USA In 24 Stunden von 30 auf 0 Grad: Colorado erlebt extremen Wetterumschwung

Erst Hitze, dann Schnee: Im US-Bundesstaat Colorado erlebten die Menschen Anfang der Woche einen fast beispiellosen Temperatursturz. Wir erklären, wie es dazu kam. Und warum so etwas in Europa unwahrscheinlich ist
Warnschild und Schee in Colorado

Erst Hitze, dann Schnee: Colorado erlebte einen Temperatursturz um mehr als 30 Grad

Mehr als 30 Grad innerhalb eines Tages: Die Bewohner des US-Bundesstaats Colorado erlebten Anfang dieser Woche einen radikalen Temperatursturz. Hatten die Menschen Anfang der Woche in der Hauptstadt Denver noch bei 36 Grad Celsius Hitze geschwitzt, stürzten die Temperaturen in der Nacht zum Dienstag im freien Fall - auf unter den Gefrierpunkt. Schneefall inklusive. Im Verlauf dieser Woche steigt das Quecksilber dann wieder auf sommerliche Werte: nichts für schwache Nerven.

Verantwortlich für den Temperatursturz war ein Hoch über Kanada, das kalte Luftmassen entlang der Rocky Mountains aus dem Norden in Richtung Süden schaufelte.

Wetterfühligkeit
Endlich verstehen
Gibt es Wetterfühligkeit wirklich und was steckt dahinter?
Viele Menschen glauben, bei bestimmten Wetterlagen Kopfschmerzen zu bekommen und andere körperliche Symptome zu zeigen. Was ist dran?

Eiskalter Gruß aus Kanada

Ein solche extreme Wetterlage ist in Mittel- und Nordeuropa kaum denkbar. Der Grund dafür ist die Lage am Atlantik und der Nordsee. Kommt kalte Polarluft zu uns, wird sie meist vom Wasser, das sie überquert, „vorgeheizt“. Über den Landmassen Nordamerikas dagegen dringt die Kaltluft fast ungehindert von Norden aus vor.

Der Kälteschock vom Wochenanfang ist allerdings selbst für die Amerikaner extrem. Doch es gab in der Wettergeschichte noch heftigere. Etwa jene Nacht im Januar 1916, in der das Thermometer im Bundesstaat Montana von fast sieben Grad plus auf minus 50 Grad Celsius abstürzte.

Während sich in Denver und Umgebung die Temperaturen im Wochenverlauf wieder einpendeln, ist der Bundesstaat Kalifornien weiter im Griff einer extremen Hitzewelle. Bei Temperaturen von weit über 40 Grad und anhaltender Trockenheit kämpfen mehr als 14.800 Feuerwehrleute gegen zwei Dutzend Waldbrände.