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Weltspiel Eldorados für Grenzgänger


Die kürzeste und länderreichste Route der Welt liegt in Europa. Sie erstreckt sich von Deutschland bis Griechenland. Welche Routen weltweit besonders ergiebig für Weltenbummler sind, zeigt die Grafik
Weltspiel: Die Grafik zeigt, wo weltweit auf kurzer Strecke die meisten Länder durchquert werden
Die Grafik zeigt, wo weltweit auf kurzer Strecke die meisten Länder durchquert werden
© illuteam43

Wie weit muss man reisen, um auf gerader Strecke zehn Länder zu durchqueren? In Europa reichen dafür 909 Kilometer: Zwischen Southwold in Großbritannien und Valfurva in Italien passiert der Reisende im Durchschnitt alle 91 Kilometer eine Staatsgrenze. Unsere Grafik zeigt, wo sonst auf der Welt sehr kurze Strecken durch sehr viele Länder führen.

Die ergiebigsten Routen liegen dabei im kleinstaatigen Europa: Auf dem Balkan etwa können acht Staaten auf nur 450 Kilometern bereist werden - das entspricht der Strecke von München nach Köln. Doch auch außerhalb unseres Kontinents lassen sich vergleichbare Routen entdecken: Der abenteuerliche Vorderasien-Trip von Mokok in der russischen Republik Dagestan bis in den Nordirak etwa führt auf 576 Kilometern durch sieben Länder. Nur fünf Länder quert dagegen die einzig lohnende Kurzroute auf dem amerikanischen Kontinent, der 391 Kilometer lange Weg von Mexiko nach El Salvador.

In Afrika kann dieselbe Anzahl Länder auf nur 264 Kilometern bereist werden. Und nirgendwo existiert ein kürzerer Weg durch vier Länder als zwischen Namibia, Botswana, Simbabwe und Sambia: Ihre Grenzen bilden ein fast perfektes Vierländereck. Wählt man besiedelte Orte als Start- und Endpunkte der Reise, misst der Weg acht Kilometer - die Grenzen selbst liegen keine 200 Meter auseinander. Will man im Durchschnitt nach spätestens 100 Kilometern ein neues Land betreten, startet die wohl länderreichste Route der Erde in Deutschland: Wer auf gerader Strecke vom sächsischen Zodel bis Psarades in Griechenland fährt, durchquert auf 1248 Kilometern 13 Staaten.

GEO Kosmos: Weltspiele

GEO Nr. 04/13 - Der Mensch und das Tier: Das Leben der "anderen"

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