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Quiz Was wissen Sie über die Liebe?


Stimmt es, dass mehr Beziehungen im verflixten siebten Jahr scheitern? Und wie viele Menschen leben eigentlich in einer monogamen Beziehung? Testen Sie ihr Wissen rund um das Thema Liebe – aber aufgepasst: Mitunter gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 8
Einer Studie von 1949 zufolge . . .

a) lassen rund 80 Prozent aller Gesellschaften Polygamie zu

b) ist Polygamie fast nur Männern erlaubt

c) leben 90 Prozent aller Paare monogam

Frage 2 von 8
Wenn Paare sich trennen, dann . . .

a) meist nach vier Jahren

b) nach sechs Jahren

c) nach dem siebten Jahr

Frage 3 von 8
Welche Form der Liebe ist unein­ geschränkt auch dem Papst erlaubt?

a) Eros

b) Agape

c) Amor

Frage 4 von 8
Aztekenherrscher Montezuma trank zur Potenzsteigerung täglich . . .

a) kelcheweise Trinkschokolade

b) einen Liter Menschenblut

c) seinen Urin

Frage 5 von 8
Warum wird der Trauring am „Ring­ finger“, dem vierten Finger getragen?

a) Früher vermutete man dort die Liebesvene („vena amoris“)

b) Wegen des Vier-Augen-Prinzips

c) Weil er dort wenig stört

Frage 6 von 8
Welches Liebespaar hatte Kinder?

a) Bonnie und Clyde

b) Héloïse und Pierre Abélard

c) Mumtaz Mahal und Shah Jahan

Frage 7 von 8
Zeitgenossen rügten den Minnesän­ger Walther von der Vogelweide . . .

a) weil er nicht nur für die „frouwe“ sang

b) weil er für die Ehe für alle eintrat

c) weil er stets im Falsett sang

Frage 8 von 8
Was ist der „Cheerleader Effect“?

a) Männer stehen auf sportliche Frauen

b) In der Gruppe sieht jede besser aus

c) Die Gutaussehende ist Anführerin

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 8
Einer Studie von 1949 zufolge . . .

a) lassen rund 80 Prozent aller Gesellschaften Polygamie zu ✔️

b) ist Polygamie fast nur Männern erlaubt ✔️

c) leben 90 Prozent aller Paare monogam ✔️

1949, als die Globalisierung des westlichen Lebensstils noch relativ wenig fortgeschritten war, unternahm der Anthropologe G. P. Murdock eine große Untersuchung an 853 Völkern und Gesellschaftsformen. Die Haupterkenntnisse damals: Obwohl Polygamie in 708 Gesellschaften akzeptiert wurde, stand das Recht darauf fast nur Männern zu. Lediglich 0,5 Prozent dieser Gesellschaften erlaubten es Frauen, mit mehreren Männern gleichzeitig zusammenzuleben. Und selbst dort, wo Polygamie möglich ist, lebten mehr als 90 Prozent der Paare monogam. Heute hat mit größerer finanzieller Unabhängigkeit speziell der Frau die Lebensform der „seriellen Monogamie“ deutlich zugenommen: mehrere Partner, aber jeweils nur einen zur Zeit.

Frage 2 von 8
Wenn Paare sich trennen, dann . . .

a) meist nach vier Jahren ✔️

b) nach sechs Jahren ✔️

c) nach dem siebten Jahr ❌

Nix mit dem „verflixten siebten Jahr“. Der Höhepunkt der Scheidungsrate liegt der Anthropologin Helen Fisher zufolge in den meisten Kulturen um das vierte Ehejahr. In Deutschland hingegen scheitern Ehen am häufigsten im sechsten Ehejahr.

Frage 3 von 8
Welche Form der Liebe ist unein­ geschränkt auch dem Papst erlaubt?

a) Eros ❌

b) Agape ✔️

c) Amor ❌

„Deus est caritas“ – Gott ist die uneigennützige, unbedingte Liebe – heißt die Enzyklika von Benedikt XVI. Das lateinische Wort caritas entspricht dabei dem griechischen agape. Vom eros, der körperlichen Liebe, sollen sich katholische Priester fernhalten.

Frage 4 von 8
Aztekenherrscher Montezuma trank zur Potenzsteigerung täglich . . .

a) kelcheweise Trinkschokolade ✔️

b) einen Liter Menschenblut ❌

c) seinen Urin ❌

Der Chronist des Eroberers Hernán Cortés berichtet von der „Standfestigkeit“, die xocolatl verleiht. Tatsächlich enthält Schokolode anregende Substanzen wie Koffein und Theobromin sowie Lust weckende wie Phenylethylamin – wenn auch nur in geringer Menge.

Frage 5 von 8
Warum wird der Trauring am „Ring­ finger“, dem vierten Finger getragen?

a) Früher vermutete man dort die Liebesvene („vena amoris“) ✔️

b) Wegen des Vier-Augen-Prinzips ❌

c) Weil er dort wenig stört ❌

Vom vierten Finger der linken Hand, so meinte man, führe die „Liebesvene“ direkt zum Herzen, dem mutmaßlichen Sitz der Liebe.

Frage 6 von 8
Welches Liebespaar hatte Kinder?

a) Bonnie und Clyde ❌

b) Héloïse und Pierre Abélard ✔️

c) Mumtaz Mahal und Shah Jahan ✔️

Das Gangsterpaar Bonnie und Clyde war allzu sehr mit dem Ausrauben von Banken beschäftigt, um an Familienplanung zu denken. Der Philosoph Pierre Abélard, den eine lebenslange Liebe mit der späteren Äbtissin Héloïse verband, konnte zwar nach der Entmannung durch Héloïses Onkel keine Kinder mehr zeugen: Doch zuvor brachte Héloïse den gemeinsamen Sohn Astralabius zur Welt. Mumtaz Mahal hingegen hatte mehrere Kinder mit ihrem Mann Shah Jahan, bevor sie bei der Geburt des 14. starb. Der gramgebeugte Herrscher ließ ihr zu Ehren das Grabmal Taj Mahal errichten.

Frage 7 von 8
Zeitgenossen rügten den Minnesän­ger Walther von der Vogelweide . . .

a) weil er nicht nur für die „frouwe“ sang ✔️

b) weil er für die Ehe für alle eintrat ❌

c) weil er stets im Falsett sang ❌

In einem seiner Lieder heißt es: Sie verwizent mir daz ich so nidere wende minen sanc – „Sie rügen mich dafür, dass ich mein Lied an einen solch niederen Stand wende“. Denn Walther wollte nicht nur die „edle Frau“ (mhd. frouwe) abstrakt besingen, sondern auch ganz „normalen“ weiblichen Wesen konkret seine Liebe erweisen.

Frage 8 von 8
Was ist der „Cheerleader Effect“?

a) Männer stehen auf sportliche Frauen ❌

b) In der Gruppe sieht jede besser aus ✔️

c) Die Gutaussehende ist Anführerin ❌

Als „Cheerleader Effect“ bezeichnet man das Phänomen, dass auch weniger gut aussehende Menschen in der Gruppe mit einigen schönen Menschen besser aussehen. Offenbar nimmt der Betrachter dabei die Gruppe insgesamt wahr – und kümmert sich weniger um die individuellen Reize einer einzelnen Person.

GEO Magazin Nr. 10/2017 - Einfacher entscheiden

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