in die Erde gegeben werden – manche Chilisorten lassen sich sogar bereits ab Dezember vorziehen. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Chilis haben ebenso wie Auberginen eine lange Entwicklungszeit und sind von Natur aus sehr lichthungrig, sie brauchen viel Wärme und Licht zum Keimen und Wachsen.

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Damit ihre scharfen Früchte, die so genannten Chilischoten, bis zum Spätsommer ausreifen, findet die Aussaat bereits Ende Februar statt. In Anzuchtschalen mit Deckel oder in Mini-Gewächshäusern mit Lüftungsloch fühlen sich die Samen an einem hellen und warmen Platz auf der Fensterbank wohl, sodass sie schnell keimen.

Kohlrabi

Zwischen Mitte Februar und Anfang März können Kohlrabis im Haus oder in der Wohnung vorgezogen werden. Dazu werden die Samen in Anzuchttöpfe mit Anzuchterde gegeben und leicht mit Erde bedeckt. Anschließend werden die Töpfchen an einen hellen und warmen Platz – am besten bei 18 bis 20 Grad Celsius – gestellt und die Erde konstant feucht gehalten. Sobald sich die ersten grünen Keimlinge zeigen, können die Behälter an einen etwas kühleren Ort mit Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius umziehen.

Ab Mitte April dürfen die jungen Kohlrabi-Pflänzchen dann ins Freie ziehen. Am besten gedeihen Kohlrabis im Garten an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte idealerweise locker, humusreich und konstant feucht sein.

Paprika

Paprikapflanzen sollten vor dem Auspflanzen ins Freie über zehn Wochen vorgezogen werden. Darum kann man bereits Mitte Februar mit der Anzucht von Paprika beginnen, bevor die Pflänzchen dann im Mai ins Freie oder ins Gewächshaus gesetzt werden. Die einzelnen Paprika-Saatkörner sollten mindestens mit zwei Zentimetern Abstand in die Erde gegeben werden, damit sie gut gedeihen.

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Zum Keimen sind Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius ideal, daher sollten die Anzuchtgefäße am besten in der Nähe einer Heizung stehen. Sobald die ersten kleinen grünen Spitzen aus der Erde ragen, sollten die Anzuchtbehälter an einen hellen Standort gestellt werden, denn die jungen Pflänzchen benötigen viel Licht.

Tomaten

Zwischen Ende Februar und Mitte März sind die Tomaten an der Reihe. Als Faustregel gilt: Sechs Wochen vor dem Auspflanzen der Tomatenpflänzchen sollte man mit dem Vorziehen beginnen. Um die Keimung der Tomatensamen zu fördern, empfiehlt es sich, diese vor der Aussaat einen halben Tag lang in etwas Wasser oder Kamillentee quellen zu lassen.

Danach werden die Samen mit drei Zentimetern Abstand in Gefäßen auf der Fensterbank ausgesät und dünn mit Erde übersiebt, ideal sind Temperaturen um die 22 Grad Celsius. Die Erde sollte konstant feucht gehalten werden. Stecken die ersten grünen Keimlinge nach zehn bis 14 Tagen ihre Köpfchen aus der Erde, sollten die Anzüchttöpfe an einen kühleren Standort (16 bis 18 Grad Celsius) umziehen.

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Nach der Keimung legen Tomatenpflanzen ein großes Tempo an den Tag und wachsen zügig, weshalb sie schon bald in eigene kleine Gefäße umgepflanzt werden sollten. Bis zum Auspflanzen ins Freiland oder ins Gewächshaus sind die Tomatenpflanzen am besten an einem hellen und warmen Platz am Fenster gut aufgehoben. Ende Mai oder Anfang Juni folgt dann der Umzug nach draußen.


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